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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
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drwbischof ist jetzt online.

Ich habe eine Therapie in der Tagesklinik f r Psychiatrie absolviert.

Kundenfrage

Ich habe eine Therapie in der Tagesklinik für Psychiatrie absolviert. Ich nehme keine Medikamente ein und lehne sie auch ab. Ich litt bzw. leide an einer mittelstarken Depression, Angststörung und an einer Ich-Spaltung (Kind in mir). Ich habe große Eheprobleme, keine eigene Meinung und kann mich schlecht durchsetzen bsp. Erziehung meines Kindes. Außerdem kommen körperliche Symtome noch hinzu, wie Schlafstörungen, Herzrasen.
Die Therapie dauerte 11 Wochen. Ich konnte meine Kindheit aufarbeiten, lernte neue Denkweisen kennen und konnte diese im Alltag umsetzen. Die Therapie war schmerzlich, da ich einen Spiegel vor meinen Augen gehalten bekam.
Mein Selbstwertgefühl wurde aufgebaut. Ich fühlte mich stark und stabil und wollte mein Leben komplett ändern. Ich wollte mich von meinem Ehemann trennen. Da er mich sehr oft erniedrigte und kränkte.
Außerdem wollte ich mit meinem Kind in die alten Bundesländer ziehen um ein neues Leben anzufangen. Mein Mann machte mir einen Strich durch die Rechnung. Er machte von seinem Aufenthaltsbestimmungsrecht für unser Kind gebrauch. Dadurch bin ich wieder rückfällig geworden und konnte mich nicht durchsetzen. Trotzallem kann ich mich von meinem Mann nicht trennen. Ich habe ihn immer noch gern. Wir sind schon 14 Jahre ein Paar und ich möchte eigentlich nur eine glückliche Familie haben. Zur Zeit leben wir räumlich getrennt in unserer gemeinsamen Wohnung. Wie Schwester und Bruder. Wir wissen nicht, wie es weiter gehen soll. Da ich wieder rückfällig wurde, nahm ich wieder Kondakt zur Klinik auf. Werde ich jemals wieder gesund werden? Ich bin eine erwachsene Frau und kann keine Entscheidungen treffen. Ich fühle mich wie ein Versager. War die Therapie umsonst? Wann oder wie geht die Angst und die Depression weg? Danke. LG Mandy Ziem
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

nein sie sind keine Versagerin, die Therapie war auch nicht umsonst. Ihre Schilderungen sind nicht ungewöhnlich. In der Klinik, im geschützten Rahmen, gelingt es leichter, neue Perspektiven zu entwickeln, man wird ernst genommen, bei allem unterstützt, erfährt Wertschätzung, das alles baut einen auf und vermittelt einem das Gefühl, stabil zu sein.

Zurück im Alltag, merkt man, wie schwer es doch ist, die neu gewonnenen Einsichten auch zu realisieren.

Ich kann sie trösten, das ist ganz normal. Das waren erste wichtige Schritte auf ihrem Weg. Sie haben viel erkannt und verstanden, sie wissen in welche Richtung es gehen müsste.

Jetzt ist es wichtig dran zu bleiben, z.B. nochmals zur Auffrischung in die Klinik zu gehen und so rasch wie möglich eine ambulante Psychotherapie zu beginnen, um die Veränderungen auch im "echten Leben" zu etablieren.

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