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iveschaaf
iveschaaf,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2012
52810516
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Hallo, guten Abend, Ich bin 62 Jahre alt, selbstt ndig in

Kundenfrage

Hallo, guten Abend,
Ich bin 62 Jahre alt, selbsttändig in einem Theaterberuf und habe ein Alkoholproblem, das ich bisher relativ gut 'im Griff' hatte.
Vor allem wenn ich einen Auftrag hatte, habe ich viel weniger getrunken und mich in die Arbeit gestürzt. Der vergangene Auftrag war Anfang Juni erfolgreich zu Ende, seither sitze ich 'im Loch', da ich weiss, dass so schnell kein Neuer kommen wird. (Altersbedingt).
Im Kunst und Theaterbereich gehört Alkohol (Wein) zum Ritual.
Bei Premieren, beim abendlichen Besprechen, bei Vernissagen.
Deshalb hab ich grosse Scheu eine Therapie zu machen. Bisher hatte ich es geschafft, einmal im Jahr eine 6 wöchige Pause zu machen, dies Jahr gelingt es mir einfach nicht.
Vor 2 Jahren war ich ein paar Wochen regelmässig bei den Anomymen, konnte es aber nicht mehr ertragen, dass Alkohol das einzige Thema war.
Ich weiss, ich muss da selbst raus, aber wie die Kurve kriegen.....?
MfG.
G.Z.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielleicht könnten Sie sich einen Coach nehmen
vielleicht könnten Sie sich einen Kumpel von den AA zu Hilfe holen
vielleicht wollen Sie eine Therapie machen
- ambulante Psychotherapie
- stationäre Psychotherapie
vielleicht gibt es eine Stelle bei der Caritas, an die Sie sich wenden könnten
vielleicht gibt es eine Freundin, die Zeit für Sie hat
vielleicht wollen Sie es doch noch mal allein schaffen

Vielleicht sind Sie an einem Punkt angekommen, der wichtig ist. Ihr Leben ändert sich. Wer weiß, ob noch ein Auftrag kommt oder ob es der letzte war? Jedenfalls sind Sie nicht die erste, die für sich feststellt, dass es so nicht weitergeht, auch im Theater. War es nicht Heiner Lauterbach, der jetzt streng vegetarisch-gesund lebt?
Sollten Sie sich entschließen, nicht mehr zu trinken, werden die anderen Sie schief anschauen, aber weniger weil sie es nicht gut finden, dass Sie nicht mehr trinken, sondern weil sie sich ärgen, das sie (die anderen) immer noch trinken. Das ist ein bisschen so wie mit dem Abnehmen,. Die Freundinnen, die Ihnen nach den ersten 5 Kilo erzählen "Du siehst ja soooo schlecht aus", würden in Wirklichkeit gern mit Ihnen tauschen.

Warum fangen Sie nicht einfach heute ein neues Leben an. Das können Sie klammheimlich für sich entscheiden. Und der erste Schritt besteht darin, heute nichts zu trinken, nur einen einzigen Tag. Sie können auch morgen früh anfangen und vor 18 Uhr nichts trinken, den Tag drauf erst nach 18.30 Uhr etc. Bald sind Sie den Alk los. Dann müssen Sie "nur noch" dabei bleiben. Am besten suchen Sie sich eine neue Aufgabe, die den Alk verbietet. Es muss ja nicht Taxi fahren sein, Sie finden schon was.

Es gibt viele Möglichkeiten.
Es ist egal, welchen Weg Sie wählen.
Quälen Sie sich nicht mit Frage rum "Was soll ich tun?"
Tun Sie es einfach.
Lieber mit Stolpern gestartet als perfekt stehen geblieben.
Sie haben nichts zu verlieren.
Egal welchen Ersatz Sie heute wählen, es kann eine beliebige Aufgabe sein, Hauptsache Sie tun es. Und Sie können es, sonst hätten Sie hier nicht geschrieben.

Alles Gute - Dr. Schaaf
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

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