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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

hallo, ich bin total verzweifelt ,seit 2 wochen habe ich wieder

Kundenfrage

hallo,
ich bin total verzweifelt ,seit 2 wochen habe ich wieder depresionsartige schübe gehabt
nun habe ich es seit 3 tagen so schlimm das ich eine panik attake nach der anderen hatte.ich habe angst zu sterben dabei aber noch mehr angst verrückt zu werden das ich mich iwann nich mehr kontrollieren kann.kann sowas dabei passieren?? ich fühle mich fremd im eigenen körper nehme die umwelt anders war seh alles wie durchn schleier und das macht mir so angst.ich hatte in den letzen monaten extrem viele ängste sorgen kummer streit und dige zu bewältigen.auch als kind war ich sehr ängstlich und labil.ich habe auch starkes pms immer gehabt jedoch kann ich mir nich vorstellen das es alleine deswegen so ist denn stehe kurz vor der periode.mein hausarzt gab mir erstmal tavor nur für den absoluten notfall solang bis ich bei der neurologin war.ich finde sie helfen zwar etwas aber ich könnte trotzdem nur heulen dne ganzen tag.habe so angst vor der angst.ich versuch positiv zu denken mich abzulenken spazieren gehn was zu unternehmen immer wieder diese depris.bin auf ner warteliste für psychologen aber das kann noch ewig dauern.ich habe so angst das ich in eine psychoklinik bald muss das ich da mit medikamenten voll gestooft werde da verrückt werde.ausserdem hab ich ne kleine tochter wer kümmert sich um die.ich bin so verzweifelt das kann ich nich mehr in worte fassen. bitte antworten sie mir
julia 26j
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !
Depressionen, Angst(attacken) ud PMS bzw. eine sog. prämenstruell dysphorische Störung gehen häufig Hand in Hand.
Leider ist es so, dass dann auch Entfremdungszustände (ein sog. Derealisationsgefühl) im Rahmen der inneren Alarm-Reaktion auftreten kann. Ihr Hausarzt versucht dies mit Tavor als Angstlöser zu reduzieren.

Allerdings ist dies eben nur eine kurzzeitige Option. Ein Psychiater oder Facharzt für Psychotherapeutische Medizin würde nun genauer schauen können, welche medikamentösen und nicht-medikamentösen Strategien zur Therapie hilfreich sein könnten. Beispielsweise wären sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer bei Vorliegen von PMS und Depressionen / Angst häufig hilfreich.

Sie brauchen keine Angst vor einer stationären Behandlung zu haben. Wenn dies zur Therapie erforderlich ist, werden sie dort stabilisiert und sicher nicht mit Medikamenten vollgestopft. Wenn Medis notwendig sind, wird man dies mit ihnen genau besprechen und nicht gegen ihren Willen durchführen. Auch für ihr Kind findet sich eine Lösung.

Ein Mittelweg könnte eine tagesklinische psychiatrische Behandlung sein. Da wären sie "nur" tagsüber in der Klinik. Abends und am Wochenende aber zu Haus.

Bitte versuchen sie möglichst bald einen Termin bei einem Kollegen aus dem nervenheilkundlichen Fachgebiet zu bekommen (also ein Psychiater / Facharzt für Psychotherapeutische Medizin oder Neurologie) ! Ihre Beschwerden sind gut zu therapieren, aber eben leider nicht von heut auf morgen !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

aber alle wartelisten bei uns sind voll.es gibt kaum therapie plätze.ich bin schon auf wartelisten..

wie lange soll ich diesen zustand aushalten angst vor der angst zu haben,meine lebensqualität ist gleich null.

kann man davon völlig verrückt im kopf werden das man garnichts mehr kann und nur noch psychisch gestört ist und psychosen hat??

wie kann ich mich beruhigen oder das aushalten so lange und mir iwie mut machen das es nichts schlimmes ist? ich bin doch nicht verrückt wenn ichdiese derelasiton habe oder??ich will so schnell los werden kann das nicht akzeptieren u meine gedanken kreisen ständig wie ich es weg bekomme bzw was mit mir los ist

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Verrückt werden können sie durch die Angst (vor der Angst) nicht. Natürlich ist es aber fürchterlich schwer auszuhalten. Auch eine Psychose werden sie dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht bekommen.
Es hat nichts mit Verrücktheit zu tun. Sondern es ist eine übermässige Alarmreaktion im Gehirn. So als ob quasi ein Radiomoderator des Verkehrsfunks vergessen hat, den Alarmknopf für die Verkehrsmeldungen wieder abzuschalten. Dann werden plötzlich alle Erlebnisse und Meldungen zu Gefahren und Angstmeldungen. So ähnlich ist es bei ihnen auch. Je mehr Sorgen sie sich machen, desto stärker wird das Alarmsystem getriggert.

Tavor schaltet den "Alarmfunk" kurzzeitig aus. Längerfristig wäre Aufmerksamkeitsumlenkung auf schöne Dinge, Sport in Form von Ausdauersportarten oder aber auch Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung hilfreich. Ich empfehle auch gerne Positive Psychologie wie sie Dr. Eckhard von Hirschhausen in seinem Buch bzw. Programm zum Thema Glück beschreibt. Möglicherweise könnte auch die Arbeit mit inneren Bildern ihnen helfen (schauen sie mal auf www.emoflex.de).
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ich habe aber das gefühl nich mehr arbeiten gehn zu können dadurch mein kind nicht mehr richtig zu versorgen ich kann alles machen weiss auch alles noch aber irgendwas hindert mich und versetzt mich immer in angst. wie lange könnte so eine situation anhalten tage wochen monate jahre??? kann man sowas überhaupt irgendwann mal heilen?? ist es normal das ich den ganzen tag heulen könnte nur?? könnten mir anti depressiva vl helfen??
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn sie derzeit arbeitsunfähig sind, ist das so. So eine Krise kann einige Wochen anhalten. Das kann man aber eben nicht vorhersehen bzw online entscheiden. Aber es ist keine Erkrankung, die nun immer schlimmer und schlimmer werden muss oder wird. Es wird ihnen wieder gut gehen. Das sie derzeit heulen müssen ist Teil der Angst und Depressionen bzw. Hilflosigkeit, eigentlich sogar eher ein gutes Zeichen. Ihre Gefühle werden mobilisiert und frei. Das ist gar nicht schlecht.

Wie schon geschrieben : antidepressive Behandlung kann eine Option sein, ob sie für sie richtig und kurzfristig wirksam ist, muss man dann sehen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Leider blockiert sie im Augenblick ihre Angsterkrankung so sehr, dass sie natürlich keinen Ausweg sehen. Ich kann aber unmöglich online eine Therapielösung anbieten. Die einzige Empfehlung ist, sich in teilstationäre bzw. stationäre Behandlung zu begeben, wenn sie so nicht zurecht kommen. Genauer bekommt man das aber leider online nicht hin.