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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Momentane Situation unseres Sohnes Philipp 25 Jahre, in der

Kundenfrage

Momentane Situation unseres Sohnes Philipp: 25 Jahre, in der Pupertät schon Depressionen, 2003 Psychose (nach Haschischkonsum), guter Heilerfolg durch Tegretol retard (Einnahme ca. 1 bis 2 Jahre). Seit 4 Jahren Heroninsucht - Tablettensucht - zwichendruch auf Substitol. Vor einem Jahr tablettenfrei von August bis Februar. Seit zwei Wochen kalter Entzug unter elterlicher Aufsicht. Seit dem starke Depression (auch teilweise Suizidgedanken) mit zwanghaftem Gedankendrehwurm: Rückkehr nach Berlin - Erhoffte Heilung dort wegen Unterhaltungsangebot, Soziale Kontakte,... Seit einer Woche Einnahme von Sertralin (Zoloft) 100 mg + sporadisch Tranquilizer. Seit dem verbesserte Stimmung, allerdings nach wie vor Schlaflosigkeit und weiterhin zwanghafter Gedankendrehwurm (ev.psychotisch?). Philipp ist dabei sehr ruhig und gefasst. Er hat bei uns (Eltern) ein gutes, therapeutisches Umfeld. Immer schon begleitet ihn eine Grundunzufriedenheit. Die Frage ist: Stimmt die Medikamentierung so, oder gäbe es etwas besser wirksames oder sollte er es wieder mit Tegretol versuchen. Wir bitten um Stellungnahme und Angabe von Medikamentierung. Vielen Dank XXXXX XXXXX freundlichem Gruß Philipp /Carola /Rolf Schneider
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag !

Sie schildern eine ziemlich komplizierte Vermischung aus Sucht und Psychose. Eine Internetberatung wird hier sicher nicht ausreichend sein. Erlauben sie mir aber, meine Bedenken zu beschreiben : Sie versuchen ihren Sohn zu stabilisieren, was richtig ist. Aber sie scheinen auch ein wenig in seine Suchtproblematik co-abhängig verstrickt zu sein. "Gelegentliche Tranquilizer" sind nun ganz und gar ein Unding, wenn es um eine derartige Vorgeschichte geht. Er kann also nicht in einer wirklichen therapeutischen Führung durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten sein, die ihm ausreichend Halt und Kontrolle gibt.

Die Frage der "richtigen" Medikation ist interessant, aber letztlich nicht zu klären. Sicher ist ein SSRI wie Zoloft nicht verkehrt (die Dauer der Einnahme wird aber für die Beurteilung der Wirkung nicht ausreichend sein). Aber kein Medikament (auch nicht Tegretal), kann die grundlegenden ich-strukturellen Probleme verändern. Gerade bei Sucht und Psychose kommen auch frühkindliche bzw. kinder- und jugendpsychiatrische Störungen (z.b. ADHS) aber eben auch traumatische Erfahrungen (u.a. in der Heroinsucht) als aufrechterhaltende Faktoren mit hinzu. Hier wäre immer eine spezialisierte Therapie bzw. Entwöhnungsbehandlung zu diskutieren, die eben einen Schwerpunkt auf Sucht und Psychose und die Re-Integration in einen Kontext von Verantwortungsübernahme, Ausbildung etc ermöglicht. Beispielsweise im Rahmen einer RPK-Maßnahme = Rehabilitation für Psychisch Kranke oder aber einer Maßnahme in einem Berufsbildungswerk. Wichtig ist, dass er Strukturen und eben auch klare Vorgaben hat und auch eine Kontrolle hinsichtlich 100%iger Abstinenz erfolgt.

Eine Stellungnahme zur Medikamentierung kann und werde ich spezieller nicht abgeben (siehe oben). Aber bitte bedenken sie, dass eben die Grundunzufriedenheit nicht medikamentös gelöst werden kann. Hier ist eine Änderung seiner Persönlichkeitsanteile bzw. Vorerfahrungen aus dem bisherigen Leben und eine Neuausrichtung in seinem Leben zu fordern.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo
Sie haben unsere Frage zur Medikamentierung nicht beantwortet, so dass wir einen Psychiater Kostenpflichtig aufsuchen mußten.
Dieser hat die Einnahme von Tegretal als richtig bestätigt und die Dosierung vorgegeben.Es sollte auch ihnen klar sein dass Philipp zur
Lösung seiner Probleme nicht ohne Medikamente auskommt.
Ihre Antwort kann ich daher nicht akzeptieren.
mfg R.S.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Brauchen Sie ja auch nicht. Ich darf aber eben keine konkreten Medikationsvorschläge machen. Justanswer kann und will keinen Ersatz für einen Psychiaterbesuch darstellen (siehe auch die Disclaimer-Texte).

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