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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

guten tag mein Name ist H.D. ichhabe eine Tochter 14 Jahre

Kundenfrage

guten tag mein Name ist H.D. ichhabe eine Tochter 14 Jahre alt. Seit Ihrer Konfiermation ist Sie der Meinung sie sei nun so eine Art Volljährig. Wir erteilen Ihr Verbote wie zB. heute auf die Kirmes zu gehen, da Sie das ganze Wochenende auch dort ein paar Stunden verbracht hat. Am sonntag ist Sie ohne uns zu fragen einfach dort hingegangen und wir haben Sie dann gegen 22 Uhr aus dem Zelt geholt , dann am heutigen Tag ist Sie trotz Verbot einfach gegangen. Sie setzt sich permanent durch und wissen uns keinen Rat mehr. Sie hat uns gegenüber eine so hochnäsig arrogante Art an sich das es schon sehr weh tut. Ich bin wirklich am Ende. Das ganze Leben dreht sich alles nur ums Kind und dann wir man so ungerecht behandelt. Bitte geben Sie mir einen Rat. Vielen Dank. Hendrike
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Hendrike,

Ihre Frustration und Enttäuschung ist sehr gut nachvollziehbar!
Offenbar hat sich Ihre Tochter zu sehr daran gewöhnt, dass sich alles immer nur um sie dreht. Statt mit Dankbarkeit wird es von Halbwüchsigen leider dann oft mit Aufsässigkeit "belohnt".
Zunächst zum Status einer 14-jährigen (wissen Sie sicher selbst, führe ich hier nur noch einmal der Vollständigkeit halber an): in dem Alter ist man zwar bedingt strafmündig, jedoch mit Nichten volljährig. Weitreichender Rechte erhält sie erst mit 16. Das heißt also, dass sie sich per Gesetz schon an gewisse Regeln zu halten hat (vielleicht unterstützt dies Ihre Argumentation bei Ihr). Das bedeutet ferner, dass SIE für Ihre Tochter verantwortlich sind und ihr somit sagen können und dürfen, wo es langgeht.
Wie Sie nun vorgehen, hängt ein wenig davon ab, wie weit Sie gehen möchten. Wenn ich es aus meiner Warte einmal sagen darf: wenn sich mein Kind mir gegenüber so respektlos verhielte, würde es sofort alle Rechte auf Freizeitamusements verlieren, da die Vertrauensbasis geschädigt wäre. Das hieße: Schule, nach Hause kommen, Hausaufgaben, das Erledigen der häuslichen Pflichten und Schluß. Kein Sport, keine Parties, kein Fernsehen, keine Besuche von Freunden, keine Klassenfahrten.
Das klingt jetzt sehr hart. Aber Sie sollten ihr zeigen, wer der Herr im Haus ist. Natürlich gibt das Krieg zuhause, aber letztlich hat Ihre Tochter keine Wahl, schließlich ist sie von Ihnen abhängig, und für all das, was Sie in der Vergangenheit für sie getan haben und noch immer tun, haben Sie nicht nur ein Mindetmaß an Respekt verdient, sondern richtige Wertschätzung!
Neben der harten Gangart sind natürlich Gespräche wichtig, und dass Sie viel mit ihr unternehmen, sie beschäftigen. Sie mß verstehen lernen, warum Sie so handeln. Sprechen Sie auch offen über Ihre Gefühle, dass Sie verletzt sind und so etwas nicht verdient haben. Wenn Sie wieder mehr Vertrauen zu Ihrer Tochter haben, können Sie langsam die Zügel wieder lockerer lassen. Aber machen Sie ihr auch klar, wie schnell sie die neuen Rechte wieder verlieren kann.

Würden Sie sich das zutrauen?