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iveschaaf
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Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2012
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hallo ich bin 36 jahre alt. bin seit 4 jahren verheiatet und

Kundenfrage

hallo ich bin 36 jahre alt. bin seit 4 jahren verheiatet und habe einen 2 jährigen sohn. mein mann ist 16 jahre älter als ich.
mein grösster traum war es ein kind zu haben. ich weiss, ich sollte überglücklich sein, dass bin ich aber nicht. ich fühle mich völlig überlastet, habe das ständige gefühl ICH sei für alles zuständig. Mir bleibt keine zeit für mich selbst. mein mann hilft zwar wo er kann, ist aber nur halbherzig bei der sache. hat letzthin eine bemerkung fallen lassen, das ich das kind unbedingt gewollt habe.
ich liebe meinen sohn, habe wegen meiner gedanken und gefühlen auch ein schlechtes gewissen. aber ich fühle mich oft alleine. ich habe das gefühl mich selbst verloren zu haben. Ich fühle nichts mehr. ich funktioniere, klage aber ständig dabei. ich bin unglücklich und machtlos.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da kommen einpaar Dinge zusammen:
- Sie sind keine ganz junge Mutter mehr, Ihre Nerven leiden mehr, wenn Sie nicht schlafen können etc als mit Mitte 20.
- Ihr Wunsch ist in Erfüllung gegangen, aber es gestaltet sich schwieriger als gedacht und der Frust darüber nimmt zu
- Vielleicht sind Sie auch von sich enttäuscht, weil sie angenommen haben, dass Sie das mit mehr Leichtigkeit erledigen würden
Jedenfalls hat die Realität Sie eingeholt und Sie befinden isch in guter Gesellschaft. Den meisten "Erstlings-Müttern" geht es so, nicht zuletzt, weil Sie auf diesen Job nie vorbereitet wurden die Oma fehlt.

Den Sohn einmal die Woche abzugeben, ist schon mal gut.
Noch besser wäre es, gemeinsam mit anderen Müttern in ähnlicher Situation etwas zu unternehmen. Zusammen auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad kann immer mal eine schlafen während die andere die Augen offen hält, eine sich für zwei Stunden ins Bad verziehen, während die andere die Kleinen füttert etc.
Wenn nicht zusammen, dann können Sie auch wechselweise die Kinder betreuen "Kindertausch" sozusagen. Wobei zusammen den Vorteil hat, dss Sie erkennen, dass auch die andere Muter mit den selben Problemen kämpft wie Sie. Damit fühlt man sich schlagartig nicht mehr wie eine versagende Rabenmutter, sonst kann sich selbst die Unfähigkeit / Ungeduld / was auch immer besser vergeben.
Kinder profitieren von einer weiteren Kontaktperson.

Die Mütter lernen sie genau dort kenne, wo ich Sie vorhin hinschicken wollte: Auf dem Spielplatz, im Schwimmbad, in der Krabbelgruppe, wenn es so etwas bei Ihnen gibt. Es gibt auch Müttertreffs, vor allem in der Stadt.

Lassen Sie Ihren Mann wenn möglich außen vor bitten Sie ihn, konkrete, kleine Jobs zu übernehmen. Ich würde gern in Ruhe meine Haare waschen und meine Nägel machen. Könnten Du eine Stunde den Kleinen übernehmen? Wenn er ja sagt, hat er ein Bussi verdient und egal wie es nach der Stunde ausseiht, bedanken Sie sich dafür. Auch wenn sie vielleicht anfangs drei mal im Bad gestört werden, er wird das lernen und nach einer Weile wird er es vermutlich genießen.

Machen Sie sich keine Vorwürfe.
Dass Ihnen das passiert, ist normal.
Kopf hoch, es ist gar nicht so schwer, da raus zu kommen, sobald man sich traut, "die andere mit dem kleinen Kind" auf einen Kaffee einzuladen. Der Rest ergibt sich von allein, weil man ins Reden kommt und sich die Lösungen dann schon finden.

Übrigens: In einem Jahr kommt er schon in den Kindergarten und Sie haben jeden Morgen "frei"!!!

Mit freundlichen Grüßen - Dr. Schaaf