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Arzt-Psychotherapeut
Arzt-Psychotherapeut, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 219
Erfahrung:  allg. Medizin, Verhaltenstherapie, mehrjährige Erfahrung in stationärer und ambulanter Psychiatrie
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Arzt-Psychotherapeut ist jetzt online.

hallo, ich bin was man eine sogenannte quartalalkoholiker

Kundenfrage

hallo, ich bin was man eine sogenannte "quartalalkoholiker" nennt.
vor 2 jahren habe ich eine 2 monatliche therapie in einer suchtklinik durchgefuehrt.
jetzt bin ich rueckfaellig geworden und hab ca. 1 woche lang fast rund um die uhr getrunken,
ich kann schon keinen alkohol mehr riechen, mir graut und trotzdem halte ich mir die nase zu und schuette in mich hinein,
heute hab ich noch nichts getrunken, bin aber so schwach und aufgeblaeht und depressiv.
ich moechte mich jetzt mal schnellstens entgiften! weil ich einfach koerperlich nicht mehr kann
koennt ihr mir einige tips geben?
danke
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Arzt-Psychotherapeut hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragensteller/In,

 

in der jetztigen Situation nachdem sie rückfällig geworden sind und wie sie geschrieben haben seit 1 Woche wieder getrunken haben, ist davon auszugehen, dass sie vom Alkohol auch körperlich abhängig sind. Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Rückfälle (auch trockenen Alkoholikern nach Jahren) passieren können. Wichtig ist aber so einen Rückfall so schnell wie möglich zu durchbrechen. D.h. aufhören zu trinken und einen Entzug zu machen. Dabei ist es dringen empfehlenswert diesen Entzug unter Überwachung für einige wenige Tage in einem Krankenhaus mit der Unterstützung von Medikamenten zu machen, da bei einem "kalten" Entzug zuhause im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Komplikationen (Entzugsdelir, Entzugskrämpfe (wie epielptische Anfälle) auftreten können. Nach erfolgtem körperlichen Entzug im Krankenhaus (das kann jedes Krankenhaus sein, muss nicht zwingend eine psychiatrische Entzugsklinik sein) sollte immer eine weitere stationäre oder ambulante Entwöhnungsbehandlung (in einer Spezialklinik) beim Psychiater oder auf Suchterkrankungen spezialisierten Psychologen erfolgen. Zusätzlich haben sich auch Gruppentherapien (Alkoholbehandlungsgruppen) und Selbsthilfegruppen (die bekannteste sind hier die AnonymenAlkoholiker) als sehr hilfreich erwiesen.

Auch gibt es Medikamente, die es einem erleichtern können, wenn man entzogen hat alkohoabstinent zu bleiben wie zB Antabus oder Campral.

 

Man kann also einiges tun, um sein Alkoholproblem wieder in den Griff zu bekommen. Wichtig ist immer, dass man mit guter Eigenmotivation dabei ist, auch versucht mit ärztlicher/psychologischer Hilfe herauszufinden, warum man Alkohol trinkt und wie man diese schädliche Verhaltensweise durch andere besserer Verhaltensstrategien ersetzen kann. Dann wird man immer weniger rückfällig werden.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft bei ihrem weiteren Weg

hoffe mit diesen Auskünften geholfen zu haben

und verbleibe mit freundlichen Grüssen

 

Arzt-Psychotherapeut

M.M.

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