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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Meine Situation ist sehr verfahren. Ich bin Professor, befinde

Kundenfrage

Meine Situation ist sehr verfahren. Ich bin Professor, befinde mich zur Zeit in meiner Ferienwohnung in Prackenbach und habe seit 8 Monaten Angst an meinen Dienstort Aachen (ca. 600km Entfernung) zurückzukehren. Ich kämpfe seit längerem mit Depressionen. War früher auch in Behandlung bei Prof. Saß in Aachen, habe auch jetzt tel. Kontakt zu ihm. Ich nehme zur Zeit keine Medikamente und kapsle mich sehr ab. Jetzt hat mir die Hochule zu einer amtsärztl. Untersuchung in Aachen bestellt und mich aufgefordert mich krankschreiben zu lassen oder es würde disziplinarisch gegen mich vorgegangen. Hier in der Umgebung von Prackenbach habe ich wenig Vertrauen in Ärzte und habe mich daher bisher nicht krankschreiben lassen. Ich schwanke immer hinundher zwischen mich nicht nach Aachen fahren zu trauen (obwohl ich mich hier im Umkreis von 100km gut bewege) und hier im Prackenbach auch kein Vertrauen habe einen Kontakt zu einem Arzt herzustellen. Und je mehr Zeit vergeht, desto verfahrener wird die Situation in der Arbeit. ich weiß bald nicht mehr weiter. Wie kann ich mich überwinden einen Schritt nach vorne zu machen. Habe nur noch Angst, daß alles was ich aufgebaut habe kaput geht.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Zunächst einmal ein paar ganz klare Worte : Für eine Krankschreibung ist es völlig egal, ob Sie dem Arzt irgendein Vertrauen entgegen bringen können oder wollen. Hier könnten sie zu einem X-beliebigen Bereitschaftsdienst fahren (oder besser sich fahren lassen). Allein, dass sie in dem Entscheidungsproblem stehen, das zu tun oder sein zu lassen spricht für eine sehr ausgeprägte depressive Problematik.

Ich habe aber den Eindruck, dass da ein zusätzliches selbstdestruktives "Programm" bei ihnen am laufen ist. Es wäre ja mit der Vorkenntnis ihres Krankheitsgeschehens nun nicht so schwierig, zu Prof. Saß in die Klinik zu fahren. Ggf. Antidepressiva zu nehmen oder andere wirksame Therapieoptionen. Aber so ganz scheinen sie dem nicht zu trauen, oder aber sie legen es darauf an, nicht mehr in die Uni zu müssen.

Ich habe vor einigen Monaten einen Kollegen von ihnen als Klient gehabt, der in einem ähnlichen Dilemma war. Seine eigenen Ansprüche an Wissenschaft kollideren extrem mit dem Lehrauftrag und der Realität an der Uni. Ich habe versucht, ihm ein völlig anderes Erklärungsmodell für Depressionen nahe zu bringen. Stellen sie sich dazu ein Schwimmbecken vor. Dort sammeln sich emotionale Belastungen wie Schwebeteilchen am Boden. Unzulänglichkeiten, Kritik, emotionaler Lärm und Sondermüll aus der Umgebung. Ich denke, sie wissen was ich meine.

Nun würde normalerweise in der Nacht eine Art Putzroboter da abtauchen (im Traumschlaf) und sauber machen. Sensible Menschen haben aber leider mehr Müll am Becken bzw. zu wenig Schlaf. Das System verschlackt.

Antidepressiva machen den Müll nur sichtbarer (ist das vielleicht ein Grund, warum sie die Medikamente nicht nehmen ?). Und statt wie die Psychiater sagen, wird es halt immer schlechter und nicht besser : Weil einfach bei jeder neuen Situation der alte Dreck aufgewirbelt wird.

Diese Art von Depressionen muss man völlig anders behandeln nach meiner Meinung. Antidepressiva und Psychotherapie sind schön und gut. Ich würde aber den Dreck beseitigen, indem ich den Traumschlaf am Tag immitiere.

Könnten Sie mir beschreiben, wie es sich anfühlen würde, wenn sie schon einen Schritt nach vorn gemacht hätten ? Was für ein Wetter wäre da ? Wäre es Tag oder Nacht ? Sonne oder Regen ? Nebel ? Welche Jahreszeit ist da ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich verstehe dieses nicht wirklich:

Könnten Sie mir beschreiben, wie es sich anfühlen würde, wenn sie schon einen Schritt nach vorn gemacht hätten ? Was für ein Wetter wäre da ? Wäre es Tag oder Nacht ? Sonne oder Regen ? Nebel ? Welche Jahreszeit ist da ?

Was meinen Sie damit`?

Wenn mich die Uni rauswirft, dann kann es nur noch Regen, Nebel und Finsternis für mich geben, weil ich dann arbeitslos, ohne Gehalt, Job bin und für eine solche Situation bisher keine Perspektive sehe. Und wenn ich es nicht schaffe nach Aachen zurückzufahren wird das wohl passieren. Oder wenn ich nicht zum Arzt gehe, dann werde ich rausgeworfen, weil ich weiterhin unentschuldigt (und ich tue dies schon 8 Monate) dem Dienst fernbleibe.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich verstehe das nicht.

Könnten Sie mir beschreiben, wie es sich anfühlen würde, wenn sie schon einen Schritt nach vorn gemacht hätten ? Was für ein Wetter wäre da ? Wäre es Tag oder Nacht ? Sonne oder Regen ? Nebel ? Welche Jahreszeit ist da ?

Was meinen Sie damit?

Wenn ich weder nach Aachen komme, noch zum Arzt, dann wird mir die Hochschule den Job wegenehem und ich stehe auf der Straße, ohne Gehalt, etc. Das kann doch nur Regen, noch mehr Depression Nebel ergeben????????????????????
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Stimmt. Sie haben mich missverstanden.

Zunächst einmal :
Bestellen Sie jetzt ein Taxi
Lassen sie sich zur ärztlichen Bereitschaftsdienstpraxis fahren
Schreiben sie sich krank und schicken den Wisch an die Uni

Dies ist völlig unabhängig von dem Problem der Depressionsbehandlung oder der Frage, ob sie wieder in die Uni wollen oder können.

Mit der Frage des Wetterbildes meinte ich das Wetter, wenn sie den ersten Schritt schon zum Positiven gemacht hätten. Bildlich gesprochen : Aufklarendes Wetter.

Ich weiss, dass es für sie derzeit nicht vorstellbar ist. Aber ich habe neulich ein 16 jähriges Mädchen behandelt. Sie beschrieb mir Depressionen wie eine Comicwolke , aus der es regnet. Sonst überall Wolke. Aber die schwarze Wolke verfolgt sie.

Wir haben diese animierte Wolke dann mit Augenbewegungen verarbeitet bzw. auf einem Zeitstrahl überall dort Wolken vorgestellt, wo das Gefühl schon mal war und dann mit Augenbewegungen verarbeitet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man ihre Form von Depressionen gut behandeln kann. Die Entscheidung, ob sie dann an die Uni zurück wollen oder können, sollten sie treffen können, wenn sie gesund sind. NIcht in dem derzeitigen Gefühls- und Entscheidungstief.

Daher : Ab zur Krankschreibung !

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