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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, ich kann nicht mehr! Ich bin 35 Jahre alt, Mutter

Kundenfrage

Hallo,
ich kann nicht mehr!
Ich bin 35 Jahre alt, Mutter von 2 Kindern und eigentlich ganz gut organisiert.
Seit einiger Zeit ist in meinem Leben der Wurm drin.
Meine Mum hat Seit 2001 Krebs. Erst Brustkrebs, dann die Lunge und nun Mengiosis Carzinomatose. Bis letzten Dienstag ging es Ihr noch relativ gut. Dann ist sie ins Hospiz gekommen und sie hat von einem auf den anderen Tag abgebaut. Ich muss dazu sagen, das es nicht das Hospiz war in welches sie gerne wollte.
Nun habe ich vom Hospiz in welches sie möchte die Rückmeldung bekommen, das sie diese Woche dahin verlegt werden kann. Nun weis ich nicht, ob das so gut für sie ist und ob sie es überhaupt Kräftemässig noch schafft.
Naja, ich fragte sie und sie will unbedingt in dieses ander Hospiz.
Habe also alles was nötig ist in die Wege geleitet.
Nunja das ist nicht alles. Meine Schwester leidet an der Tuberösen Sklerose und ich habe Angst, sie packt das alles nicht. Mein Vater ist vor 4 Jahre Tod umgefallen und meine Schwiegermutter sagt nur wir sind nicht belastbar, sie hat schliesslich 4 Menschen bis in den Tod gepflegt.
1. Warum habe ich nur noch in Extremsituationen Gefühle?
2. Ich habe mächtige Verlustängste, wie bekomme ich diese in den Griff?
3. Gibt es irgendwo Unterstützung die ich Anfordern kann? Mein Mann ist zwar auch da, aber der muss ja schliesslich in Schichten arbeiten.
Versuche meine Kinder und den Haushalt so gut es geht hin zu bekommen, aber den Verfall meines Haushaltes bekomme ich schon mit.

Gruss

Sandra
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Sie sind in einer wirklich fürchterlichen Extrembelastungsssituation, die ihre Anpassungs- und Erholungsmöglichkeiten bei weitem übersteigen muss. Das würde es wohl bei jedem Menschen, der in einer solchen emotionalen Belastung steckt.

Sie bräuchten eigentlich Ent-Lastung. Zeit für sich, Zeit zum trauern und verarbeiten. Aber sie müssen immer weiter und weiter funktionieren.

Ich habe lange gezögert, zu antworten. Weil es so komplex ist und man an so vielen Stellen eine Hilfe ihnen wünschen würde. Aber die ist eben so schwer online zu geben.

Zunächst würde es ihnen gut tun, sich aussprechen zu können. Menschen,die sie verstehehen können. Hospize haben häufig einen Verein bzw. eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich genau hierfür engagieren. Häufig, weil sie genau in der gleichen Situation wie sie waren. Ich glaube, hier wäre am ehesten eine Unterstützung auch in ganz lebenspraktischen Dingen für sie zu erwarten.

Das sie Gefühle nur noch in Extremsituationen haben, ist eine Art Schutzmechanismus ihres Gehirns. Man kann ihn Depression, vielleicht auch Dissoziation nennen. Ihr Gehirn legt eine Art Branddecke über alle Gefühle. Nur noch ganz extreme Gefühle kommen da durch bzw. ins Bewusstsein an.

Die Verlustängste sind sicher derzeit schwer in den Griff zu bekommen. Weil sie sich nicht nur auf die jetztige Situation beziehen, sondern vermutlich viele viele Hilflosigkeitserfahren aus der Vergangenheit mit aufgewirbelt werden. Am ehsten würden derzeit andere Menschen, die es gut mit ihnen meinen, diese Verlustangst mit auffangen können. Eher im Sinne von Trost und Beistand.

Die Unterstützungsmöglichkeiten sollten sie direkt mit dem Hospitz absprechen bzw. ggf. auch ihren Hausarzt informieren und klären, ob hier nicht über die Pflegekasse bzw. die Krankenkasse eine Hilfestellung möglich ist.
Ich drücke ihnen feste die Daumen, dass sich bald wieder sonnigere Zeiten für sie einstellen.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

meine Mutter ist am 19, Juni gestorben.
Alle haben geweint nur ich nicht.
Ich habe die Beerdigung orgenisiert, die Wohnung ausgeräumt und übergeben, die Karten ausgesucht und verschickt, mich dabei um meine Kinder gekümmert etc.

Letzte Woche haben wir in der Schweiz Ihre Asche verstreut. es war für mich ein schöne serlebnis der Freiheit (freier kenn ein Mensch nicht werden) Meine Schwester hat doll geweint. Hat nicht verstanden das ich das so toll fand und mir Vorwürfe gemacht.

Natürlich bin ich auch traurig. Meine Mutter fehlt mir! Ich habe nun niemanden mehr um über das zu reden was mich nervt.

Wenn ich es bei jemanden anderes versuche kommen Sätze wie:
Stell dich nicht so an,
Andere Leute haben auch Probleme,

Weis nicht wie ich meine Gefühlsschwankungen am besten erklären soll.

Letzten Sonntag war meine Schwiegermutter zu Besuch.
Ich habe sie gefragt, ob es Ihr möglich wäre ab und an mal auf meine Tochter (1 Jahr aufzupassen) da ich einen 400 Euro Job annehmen wollte.

Sie sagte:" Nein, das kann ich nicht, ich arbeite 3-4 x in der Woche Nachmittags wie Du weist und die Morgende brauche ich für Einkäuf, meine Wohnung, Onkel ..., oder eben für mich. Ich habe einen 14 Stunden Tag und da habe ich keine Lust auch noch soetwas zu machen."

Und wenn die Kleine ja bei Ihr war, wäre es ja auch nicht damit getan, danach müsste sie ja ertsmal 2 Std. Ihre Wohnung aufräumen.

Wie gesagt ich hatte sie gefragt ob sie das gelegentlich machen könnte.

War danach sehr trauig und niedergeschlagen. Es war aber nicht das Nein zu meiner Tochter, sondern im inneren fragte ich mich, was diese Frau wojhl meointe, was ich so den ganzen Tag mache.
Habe dann versucht mit meiner Schwester darüber zu reden, sie sagte nur ich soll mich nicht so anstellen.

Diese Traurigkeit habe ich oft.

Gruss

Sasi