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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Wenn ich aus dem haus gehe, einen termin habe oder in einem

Kundenfrage

Wenn ich aus dem haus gehe, einen termin habe oder in einem geschlossenem gebäude bin (einkaufen, arztbesuch etc.), wird mir übel, schwindelig und ich muss ständig auf die toilette. zur beruhigung nehme ich ständig eine flasche wasser mit, da ich angst vor flüssigkeitsmangel habe. ich trinke zwar keine unmengen, aber ich achte darauf genug zu trinken. meine mutter meinte, ich hätte vielleicht eisenmangel. habe mir also tabletten besorgt. aber es hat sich nicht gebessert. wenn ich abgelenkt bin und nicht daran denke, angst zu haben, dass ich umkippe, dann geht es. entschuldigung, wenn dies jetzt vielleicht etwas verwirrend geschrieben war, aber es lässt sich nicht einfach erklären.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Die Frage ist ja schon im Bereich Psychiatrie gepostet, so dass sie vermutlich selber schon wissen, dass sie eine Angststörung haben werden, oder ?

Die angst vor geschlossenen Räumen bzw. auch Weite nennt man Agoraphobie. Sie kann mit und ohne sog. Panikattacken auftreten. Mit Eisenmangel hat das (wahrscheinlich) nichts zu tun. Allerdings kann ein empfindsames vegetatives Nervensystem schon eine Rolle spielen. Empfindsame Menschen haben häufiger solche Probleme. Eigentlich geht es aber darum, dass ihr Gehirn bestimmte körperliche Reaktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Engegefühl in der Brust etc, besonders intensiv registriert bzw. als Anzeichen von Gefahr interpretiert. Damit achtet man stärker auf alle körperlichen Veränderungen. Und es wird eine Anspannung und Angst erzeugt, wenn man Abweichungen registriert.

Wenn dann (beispielsweise bei vorbestehendem Flüssigkeitsmangel) und Erschöpfung in einem engen Raum mal ein Benommenheitsgefühl auftritt,merkt sich das Gehirn diese Situation und bewertet sie als Alarm und Gefahr. So entsteht dann ein Teufelskreis der Angst.

Blöd is jetzt, dass sich die Angst in immer mehr und mehr Situationen ausweitet.
Die Therapie besteht in einer Verhaltenstherapie . Dabei erlernen sie Entspannungsmethoden wie die Progressive Muskelentspannung und gehen selber durch Protokolle von Gedanken, Gefühlen und körperlichen Situationen den Auslösern und Ursachen auf den Grund. Schliesslich lernen sie sich den Angstsituationen gestuft zu stellen und sie damit zu bewältigen.

Medikamentös könnte man ggf. mit einem Antidepressivum, das auch gegen Angst wirkt (wie SSRI = Cipralex oder ähnliche) eine Linderung erzielen.

Sie sollten sich an ihren Hausarzt wenden und dort zunächst eine Abklärung von möglichen Schilddrüsenerkrankungen, Schwindelursachen (Shellong-Test, EKG, Blutdruck) mache lassen. Vermutlich wird da alles o.K. sein. Dann kann der Hausarzt sie an geeignete Fachärzte oder Psychologen weiter vermitteln.

Gute Besserung !
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Kann ich ihnen sonst noch weiter helfen ? Sonst bitte die Frage mit Akzeptieren abschliessen. Vielen Dank !

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