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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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mu alles mit Medikamenten sein

Kundenfrage

was halten Sie davon das Medikament Abilify einem 10 jährigen Jungen zu verabreichen der mit Risperdal schon schlechte Erfahrung gemacht hat.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag !

Zunächst einmal ist offiziell weder Risperdal noch Abilify ein Medikament für ADHS und auch sonst eben eher mit Vorsicht bei Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Immerhin gibt es aber Erfahrungen und auch Studien. Sie beziehen sich auf Kinder, die sehr labil im Sinne von starken Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Impulskontrollstörungen und auch Aggressivität sind. (Im Bereich ADHS nennt man das dann auch ADHS plus). Ob dann dieses Medikament wirkt, ist so eine (berechtigte) Frage. Ich persönlich bin da kein grosser Anhänger.

Das Problem ist halt nur, dass es für sie als Familie eben schwer auszuhalten sein dürfte bzw. ein sozialpädagogisches Vorgehen über die Jugendhilfe und eine Kinder- und Jugendpsychotherapie vermutlich bisher auch nicht zum Ziel führte.

Es sollte also ein kombiniertes Vorgehen von Medikation, Psychosozialer Betreuerung und Entwicklungsförderung des Kindes und auch Famiientherapie erfolgen. Notfalls auch eine Unterbringung in einer Jugendhilfeeinrichtung, wenn diese Schritte so nicht fruchten.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das Problem ist ja das mir keiner genau sagen kann was mein Sohn eigentlich hat.Es klappt zu Hause es klappte auch nachmittags in der Tagesgruppe, nur in der Schule da wo es am wichtigsten ist klappt es nicht und dabei geht er schon auf eine Schule für sozial emotinale Schwächen.Er ist ein aufgeweckter und auch sehr cleverer Junge redet sich aber häufig um Kopf und Kragen (angeberisch) warum andere Kinder nichts mit Ihm zu tun haben wollen.Und wenn dann noch eine Aufgabe gestellt wird die Ihm nicht zusagt, dann diskutiert er so lange rum nur um Sie zu vermeiden.Mein Problem an der ganzen Sache ist halt das die Ärzte sagen sie vermuten eine posttraumatische Belastungsstörung in kombination mit einer Angststörung, aber sie können es nicht genau sagen, wollen aber schon nach 2 Wochen die er in der Tagesklinik ist mit Medikamenten anfangen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das ist in der Tat nicht so ganz zu verstehen. Eine PTBS ist ja auch eine Angststörung. Üblicherweise würde man schon die Symptomatik spüren bzw. eben triggern können, d.h. durch bestimmte Auslöser treten die Flash-Back / Angstattacken auf.

Dann wäre aber diese Medikation nun nicht so indiziert. Gibt es denn einen Bericht aus der Schule ? Diskutieren ist ja kein Symptom von PTBS ...
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Dort steht das er in mündlichen Phasen des Unterrichts meist aufmerksam und interressiert mitarbeitet und eine hohe Merkfähigkeit beweist, nutzt diese Verhaltensweise aber oft um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.Auf Anweisungen der Lehrkräfte reagierte er oft unangemessen und unsachgemäß, sodaß oft Diskussionen entstanden.Bekam er die Aufmerksamkeit nicht oder seine Aussagen wurden widerlegt, wurden die Diskussionen abgebrochen und er reagierte aufbrausend und aggressiv.Er versuchte dann durch Drohungen Menschen zu verletzen oder Gegenstände zu zerstören seinen Willen zu bekommen.Profilieren störte stark dabei, ein kontinuierliches Verhältnis zu seinen Mitschülern aufzubauen.Trotz häufiger mangelnder Mitarbeit, beherscht Er den Unterrichtsstoff einwandfrei, nur sein Schriftbild muß sich noch deutlich verbessern.

Im Sportunterricht zeigt er häufig unsportliches Verhalten,agiert weder mannschaftsdienlich noch ist er daran interessiert, eigene sportliche defizite zu respektieren oder aufzuarbeiten.Die schule vermutet einen zu starken Medienkonsum, obwohl ich dem Widersprechen kann da er nur 1Stunde täglich Galileo mit uns gemeinsam guckt und eine Stunde am Tag DS spielen darf.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wurde mal ein IQ-Test gemacht ?
Er könnte entweder auch eine Hochbegabung haben und sich schlicht langweilen. Oder aber, er hat einen anderen Denk- und Wahrnehmungsstil als die anderen Kinder. Er scheint ja nicht doof zu sein, nutzt aber die Schwächen im System geschickt aus. Was letztlich zur Katastrophe wird.

Es könnte sich um eine Probleme der Entwicklung handeln, die so ca im 5-7. Lebensjahr mit der Akzeptanz von Autoritäten und Regeln zu tun hat. Wenn die Kinder das in diesem Zeitraum nicht "akzeptieren" depotenzieren sie Eltern oder Lehrer. D.h. sie reagieren nur, wenn sie eine Person als Vorbild und Autorität akzeptieren. Sonst tanzen sie auf der Nase rum.

Ihm könnten beispielsweise asiatische Kampfsportarten, freiwillige Feuerwehr oder andere Institutionen mit klaren Hierarchien helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja ei IQ Test ist gemacht worden und er lag im Bereich Arbeitsgedächnis bei 105 ,im bereich Verarbeitungsgeschwindigkeit bei 103 , im Bereich gebundenes Logisches Denken bei 86, und bei Spachverständnis bei 97 sodaß sich ein Schnitt von 95 ergab der im Normalbereich liegt.

Die vorgeschichte meines Sohnes ist etwas schwierig da er wahrscheinlich mitbekommen hat wie ich von seinem Vater misshandelt wurde und sein Vater dann auch lange Zeit abwesend war (er war Papakind),darum vermuten Sie ja auch in der Tagesklinik eine PTBS und weil er nicht über Gefühle und Ängste spricht und wenn man Ihn darauf anspricht man Romane erzählt bekommt, die aber nichts mit dem Thema zu tun haben nur damit er davon ablenkt und nicht drüber sprechen muß

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was sein kann ist, dass er dann mit bestimmten "Typen" Probleme bekommt und getriggert wird. Es wäre keine klassische PTBS, aber als Diagnose doch nicht von der Hand zu weisen.

Ich hätte eine Idee, wie ich persönlich vorgehen würde. Das ist aber keine offizielle PTBS-Behandlung und leider gibt es auch keinen Therapeuten, der so arbeiten würde.

Aber ich skizziere es mal trotzdem :
Stellen sie sich mal einen Gummiball vor. Der reagiert im normalen / warmen Zustand flexibel, wenn man ihn auf dem Boden wirft. Er kann Dellen wegstecken.
Anders, wenn er alt oder aber "gefroren" wäre. Wenn er also hart wird. Dann kann er nicht so leicht in seine flexible Form zurück. Er tut auch weh, wenn man auf ihn trifft. Bei ihrem Sohn ist es so, dass sein inneres Emotionssystem durch äußere Einflüsse verhärtet. Er kann dann nicht mehr flexibel sich einer Situation anpassen.

Hier hat ein Freund von mir (J. Drischel in Gifhorn, siehe www.emoflex.de) eine Arbeit mit inneren Bildern entwickelt. Dazu würde man nun exemplarisch eine Situation bearbeiten, die für ihn schwer ist. Sagen wir mal, einen Lehrer oder ein Fach, bei dem er besser sein könnte, wenn der Lehrer "anders" wäre. Dazu sollte ihr Sohn dann sich in diesen Lehrer hineinversetzen wie ein Stimmenimitator. Und dann das Lebensgefühl dieses Lehrers in Bildform beschreiben. Bei Kindern würde ich fragen : Welches Obst oder Gemüse passt dazu ? Wäre es roh oder gekocht ? Sauber oder dreckig ? Riecht es ? Welche Farbe hätte das Gemüse (da kann eine Tomate lila aussehen). Wie gross oder schwer wäre es ? Bewegt sich die Form ?

Dann macht man 10 Augenbewegungen von rechts nach links (oder tippt abwechselnd auf die rechte und linke Schulter). Damit verändert sich das Bild. Es wird entemotionalisierter.
Über die gleiche Methode kommt man dann vergleichsweise leicht an die Auslöser in der frühen Kindheit ran. Weil diese Erlebnisse quasi immer und immer wieder aktiviert sind. Wenn sich ihr Sohn eine Zeitleiste vorstellen würde auf der überall da, wo dieses Gemüsegefühl schon mal war, würde man ganz viele Punkte erkennen können. Die werden aber immer und immer wieder gleichzeitig AKTIVIERT. Deshalb reagiert er in einer scheinbar banalen Situation so extrem. Es werden einfach alle früheren Situationen mit aufgerufen. Er kann das dann nicht steuern.

Das ist in der Tat sowas wie eine PTBS, weil es nicht erlernt sondern "erschreckt" ist. Es wird nur mit Abilify nicht besser. Soviel Neuroleptika kann man gar nicht geben, dass dieser ganze Altmüll nicht aufgerufen wird. Über innere Bilder könnte man vergleichsweise leicht das Problem lösen. Nur leider ist das kein offizielles Therapieverfahren...
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke das gibt mir nochmal einen anderen Blickwinkel und ich werde einer medikamentösen Therapie erstmal nicht mehr zustimmen und sehen ob man das nicht auch anhand intensiver Therapeutischer Betreuung hinbekommt.Haben Sie nicht zufällig eine Praxis in der Nähe

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Ich werde den Therapeuten mal Ihre Methode vorschlagen, mal sehen wie sie reagieren.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Leider arbeite ich "nur" in einer Klinik und dann eben meist mit älteren Jugendlichen und Erwachsenen. Das Emoflex-Verfahren ist sehr ungewöhnlich (aber auch ungewöhnlich erfolgreich) und bisher leider noch nicht weit verbreitet. Es ist quasi ein Eigengewächs. Man kann es aber sehr gut selber anwenden und dann als eine Art Selbsthilfetool verwenden. Es hilft ja auch, wenn man als Eltern etwas weniger gestrest reagieren kann. Dafür helfen die Workshops im Sinne von Stressbewältigung auch sehr gut. Viel Erfolg !

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