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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, ich bin 40 Jahre alt, weiblich und leide seit 3 Jahren

Kundenfrage

Hallo,
ich bin 40 Jahre alt, weiblich und leide seit 3 Jahren unter Depressionen, Angst- und Panikstörungen.
Vor drei Jahren fing alles zunächst mit körperlichen Symptomen (Atemschwierigkeiten, Hyperventilation, Klossgefühl im Hals usw.) an.
Nach einer Arztodysse und jeder Menge Lorazepam landete ich dann glücklicherweise bei
einem Psychater.
Ich begann eine Analyse wegen einer Depression mit Schwerpunkt auf meinen traumatischen Kindheitserlebnissen und bekam paralell Cipralex. Nach ca 7-8 Wochen trat eine Besserung ein.
Nach ca 2 Jahren schlich ich das Antidepressivum aus.
Ich hatte auch in der Therapie das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein.
Nach und nach traten auch schon unter Cipralex Panikattaken auf. So gesellte sich noch die Angst- und Panikstörung dazu.
Ich habe Probleme in Aufzüge, öffentl. Verkehrsmitteln, Tunneln, engen Räumen usw.
Da ich Flugbegleiterin bin wurde nach 2,5 Jahren ein Arbeitsunfähigkeit festgestellt.
Alles plätschert so vor sich hin bis ich vor ca 3 Monaten meinen ersten Flug (innerdeutsch) machte.
Auf dem Rückflug bekam ich eine Panikattacke.
Seitdem bin ich wieder ganz unten.
Permanentes Weinen, Angst, Schuldgefühle, Sinn- und Hoffnungslosigkeit sind wieder in meinem Leben.
Neben Lorazepam bekam ich Sertralin (100 mg morgens). nach 8 Wochen kam noch Aponaltropfen (25mg abends) zum ausschleichen von Lorazepam und gegen meine extremen Schlafstörungen hinzu.
Mittlerweile nehme ich morgens und abends noch 0,25 mg Lorazepam.
Allerdings geht es mir nach nun 12 Woche mit den Antidepressiva subjektiv immer noch sehr schlecht. Ich spüre keine maßgebliche Erleichterung und meine Gedankenspirale dreht sich unaufhörlich weiter.
Auf mehrmaliges Bitten hin die Medikation doch zu ändern möchte mein Arzt auch weiterhin daran festhalten.
Sehen sie in Hinblick auf die Medikation noch andere Möglichkeiten.?
Ich muß immer öfter am Tag wieder Lorazepam nehmen, um irgendwie durch den Alltag zu gelangen.
Und gerade von diesen Dingern will ich ja weg!
Ich hoffe auf ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß
A. Glaser
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Das Problem ist sicherlich nicht medikamentös befriedigend zu lösen. Das Problem aus meiner Sicht ist einerseits die jahrelange Lorazepamgabe bzw. die Angst vor der Angst und auch die Vermeidung der möglichen Auslöser. Ich vermute, dass sich die Erlebenisse inzwischen eher wie Traumata in ihr Gehirn gebrannt haben, so wie ein Daueralarm in einem Cockpit werden einfach zu viele mögliche Situationen als Alarm gesehen.

Lorazepam schaltet den Alarm aus (aber schon klingelt es woanders). Sertralin und Aponal helfen da auch nur bedingt. Sicher könnte man das System noch weiter dämpfen, z.b. mit Seroquel etc. Aber ist das wirklich sinnvoll ? Ich glaube nicht.

Ich würde zunächst das Alarmsystem mal "ausschalten" bzw. nach den möglichen "Knöpfen" suchen, die zur Daueralarmierung führen.

Wenn ihre Panik z.B. auf dem Rückflug eine Form hätte, wäre dieses Gefühl übersetzt in ein Bild eher schwer oder leicht ? rund oder eckig ? hart oder weich ? warm oder kühl ? welche Farbe passt dazu ? Bewegt sich die Form ?

Wo in etwa wohnen Sie denn ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für ihre schnelle Reaktion.
Zunächst muss ich jedoch klar stellen, dass ich das Lorazepam vor 3 Jahren nur die ersten Wochen bis das Cipralex wirkt genommen habe . Danach nicht mehr .
Erst seit dem Rückflug von Berlin und nachdem klar war, das ich wieder ein angsthemmendes Antidepressivum brauche nehme ich wieder das Lorazepam.
Die ersten Wochen ca. 3-5 mg pro Tag und mittlerweile bin ich bei 0,5 mg pro Tag.

Die Form der Panik würde ich am ehesten mit eine Welle vergleichen.
Sie rollt auf mich zu und verschlingt mich dann. Sie ist wie ein Sog der alles aus meinem Kopf wegspült, ich kann mich nirgends mehr festhalten und werde einfach mitgerissen.
Alle Hilfsmöglichkeiten fallen mir dann nicht mehr ein und wenn sie abebbt, dann ist es als ob ich kurz Luft holen kann und schon kommt die nächste.
Niemand kann mir dann helfen, ich weiss dann, dass nur ich allein damit fertig werden kann weil diese Angst nur in mir ist und niemand sonst sie sieht.
Das macht mich dann noch panischer. Die Angst gleich zu sterben ist dann unendlich...
Eine unglaubliche Hitze breitet sich dann in mir aus.
Kurz danach friere ich oft so, dass meine Zähne klappern.
Ich würde der Angst am ehesten ein grau-schwarz zuordnen.

Ich wohne übrigens in der Region um Darmstadt/Frankfurt.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Könnten Sie sich die Welle bildlich vorstellen ? Ggf. auch in Bewegung ?
Dann versuchen sie mal dabei 10 Augenbewegungen von rechts nach links dabei zu machen (oder tippen abwechselnd auf die rechte und linke Schulter). Augen zu und wieder auf.

Verändert sich die Welle ?



Schauen sie mal auf www.emoflex.de , da wird es näher erklärt. Übrigens findet am 20.5-22.5. in Langen bei Frankfurt dazu ein Workshop statt....