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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Abend, ich sorge mich momentan um meinen 23-j hrigen

Kundenfrage

Guten Abend, ich sorge mich momentan um meinen 2-jährigen Sohn, da er momentan unter massiven Ängsten leidet. Das Ganze geht jetzt schon 1 Woche. Er möchte plötzlich nicht mehr in die Kita (2 Tage pro Woche), obwohl er, wenn er dort ist schnell aufhört zu weinen - und eigentlich den ganzen Tag zufreden allein und mit den anderen Kindern spielt. Er reagiert auch nicht abweisend oder ungewöhnlich wenn ich ihn abhole, er rennt in meine Arme, wie immer.
Hinzu kommt, dass er sich ständig an mich klmmert, teilweise kann ich ihn nicht einmal mehr alleine in einem Raum in unserem Haus lassen oder auf dem Boden abstellen, er möchte in diesen Krisen permanent getragen werden. Er hat Angst vor Objekten (z.B. Kaffeemaschiene, Reiskocher) vor denen er vorher keine Angst hatte. Er spricht schon sehr viel und benennt immer wieder neue Dinge, von denen er sich fürchtet, sagt seinen Namen, und dass er Angst davor hat. Nachts schläft er aber gut. Jedoch fremdelt er auch und möchte auch dann auf meinen Arm und wendet seinen Blick von der entsprechenden Person ab und klammert sich ganz fest an mich. Ich stosse langsam an meine Grenzen und frage mich, was ich falsch mache.

Plötzlich hat er auch wieder Angst davor Treppen zu steigen, vor allem runter zu laufen - obwohl er das teilweise recht gut gemacht hat. Sein Selbstbewusstsein ist im Moment ziemlich klein - und ich möchte ihn gerne unterstützen wieder vertrauen in sich zu fassen.

Soll ich ihn permanent tragen? Ihn zeitweise aus der Kita nehmen? Soll ich den Kinderarzt aufsuchen?

Übrigens hat mein Sohn seit rund 1 Monat auch sehr heftige Wutanfälle, Trotzphase vielleicht, wenn er etwas nicht bekommt, was er möchte - oder wenn ihm etwas misslingt oder er etwas machen möchte, was ich nicht zulasse. Geht beides Hand in Hand?

Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ich kann nicht nur als Psychotherapeut, sondern auch als Papa von 2 Kindern im Alter von 6 und 8 ihre Sorgen gut nachempfinden.

Entschuldigen Sie , dass ich so nachfrage : Aber sind sie alleinerziehend ? Hat ihr Sohn in der letzten Zeit Trennungen oder Verlusterlebnisse in der Familie miterlebt ?

So aus der Schilderung denkt man an eine sog. Trennungsangst. Das ist (gerade in diesem Alter) eine mehr oder weniger normale Geschichte bei sensiblen Kindern. Allerdings kann es eben auch verstärkt werden, wenn die Kids merken, dass sich ihre Mutter Sorgen um sie macht. Die KInder spüren dann unsere Angst, was ihnen wiederum Angst macht.

Bis zum Alter von 2 bis 3 Jahren gibt es für ein Kind praktisch die Unterscheidung von Ich und Andere nicht. Es ist ganz selbstverständlich, dass Mama immer da ist. Irgendwann realisieren die Kinder, dass Prinzip "aus den Augen, aus dem Sinn" und es macht ihnen Angst, wenn sie das Gefühl für die Mama nicht mehr haben.

Hier kommt es auch darauf an, wie der KIGA und sie reagieren. Bei unserem Jüngsten war es beispielsweise so, dass ich ihn ohne Probleme zum Kiga bringen konnte. Bei meiner Frau war dann jeweils Panik und grosses Theater angesagt. Einfach, weil er zu ihr die engere Bindung hatte.

Die Kinder können und müssen lernen, dass die Trennungen o.K. sind. Und sie wiederkommen....
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für die Antwort, ich bin nicht alleinerziehend - aber mein Mann arbeitet zu unregelmässigigen Zeiten, d.h. ist eigentlich oft da - aber halt nicht regelmässig. Trennungen erlebt mein Sohn jede Woche wenn sein Stiefbruder (14 Jahre alt) 3-4 Tage in der Woche bei uns ist und dann wieder zu seiner Mutter geht. Meinem Sohn geht es am besten, wenn alle zusammen sind.

Aber es geht ja nicht nur, wie Sie meinem ersten Mail entnehmen konnten, nur um die Kita, sondern vor allem um die anderen Ängste.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja, ich habe es auf die Kita polarisiert. Es ist aber eben auch eine Phase der Entwicklung, dass die Kinder Ängste entdecken und durchleben müssen. Hinzu kommt da eine lebhafte Traum-Phantasie mit. Je sensibler ein Kind ist, desto stärker ist das ausgeprägt.

Für ältere Kinder hätte ich ja schon eine Idee der Therapie, für einen so jungen Knirps ist es schwierig. Hier kann man eigentlich nur dafür Sorgen, dass sich in seinem Umfeld wenig Sorgen spüren lassen. Es könnte ihnen ggf. helfen, ein Elterntraining gegen diese eigene Angst und Unsicherheit mitzumachen und sich eben mit Müttern auszutauschen, die genauso fühlen bzw. das schon erlebt haben.

Es ist wirklich nicht "krank" was ihr Sohn erlebt, aber es kann die Eltern vor Sorgen zermartern.