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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo! Brauche bitte dringend einen medizinischen Rat Ich

Kundenfrage

Hallo!

Brauche bitte dringend einen medizinischen Rat: Ich nehme seit einigen Jahren Mutan (bis jetzt täglich 40 mg) und seit ca. 8 Wochen (auf Anraten meiner Psychiaterin) 60 mg Mutan plus 150 Wellbutrin.

Seit ca 3 Wochen hab ich ständig das Gefühl, umzukippen.
Zuletzt war mein Blutdruck auf 85/60 gefallen und ich fast mit umgekippt.

Hab irgendwie das Gefühl, "überdosiert" zu sein.
Hab auch probiert, auf 40 mg Mutan wieder zu reduzieren - das halt ich aber nervlich nicht aus........

Jetzt weiss ich überhaupt nichts mehr.......

Soll ich die Wellbutrin weglassen, oder nicht.......
Soll ich die Wellbutrin lassen und die Mutan auf 40 mg reduzieren (fürchte aber, dass ich das wieder nervlich nicht aushalte)........

Hab heute mit meinem Hausarzt telefoniert - hat mir natürlich auch nichts genaueres sagen können.

Fühl mich besch.....

Weiss einfach nicht mehr was ich tun soll.......

Bitte um RASCHE Antwort und Hilfe!!!!

Danke, lg
Claudia
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Mutan ist eine sog Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Man kann das Fluoxetin (so heisst der Wirkstoff) durchaus 60 oder 80 mg dosieren, was man gerade bei Zwängen und schweren Depressionen häufiger macht.

Wellbutrin ist ein nicht ganz so geläufiges Antidepressivum mit einem anderen Ansatz. Das macht schon Sinn, wenn man Medikamente mit unterschiedlichem Wirkprofil kombiniert.

Man kann zwar nicht ganz ausschliessen, dass ihre Beschwerden Nebenwirkungen dieser Kombination sind. Typisch wäre es aber nicht.
Ihr Blutdruck ist niedrig, aber das machen diese Medikamente nun so eigentlich nicht. Eher würde ich die Beschwerden bei ihnen im Zusammenhang mit Angst sehen.

Ich erlebe bei meinen Patienten häufiger das Phänomen, dass Antidepressiva scheinbar ent-täuschend wirken. Wenn sich die Depression als Mantel über alle Gefühle "löst" (durch die Medikamente) geht es vielen zunächst erstmal schlechter. Es ist so als ob nun alle möglichen und unmöglichen Gefühle, die sich da angesammelt haben, nun bemerkbar machen. Das kann schwindelig machen...

Hier wäre eine gute psychotherapeutische Betreuung hilfreich.

Nun kann es aber eben sein, dass bei ihnen diese Medikamente einfach eben nicht wirklich helfen (weil sie eher antriebssteigernde und damit unruhig machend sind). Daher würde ich ehrlich gesagt eher auf andere Medikamentengruppen wie beispielsweise Opipramol oder Mirtazapin wechseln.

Gute Besserung !

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