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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, meine Freundin leidet unter Pseudologie und erkennt

Kundenfrage

Hallo, meine Freundin leidet unter Pseudologie und erkennt es nicht. Wie kann ich ihr helfen. Die Zeichen sind sehr sehr deutlich.

Grüße aus Bonn
Sascha
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !
Hier stellt sich die Frage, ob ihre Freundin zu einer Therapie bereit ist. Ob man nun von Pseudologie oder aber einer sog. Persönlichkeitsstörung spricht, sei erstmal offengelassen.

Häufig ist es so, dass bei Frauen mit geringem Selbstwertgefühl bzw. einer histrionischen oder aber emotional-instabilen Persönlichkeitsstruktur solche Muster zu finden sind. Manchmal auch, wenn in der Kindheit nun bereits Auffälligkeiten (z.B. ADHS oder aber traumatische Erfahrungen) bestanden.

Häufig ist es so, dass die "Einsicht" in das Verhalten eben nur bedingt vorhanden ist.
Da sie sich derzeit von ihnen getrennt hat (was nicht so ganz untypisch ist), frage ich mich, was sie erreichen wollen und können....

Wenn überhaupt müsste SIE ja aktiv Hilfe aufsuchen.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo, vielen Dank für ihre Antwort.Das ist genau das Problem, sie sieht garnicht ein, dass sie krank ist. Sie erzählt ein Märchen nachdem anderen und macht aus jeder Geschichte eine riesen Story. Die ganzen Geschichten drehen sich ausnahmslos um sie. Es wird gelogen und verheimlicht. So war es z.b. so, dass sie z.b. eine Haushaltshilfe hat, die man aber nie gesehen hat. Und die Wohnung erstens nicht danach aussah und zweitens für 60qm braucht man die nicht wirklich. Weiter hat sie mir über Monate hinweg verheimlicht das sie keinen Führerschein hat. Als ich es aufgedeckt habe, sagte sie es wäre ihr peinlich gewesen, ergänzte aber, das sie an den Wochenenden wo sie hier gewesen wäre jedesmal 400€ für ein Taxi ausgegeben hätte. Wir führten eine Fernbeziehung. Es wurde auch mal ein Schlaganfall der Mutter, den es nie gab oder ein eigener Asthamanfall der so nie passiert sein konnte erfunden. Entschuldigt hat sie sich nie dafür, sie sah es als selbstverständlich an.Ich mache mir ziemlich Sorgen um sie, da sie als Sozialpädagogin für`s Jugendamt arbeitet und da auch häufiger vor Gericht aussagen muss. Die Krankheit kennt keinen Unterschied zwischen Beruf und Privat. Was ich gerne hätte, dass sie sich hilfe sucht und ich möchte sie dabei auch unterstützen, weil sie sonst ein klasse Mensch ist. Seitdem ich das aber alles aufgedeckt habe und sie auf die Krankheit angesprochen habe ist die Beziehung beendet. Sie versucht auch mit allen Mitteln zuverhindern, dass jemand hinter die Wahrheit kommt und erfährt was hier passiert ist. Was sie mir immer gesagt hat, das ihre Mutter etwas gut zu machen hätte. Das Problem ist auch, dass wir 200km auseinander wohnen und ich keinen in ihrer Nähe kenne der mir helfen könnte. Aus ihrer Familie kenne ich nur ihre Cousine und ihre Mutter, wobei sie zu beiden aber keinen wirklich guten Kontakt hat. Sowieso gab es bei ihr so gut wie keine Freunde oder Bekannten. Ich bin da echt ratlos....... Ich würde die Beziehung gerne weiterführen und ihr auch gerne helfen, aber wie ?? Und habe ich überhaupt eine Chance ihr zu helfen ??

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein. Keine Chance.

So auf die Distanz werden sie immer hinter der Wahrheit herlaufen. Warum auch immer sie es macht , solange sie nicht richtig "auf die Schnauze fliegt", wird es weitergehen. Man kann darüber spekulieren, ob es bewusst oder unbewusst (oder sogar im Rahmen einer dissoziativen Störung) passiert. Aber sie wird immer wenn sie wieder ertappt wurde entweder ihnen das Blaue vom Himmel versprechen oder aber mit Kontaktabbruch reagieren.
Natürlich gefährdet sie ihren Beruf damit gehörig. Vielleicht muss es erst zum Rausschmiss kommen...

Sorry, aber da ist Hopfen und Malz verloren, solange sie nicht selber einen Leidensdruck hat.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich habe bereits überlegt, ob ich das dem Jugendamt vielleicht melden soll. Da von ihren Aussagen ja auch Urteile für Familien und Kindern abhängen. Aber ich will auch nicht das sie ihren Job verliert. Würde sie mir dazu raten oder soll ich mich besser ganz raushalten ??
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich würde mich raushalten, so schwer mir der Rat auch fällt. Sie könnten den Sozialpsychiatrischen Dienst am Gesundheitsamt informieren. Aber letztlich wird da auch keine akute Eigen- und Fremdgefährdung gesehen.

Zudem wird ihnen möglicherweise erstmal gar nicht "geglaubt", da sie ja als gekränkter Liebhaber oder so angesehen werden. Das ist schon eine vertrackte Situation...
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das stimmt, was ich vielleicht machen könnte, ihre Mutter darüber informieren, dass sie was unternimmt viel was anderes bleibt mir denke ich nicht.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Derzeit leider nicht. Das stimmt. Ob ihre Mutter da ansprechbar ist, könnte man ausprobieren. Das wäre ein guter Mittelweg.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dann werde ich das machen. Danke, sie haben mir sehr geholfen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern geschehen ! Trotz allem : Schönes Wochenende.

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