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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Meine Tochter ( 1,60 cm, 52 kg)hat seit dem 05.03.11 eine psychotische

Kundenfrage

Meine Tochter ( 1,60 cm, 52 kg)hat seit dem 05.03.11 eine psychotische Episode mit depressiver Ausrichtung. Seit dem 14.03.11 wird sie stationär behandelt und seit dem 05.03.11 ist sie in der Tagesklinik in der Gruppe sozialtherapeutischen Gruppe. Sie wird mit Abilify 15 mg täglich und mit risperdal 5 mg täglich behandelt. Desweiteren bekommt sie berlthyrox 25 mg wegen einer Schilddrüsenunterfunktion. Nach fast 9 Wochen ist sie meiner Meinung nach richtig depressiv und apathisch und kann sich auf nichts konzentrieren und bewegt ihre Arme nicht richtig beim Gehen. Können Sie mir einen Rat geben?

 

Arztdiagnose F. 23.0

Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Handelt es sich um eine erstmalige psychotische Episode ? Bestehen weitere Vorerkrankugen (z.B. Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen) ?

Es geht ja u.a. darum, ob es sich um einer Erkrankung aus dem Formenkreis der Schizophrenien handelt. Typisch ist da eine Prodromalphase (Vorphase), häufig aber auch eine depressiv gefärbte Negativsymptomatik mit Antriebsminderung und Konzentrationssstörungen.

Sicher kann man überlegen, ob es sich dabei zusätzlich um eine depressive Episode handelt, die man mit einem Antidepressivum (z.B. Cipramil oder Cipralex) behandeln sollte. Die Neuroleptika Abilify und Risperdal sind schon so gewählt, dass sie gegen eine Negativsymptomatik wirken sollen. Sicher kann man über die Dosis diskutieren, aber im Prinzip sehe ich die Problematik NICHT als Nebenwirkung der Medikation an.9 Wochen sind (leider) auch überhaupt noch kein Zeitraum, der eine Beurteilung zulässt. Man müsse nach einer akutpsychiatrischen Behandlung hier ggf. in einer RPK-Maßnahme (Rehabiliation für psychisch Kranke) die Rückkehr in den normalen Lebensalltag, Antrieb und auch Verarbeitung der Erkrankung selber fördern.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Meine Tochter ist 26 Jahre alt und die psychotische Episode war erstmalig. Davor gab es keine Antriebsminderung und Konzentrationsstörungen.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dann gilt (leider) Abwarten und hoffen, dass sich die kognitiven Leistungen wieder bessern. Was durchaus möglich und häufig der Fall ist.

Es kann aber eben leider auch sein, dass es eine wiederkehrende Problematik im Sinne einer Schizophrenie ist. Die Medikation soll ja gerade das Auftreten einer erneute Psychose verhindern. Es hängt jetzt davon ab, ob ihre Tochter noch inhaltliche und formale Störungen der Psychose hat. Danach wird sich auch ausrichten, welche Medikation man ihr für wie lange empfehlen wird.

Grundsätzlich ist an der Wahl der Medikation aber nicht zu rütteln. Sicher gäbe es auch andere Medikamente (z.B. Amisulprid), die meisten anderen Neuroleptika haben aber mehr Nebenwirkungen in Richtung Antriebsminderung.