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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Meine Schwester (41) vermutlich Borderline Syndrom

Kundenfrage

Meine 3 Jahre jüngere Schwester (41) zeigt Symptome des Borderline Syndroms. Seit sie ca. 17 Jahre als ist, haben sich die Schwierigkeiten der Familie mit ihr verstärkt. Eine Katastrophe in ihrem Leben reiht sich an die nächste. Die Abstände werden geringer. Sie redet davon, dass sie nur 42 wird und das schon immer wusste. Wie kann ich ihr helfen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Mit 41 Jahren dürfte ihre Schwester durchaus selber in der Lage sein, sich therapeutische und psychosoziale Hilfe zu holen. Richtig ist, dass es häufig zu Extremen bei einer Borderline-Störung kommt, zu Zwickmühlen und zu menschlichen und auch häufig finanziellen Katastrophen. Da wieder raus zu kommen ist wie das Aufstellen eines Zeltes mitten im Orkan.

Nur : Es bleibt das Leben ihrer Schwester. Sie ist dafür verantwortlich, egal was in ihrem Leben bzw. in ihrer Ursprungsfamilie passiert ist.

Borderlinerinnen schaffen es hervorragend, ihre eigene Hilfslosigkeit und innere Angst und Wut auf andere Menschen zu transportieren und ihnen Schuldgefühle einzureden.

Hier ist emotionaler Abstand aber ganz wichtig. Das Distanzieren also eine durchaus richtige Maßnahme !

Sie werden ihr nicht helfen können. Aber sie selber könnte sich an ambulante Therapeuten oder Schwerpunktkliniken für Borderline wie beispielsweise die Psychosomatik in Bad Bramstedt (Dr. Armbrust) wenden. Und dann auch tatsächlich hinfahren und bleiben.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke erstmal für diese erste Einschätzung. Ganz konkret stellt sich meinen Eltern und mir grade die Frage, ob wir sie mit unsere Annahme konfrontieren sollen . D.h. sollen wir es aussprechen, dass wir glauben , Sie leide am Borderline Syndrom? Bisher war die Äußerung meiner Eltern, sie würden sehen, dass es ihr schlecht geht und ob sie nicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen wolle. Ich wage gar nicht, etwas anzusprechen (sie hat eine katastrophale Ehe hinter sich, vermutlich, denn ich habe es bisher nicht über mich gebracht, sie danach zu fragen. Ich fürchte einen manipulativen Hassmonolog gegen ihren Exmann). Ihre Antwort war, sie würde etwas tun - aber es ist eine Kinesilogin, die sie besucht und die sie unserer Meinung nach in ihrer verzerrten Wahrnehmungen bestärkt. Herzliche Grüße, Annette
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn es nicht gesichert ist, würde ich auf keinen Fall von "Borderline" sprechen. Sondern eher ihre Stärken und Ressourcen und ihre zwischenmenschlichen Krisen und Probleme gegenüberstellen. Also das Verhalten beschreiben bzw. die dadurch ausgelösten Gefühle bei IHNEN.

Natürlich wird eine Kinesiologin kaum etwas für sie tun können. Zudem wird sich ihre Schwester vermutlich ja auch nur die Aussagen zu Herzen nehmen, die ihr gerade in den Kram passen. Das würde nun ein einer richtigen Psychotherapie nicht ganz so einfach gelingen.

Sie werden aber so oder so damit rechnen müssen, dass sie Hilfe ablehnt bzw. ihnen Vorwürfe macht.