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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Morgen, ich hatte letzten Oktober das erste Mal bewu t

Kundenfrage

Guten Morgen,

ich hatte letzten Oktober das erste Mal bewußt eine Panikattacke und wurde mit dem RWK ins Krankenhaus gebracht. Man sagte ich habe keinerlei körperliche Fehlfunktionen. Ich war vergangenes Jahr und davor in Behandlung wegen Depressionen und Suizidgedanken. In den letzten zwei drei Monaten traten dann in unregelmäßigen Abständen diese Angstattacken auf. Taube Beine, Übelkeit, Herzrasen, Ohnmachtsgefühl usw. Wenn ich in Menschenmengen, Einkaufshallen selbst im Auto bin steigt das Gefühl stetig an, bis dahin, dass ich mich entfernen muß. Nach diesen Attacken bin ich wie ausgezehrt und total leer. Mitterweile habe ich Wahnvorstellungen und sehr negative Gedanken, wie wenn ich jemanden umgebracht hätte, oder das jemanden durch mich etwas zustoßen könnte. Ich bin nicht fähig meinen Beruf auszuüben, habe aber Angst mich deutlich meinem Chef zu offenbaren. Ich kann nicht so weiterleben, meine Familie leidet und ich brauche dringend professionelle Hilfe. Mein Hausarzt würde mich sofort aus dem Arbeitalltag nehmen. Schlimm ist es immer auf dem Weg zur Arbeit. Die Fahrt im Auto und das ständige Gefühl gleich in die Hose zu machen. Wenn ich irgendwo bin, achte ich darauf, dass in der Nähe eine Toilette ist. Gibt es hier eine Hilfe schnell wieder ein normales Leben führen zu können?

Gruß

Günter Wand
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Ganz klar, so sind Sie nicht arbeitsfähig. Es ist nicht so ganz einfach, die Symptomatik genau zuzuordnen. Klar ist, dass es sich um eine Angststörung mit Agoraphobie = Vermeidungsverhalten handelt. Offen bleibt, ob es eine Generalisierte Angststörung ist, eine Panikstörung oder aber Depression und Angst gemischt mit einer präpsychotischen Symptomatik.

Das ist hinsichtlich der Beschwerden total egal. Für die Behandlung aber nicht.
Aus meiner Sicht sollte man sie quasi unmittelbar mit einem modernen Antidepressivum auf Grundlage der SSRI (z.B. Cipralex) oder Venlafaxin (Trevilor) behandeln. Die machen NICHT träge. Allerdings wirken sie auch nicht sofort bzw. nicht unmittelbar gegen die Angst. Hier wäre eine Psychotherapie indiziert, am ehesten auf Grundlage der Verhaltenstherapie.

Problem : Wartezeiten von mehreren Monaten.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, sie stationär zu behandeln. Hier wäre eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme oder noch besser eine Klinik mit Akutaufnahmemöglichkeit super. Auch hier müssen sie aber mit längeren Wartezeiten rechnen.

Ggf. hätte ich noch eine weitere Idee. Die würde aber nicht von den Kassen übernommen werden. Und hängt ein wenig davon ab, wo in Deutschland sie wohnen. Der Therapeut sitzt in Gifhorn....