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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Mein Sohn hatte von seinem 12ten-14ten Lebensjahr Rheuma und

Kundenfrage

Mein Sohn hatte von seinem 12ten-14ten Lebensjahr Rheuma und konnte deswegen nicht zur Schule. Er ist mental sehr stark, aber aüßerst sensibel. Er hat schon mehrere Stationen durch laufen Z.B. AWO "Aktiv ins Leben starten" und im Kolpinghaus Düsseldorf Sozialpädagogische Beratung. Trotz seiner inzwischen 18 Jahre ist er absolut unselbstständig. Für meine Begriffe hatte er während seiner Krankheit ein Erlebnis, daß sein Selbstverständnis stark beeinflußt hat. Dieses Geheimnis konnte weder ich noch sonst jemand aus ihm herauslocken. Nach seiner Einstellung ist ja alles ( inclus. seiner Person ) nutzlos, da er ja keine Perspektiven sieht. Sein absolutes Feindbild ist seine Mutter und seine Zukunft. Er ist absolut Drogenfrei und trinkt auch keinen Alkohol. Einziges Laster ist übermäßiges Rauchen. Da er keine Perspektive für sich und seine Zukunft sieht, befürchte ich, wenn er nicht schnelle Hilfe bekommt eine, wenn auch geringe Suizidgefahr. Sie können mich rund um die Uhr telefonisch erreichen.
Klaus Stolle
email :[email protected], Tel. mobil : 0173/2332423
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !
Leider ist es nach den AGB von Justanswer nicht vorgesehen über Telefon Kontakt aufzunehmen. Daher so meine Antwort. Ich habe in einer Rehaklinik viel mit Jugendlichen bzw. Jungen Erwachsenen zu tun. Schwerpunktmässig mit Essstörungen und ADHS, aber eben auch mit hochsensiblen Jugendlichen und Erwachsenen.

Beim Lesen habe ich gedacht : Vielleicht ist ihr Sohn in seiner emotionalen Entwicklung und emotionalen Reizoffenheit "anders" als Jungs in seinem Alter. Ich arbeite statt mit Worten (die eh Gefühle schlecht ausdrücken) können, eher mit inneren Bildern. Das ist dann eher wie das Defragmentieren einer Festplatte des PCs als "Gequatsche".

Eine andere Metapher zum Erklären wäre folgender Vergleich mit einem Schwimmbecken. In dem Becken sammeln sich über den Tag bzw. das Leben emotionale Be-LASTungen wie Schwebeteilchen am Boden ab. Unter Normalbedingungen würde das eine überschaubare Menge sein, die dann im Traumschlaf von einer Art Putzroboter gesäubert würde.

Nun gibt es Schwebeteilchen, die unter ALARM-Bedigungen entstehen. Sie erhalten einen Label (Markierung) toxisch ! Nicht löschbar. Wenn der Putzroboter da anstösst, entsteht eine Art Konfusion bzw auch Albträume oder Ängste. Auf jeden Fall verhindern diese Situationen sowas wie Lernen. Das sind Traumata bzw. erschreckte Erlebnisse, die nicht dem Lernen zugänglich sind (sondern getriggert werden).

Es ist schwer in Worte zu fassen, warum man dann nicht kann. Mit Bildern kommt man aber häufig überraschend einfach an diese Blockaden bzw. Traumata. Er müsste noch nicht mal verraten um welches Geheimnis es geht. Es könnte nur quasi "entschärft" werden, so dass es keine Blockade für das Leben mehr darstellt. Es könnte sein, dass diese Traumata bzw. Blockaden ihm buchstäblich die Sicht für die Zukunft verstellen.

Schauen sie mal auf www.emoflex.de (und ggf. auch auf die Workshopempfehlungen). Meine Erfahrungen mit dem Verfahren sind sehr gut (auch wenn es kein allgemein akzeptiertes Verfahren ist und noch recht neu ist).
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das bringt mich im Moment mal nicht weiter.
Da mein Sohn m.E. unter einer starken Persönlichkeitsstörung leidet,
habe ich mir von Ihrer Antwort eine Adresse erwartet, an die ich mich kurzfristig wenden kann, um schnellstmöglich qualifizierte Hilfe zu bekommen.
Gruß
Klaus Stolle
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dazu wäre die für den Wohnort zuständige psychiatrische Klinik zuständig. Dorthin könnten sie jederzeit mit ihrem Sohn fahren. Beispielsweise in den Rheinischen Kliniken http://www.rk-duesseldorf.lvr.de/ . Sowohl in der Abteilung Psychiatrie wie auch Psychosomatik arbeiten sehr qualifizierte Experten für Psychiatrie und Psychosomatik u.a. auch mit Erfahrung im Bereich Persönlichkeitsstörungen.

Wenn ihr Sohn - so wie sie es andeuten - selber aber keine Notwendigkeit oder Krankheitseinsicht zeigt, wird es schwierig. Dann wird man nur bei einer akuten Eigen- oder Fremdgefährdung handeln können. Sie schreiben aber selber, dass dies derzeit offenbar nicht der Fall ist.

An wen kann man sich dann wenden ? Zuständig wäre hier der Sozialpsychiatrische Dienst am Gesundheitsamt des Wohnortes. Auch hier werde ich sie enttäuschen müssen, weil dort zwar eine Beratung, selten aber eine konkrete Hilfestellung angboten werden kann.