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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Mein Freund ist in psychiatischer Behandlung seit mehr als

Kundenfrage

Mein Freund ist in psychiatischer Behandlung seit mehr als 2 Jahren. Er leidet an Depression Er ist beruflich eigentlich sebstständig, durch seine Depression und negative Erfahrungen in der Vergangeheit ist er nicht in der Lage, sich um seine Sebständigkeit zu kümmern. Er hält sich so gerade über Wasser. Wir wohnen aufgrund seiner "Probleme" getrennt. Wir sind seit 9 Jahren zusammen und so langsam verlässt mich die Kraft und die Hoffnung dass es sich irgendwann bessern wird. Ich denke mir oft dass er in eine andere Welt eintaucht (den Tag über) und wenn ich mit meinen Fragen über seine derzeitige Situation sprechen möchte dann ist er nach so einem Gespräch (wenn es überhaupt zu stande kommt) so fertig, dass er wieder keine Kraft zu gar nichts hat. Ich weiß nicht mehr weiter. Können Sie mir einen Rat geben? Denn ich kann die Ängste die ich habe nicht löschen. Kann es sein dass ich mit der Grund bin warum er sich nicht (für mich sichtbar) "weiterentwickelt"? vielen Dank XXXXX XXXXX die Hilfe
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wissen Sie , um welche Art von Depression es sich handelt ? Für mich klingt es fast eher nach einenr Persönlichkeitsstörung mit depressiven Symptomen, ggf. aber auch eine ADHS-Symptomatik mit Auswirkungen ins Erwachsenenalter.

Depressionen können ja in Episoden wiederkehrend oder aber als sog. Dysthymie (dann leichter, aber chronisch) auftreten. So wie sie ihn skizzieren, passt aber kaum etwas. Das "Wegtauchen" in eine eigene Welt spricht ja weniger nun für ein Gefühl der Gefühllosigkeit und inneren Leere. Eher für ein Problem, dass er den Kontakt zu "unserer" Realität nicht so ganz halten kann / will oder eher in eigenen Welten sich wohler fühlt, die aber an den Lebensanforderungne vorbei gehen.

Möglicherweise ist er aber auch eher "Kind" geblieben, d.h. kann sich nicht so an den Anforderungen des Alltags oder einer Beziehung orientieren, wie man es sonst vom Alter her erwarten würde. Dann beobachtet man leider häufiger das Phänomen, dass die Partnerin einen quasi "überholt". Selbstständiger ist , denkt und plant als man selber (was ja vor 9 Jahren vielleicht umgekehrt oder zumindest noch anders gewesen sein kann).

Es kann also indirekt schon sein, dass sie auch ein "Grund" sind. Nicht im Sinne von ursächlich oder gar schuldhaft. Sondern nur durch den Fakt, dass sie sich weiterentwickeln (und ggf. auch an Familie , Kinder etc) denken (müssen oder wollen) und er eben eher auf dem Stand von vor 9 Jahren verbleibt oder sogar kindlich in die Regression geht.

Das ist aber online wirklich schwer zu beurteilen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

nein ich weiß nihct genau um welch art von depression es sich handelt. Er will mit mir darüber auch selten sprechen.
Ich weiß nicht wie ich mit ihm gegenüber verhalten soll.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn er Hilfe abwehrt bzw. ablehnt, werden sie dies respektieren müssen. Es gibt keinen Weg einen anderen Menschen in Therapie zu zwingen.

Aber sie müssen sich es nicht gefallen lassen, dass er sich nicht helfen lassen will. Dann würde aber das Thema (vorrübergehende) Trennung anstehen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
er ist ja in einer Therapie. Nur ich soll davon so wenig wie möglich verfahren, aus Schutz dass ich mir keine Gedanken mache, bzw aus Schutz dass ich ihm keine Gegenfragen zur Therapie stelle. Ich glaube meine Erwartungen an ein "normalles" Leben ohne meine Ängste um ihn sind das eigentliche Problem. Es ist nicht leicht einen Menschen den man liebt zu sehen, der mit sich selber nicht zu frieden ist, aus meiner Sicht die Möglichkeit hätte sie aber nicht nutzen kann....

Vielen Dank für Ihre Antwort.

... man kann halt nicht alles im Leben haben und irgendwann muss auch ich überlegen was mir mehr Angst macht. Die Angst um Ihn und seine und unsere Zukunft oder die Angst dass ich selber daran kaputt gehe. Wahrscheinlich bin ich ebenso ein Kanditat für eine Therapie...
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich verstehe seine Haltung einfach nicht. Wenn sie so gut wie nichts über seine psychische Problematik wissen, aber ihn ja damit "aushalten" müssen, würde ich auch Sorgen bekommen.

Eine "einfache" Depression dauert nicht über 2 Jahre. Wenn es eher eine Dysthymie wäre, passt aber sein Verhalten auch nicht. Also bleibt eher eine Persönlichkeitsstörung bzw. Problematik mit Beginn in der frühen Kindheit. Da wäre es kein Luxus, sie in Gespräche mit einem Therapeuten mit einzubeziehen.

Weil es sie und ihn betrifft. Wenn er da blockt, ist es kein gutes Zeichen.

Vielleicht frage sie einfach mal, ob es nicht auch mal ein Angehörigengespräch bei seinen Therapeuten geben könnte ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nochmal vielen Dank für Ihre Antworten. Das Therapeutengespräch werde ich mal ansprechen.

Wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke gleichfalls !

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