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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, es ist nicht anz einfach zu schildern was mich bewegt

Kundenfrage

Hallo,
es ist nicht anz einfach zu schildern was mich bewegt oder was in unserer Famile gerade
passiert.
Es geht um meine Frau und in der nächsten Stufe natrürlich auch um uns
und die gesamte Familie.
Meine Frau hatte im Dezember die ersten Anzeichen einer Depression.
Ausgelöst durch eine akute Überlastung im Job (Lehrerin). Zu beginn war es überhaupt nicht möglich irgend ein Gespräch zu führen. Nach Wochen hat sie mir dann eröffnet das sie eine totale Antiebslosigkeit verspührt ( bleierne Schwere ), nicht in der Lage ist mir gegenüber irdenein Gefühlt zu spühren und das gleich im Hinblick auf die Kinder. Kurzum am liebsten würde sie weglaufen oder ausbrechen.
Das ganze ist jetzt 6 Monate her, der Besuch bei einer Phsychologin hat eine vernichtende Diagnose zur Folge gehabt.
Da stehen wir jetzt sie versucht sich selber zu therapieren, was nichts bringt und für mich kann sie gar nichts empfinden und gesteht sich selber ein noch immer eine Depression zu haben. Die ganze Sache beginnt meine Kräfte zu übersteigen, ich sehe unsere gesamte Familie auseinanderbrechen... mit den entsprechenden Scenarien am Horizont.
Was soll ich tun... Eheberatung??? immer vertrauen???
Frgaen über Fragen und die Zeit drängt.

Gruß
Carsten
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ich kann gut ihre Sorge nachempfinden. Es ist für Angehörige immer schwer, in einer solchen Anpassungsproblematik bzw. depressiven Symptomatik einer Mutter irgendwie die Balance zwischen Mitgefühl und Verständnis aber auch eigenen Grenzen zu wahren.

Welche "vernichtende" Diagnose hat denn die Psychologin gestellt ? Mir ist nicht ganz klar, warum ihre Frau sich nicht "vernünftig" behandeln lassen mag / kann. Dazu würde für mich auch eine Antidepressivamedikation und eine Verhaltenstherapie gehören. Angesichts der Schwere der geschilderten Symptome (und dem von mir vermuteten Beamtenstatus?) würde ich auch an eine stationäre psychosomatische Reha-Behandlung denken. Sie ist ja so nicht arbeitsfähig als Lehrerin, oder ?

Ich selber stelle mir Depressionen gerne wie Schimmbecken vor. Dort sammeln sich emotionale Be-LASTungen wie Schwebeteilchen am Boden des Beckens. Je mehr man so miterlebt, desto trüber wird das Becken. Bei einigen sensiblen Menschen entsteht sogar noch eine Art Staubsaugereffekt, weil sie die Belastungen von anderen Menschen quasi auch noch mitbekommen und entsprechend ablagern.

Eigentlich sollte nun in der Nacht im Traumschlaf eine Art Putzroboboter ausreichend tief und lange abtauchen und da saubermachen. Gelingt dies nicht mehr, versucht der Roboboter seinen Job tagsüber in Form von Gedankenkreisen bzw. Grübelneigung fortzusetzen. Natürlich wenig erfolgreich. Zudem ist man (bzw. ihre Frau) eben weniger ausgeruht und die Symptome der Erschöpfung nehmen zu.

Das Becken verschlackt förmlich.

Ich selber arbeite gerne mit inneren Bildern (obwohl Psychotherapeut halte ich wenig vom verbalen "Problematisieren"). Schauen sie mal auf www.emoflex.de und dort auf Innerer Raum. Ich mache bei Burnout und ähnlichen depressiven Problemen damit hervorragende Erfahrungen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

meine Frau hatte keinen Beamtenstatus da Privatschule. Burnout liegt sehr nahe.

Nach dem Zusammenbruch im Dezember hat sie Ihre Anstellung im Februar gekündigt.

Die Diagnose lautete stationäre Behandlung oder Tagesklinik. Die Therapeutin schloss eine "normale " Therapie mit Sitzungen etc. als nicht ausreichend aus.

 

Ich kann sie aber zu keiner Therapie zwingen es muss schon von Ihr kommen. Am liebsten würde sie sicher alles verdrängen, so einfach geht das aber nicht.

 

Was ich bräuchte ist ein Tipp wie ich sie zu einer Therapie bewegen kann ohne "panischen " Druch aufzubauen.

 

Gruß

 

Carsten

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es kann gut sein, dass derzeit eine ambulante Psychotherapie nicht ausreicht. Gerade wenn man dann zu Haus im Alltag zwischen den Sitzungen noch "funktionieren" soll.

Leider wird es keinen Wunderspruch oder Tricks geben, Sie in eine Therapie zu zwingen oder zu bewegen. Dazu muss man schon selber bereit sein.

Aus meiner Sicht hilft es noch am ehesten, wenn man seine eigene persönliche Betroffenheit und Hilflosigkeit offen ausspricht. Also in der Art : Ich habe Angst um dich und unsere Familie. Ich möchte nicht, dass du dir was antust. Ich kann es aber auch nicht ertragen, dich so depressiv und leidend zu erleben. Und ich möchte das auch nicht, dass die Kinder dich so erleben müssen.

Suche Dir Hilfe. Jetzt. Ich stehe zu dir.

Und dann eben wirklich schauen, dass sie in eine gute psychosomatische Fachklinik kommt. Wobei das einige Monate Wartezeit dauern kann.