So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
53212237
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, ich leide seit der Geburt meines Sohnes vor 5 Jahren

Kundenfrage

Hallo, ich leide seit der Geburt meines Sohnes vor 5 Jahren unter Zwangsgedanken/Angst (Angst, meinem Sohn etwas anzutun, mir etwas anzutun, Freunden..., Angst vor Schizophrenie etc.). Während meines stationären Aufenthalts (8 Wochen) wurde ich auf Paroxetin 40mg eingestellt. Es hat mir sehr geholfen und ich habe es nach zwei Jahren ausgeschlichen und war auch ohne medikament über ein halbes Jahr beschwerdefrei. Allerdings hatte ich dann Beziehungsprobleme und schon gingen die alten gedanken wieder los. Darum begann ich die Einnahme von Neuem. Mir ging es dann auch wieder einwandfrei. Vor einigen Wochen, ich arbeite als Lehrerin, gab es einen schlimmen Zwischenfall: Ein Junge aus meiner Klasse berichtete mir, dass er zu hause verprügelt wird, weshalb ich dafür sorgte, dass das Jugendamt eingeschaltet wird. Daraufhin drohte mir der vater des Kindes, mich umzubringen. Zwar hat sich das alles gelöst, doch seit beginn der jetzigen Osterferien kommen diese Gedanken wieder, obwohl ich paroxetin einnehme. Kann es sein, dass der Stress der vorhergehenden Wochen Auslöser dafür ist?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Ja, davon würde ich ausgehen.

Nach dem Diathese-Stress-Modell besteht bei psychischen Störungen fast immer ein Zusammenhang zwischen einer mehr oder weniger angeborenenen Veranlagung (oder Vulnerabilität) mit einer entsprechenden Empfindsamkeit (bei der Zwangsstörung nun im Bereich des Vorderhirns bzw. dem Serotonin-Systems) und eben Stresssoren bzw. Belastungsfaktoren.

Der Zwischenfall mit dem Vater wird nun zwangsläufig zu einem vermehrten Stress geführt haben. Man muss hier sogar überlegen, ob nicht sogar eine Traumastörung ausgelöst wird (oder aber dieses Ereignis wie ein Trigger, d.h. Auslöser, bei ihnen wirkt.

Wo wohnen sie denn in etwa ?
Ich hätte ggf. eine Idee für die Reduktion dieses Stresses neben der Paroxetin-Medikation. Dabei wird der Stress bzw. die Belastungen in Form von inneren Bildern einer Verarbeitung zugänglich gemacht.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich wohne in Süd-Ost-Bayern, im Landkreis Altötting. Ihr Vorschlag würde mich sehr interessieren.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bayern ist ein wenig weit weg von Gifhorn ....

Schauen sie mal auf www.emoflex.de und dort spezieller auf die Übung "Innerer Raum". Ein etwas ungewöhnliches Verfahren Stress und Irritationen in Form von abstrakten Bildern zu übersetzen und dann wie im Traum-Schlaf zu verarbeiten.

Ich bin zwar auch Verhaltenstherapeut, aber gerade bei ihrer Art von Problemen mache ich mit diesem Verfahren sehr gute Erfahrungen. Man kann es auch prima selber anwenden (bzw. ggf. einen Workshop mitmachen, was ich auch sehr empfehlen kann).

Ein anderer Gedanke (eher jetzt aus der Sicht eines Psychiaters) : Man könnte das Paroxetin ggf. vorrübergehend noch erhöhen....
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort! Das klingt sehr interessant und durchaus gut vorstellbar! Ich habe in der Klinik die progressive Muskelentspannung gelernt und ich bin seither in der Lage, gedanken abzuschalten und zu entspannen. Ich denke, dass so eine Art von Therapie durchaus in meinem fall Erfolg haben könnte. Ich würde ja am liebsten vom paroyetin "wegkommen", aber das gestaltet sich wirklich schwierig. Ich habe ein wenig bedenken die Dosis zu erhöhen, da ich bei 60 mg und kurzfristiger geringer Einnahme von Seroquel während des Klinikaufenthalts einen Krampfanfall hatte...40mg waren kein Problem.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Dann sollte tatsächlich die Medikationseinstellung ärztlich kontrolliert erfolgen, das stimmt.

Emoflex ist bei Ärzten (noch) total unbekannt. Es ist aber aus meiner Sicht theoretisch und vor allem in der Praxis total naheliegend, so zu arbeiten. Dahinter steckt eine sehr gute Theorie, aber vor allem sehr einfache Veränderungsmöglichkeiten.

Wenn man ein "Bild" von seinem Stress bzw. seinem Problem hat, muss man wirklich nur noch Augenbewegungen oder Rechts-Links-Stimulationen machen. Der Rest ist wie eine Art "Prozess".

Na ja, ganz so glatt läuft es nicht immer....

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie