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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Unsere Tochter hat das Borderline Syndrom. Wir haben nach fast

Kundenfrage

Unsere Tochter hat das Borderline Syndrom. Wir haben nach fast 20 Jahren erst vor ca.
3 Wochen wieder Kontakt zu ihr bekommen. Wir wissen erst jetzt was ihr fehlt. Wir haben
im jugendlichen Alter von ihr immer wieder versucht an ihre Therapeuten heranzukommen,
um evtl. auch eine Familientherapie zu machen. Wir wussten nicht, was man uns eigentlich
-direkt- vorwirft, nur dass wir die Schuld an ihrem Zustand haben.
Wie verhalten wir uns jetzt ihr gegenüber. Wir freuen uns riesig, die ganze Familie, dass
wir wieder Kontakt haben. Merken aber auch, dass wir vorsichtig sein müssen und sie
nicht überlasten. Wenn zuviel auf einmal auf sie zukommt, hat sie sofort ein P in den
Augen. Sie ist äusserst bescheiden und kann schlecht annehmen. Wir wollen sie nicht
überfordern. Sie kommt jetzt über Ostern 3/4 Tage zu uns, freiwillig.
Ihre Geschwister hat sie in der schlimmen Phase auch sehr gedemütigt, so wurde es
damals verstanden. Heute, nachdem wir zumindest etwas wissen, sehen wir vieles
anders. Sie hat in der ganzen Zeit Medikamente bekommen, die sie sehr beeinträchtigt
haben und viele Nebenwirkungen hatten. Seit einiger Zeit bekommt sie ein neueres
Medikament mit sie laut ihrer Aussage gut zurecht kommt und - wie sie sagt, sich selbt
fühlen kann. -
Danke XXXXX XXXXX Antwort - s.M.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Zunächst einmal klingt es sehr gut, dass ihre Tochter nun zu einer Kommunikation bereit ist und in tagesklinischer Behandlung ist. Noch besser wären sicher störungsspezifische Behandlungen, wie beispielsweise die Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Störung nach Linehan. Hierzu gibt es Kliniken und ambulante Therapieangebote. Ich selber habe lange in Bad Bramstedt in einer entsprechenden Psychosomatischen Klinik gearbeitet.

Ein "richtig" gibt es aber bei Borderline leider nicht. Typisch sind ja eben die "Zwickmühlen" und die extremen Schwankungen und Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertung von Personen und Hilfsangeboten.

Nun ist viel Zeit vergangen, ihre Tochter auch reifer geworden.

Wichtig wäre, im HIER und JETZT zu bleiben. Also möglichst nicht alte Kamellen von früher aufwärmen oder diskutieren. Wenn es zu Streit kommt, eine Art "Auszeit" vereinbaren. Also erstmal sich "abkühlen" lassen und dann das Gespräch fortsetzen.

Gut wäre auch, wenn es da vorher eine entsprechende Absprache gibt, sich so zu verhalten.

Zu viel Nähe wird vermutlich auch Probleme auslösen. Respektieren sie also, wenn sie Abstand sucht. Es ist ja erstmal ein Annäherungsprozess auf beiden Seiten.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.