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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Ich glaube mein Freund hat ein Burn-out-Syndrom. ich selbts

Kundenfrage

Ich glaube mein Freund hat ein Burn-out-Syndrom.
ich selbts komme aus dem medizinischen bereich und daher sind mir die Symptome bekannt. Mein Freund und ich sind seit 6 jahren zusammen. er arbeitet im einzelhandel und ist 23 Jahre alt. Im August letzten Jahres fing er mit einem förderungsprogramm an was ihn zum marktleiter ausbilden soll. Die Stelle als marktleiter macht er jetzt seit 3 Monaten (60 Stunden Woche und nebenbei das programm) und mir ist bereits im februar erhöter Stress aufgefallen. er hat dauerhaft kopfschmerzen und nimmt tabletten wie bonbons dagegen er ist immer müde wenn er zu hause ist selbst an freien tagen schläft er nur noch und hat sich extrem abgekapselt. Ich habe ihn schon mal meine bedenken gesagt aber er hat mich abgewimmelt.
Letzte Woche war er 7 tage auf einem Seminar auswärts und war bereits völlig fertig und genervt bevor er dort hin gefahren ist. Als er wieder kam meinte er dann plötzlich das ihm alles zuviel ist und erkeine Kraft mehr hat für Arbeit und Beziehung und hat sich jetzt bei einen Arbeitskollegen verschanzt. Er sagt selbst das er nicht mehr kann und macht doch jede 12 - 16 Stunden Schicht die man ihm gibt aus Angst andere zu enttäuschen und als Loser darzustehen. wie kann ich ihm helfen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Die entscheidende Frage ist ja eher, ob ihr Freund etwas machen möchte (oder kann). Sie selber werden ihm "nur" als Freundin zur Seite stehen können. Sie werden ja wenig an seiner Ausbildungsbelastung verändern können, sie werden ihn aber auch nicht therapieren können.

Sie schildern Symptome von einer sog. Anpassungsstörung mit depressiven Symptomen und körperlichen Beschwerden einer chronischen Stress-Reaktion. Das kann man auch Burn-out nennen, obwohl es diesen Begriff so eigentlich in der psychotherapeutischen Sicht kaum definiert gibt.

Ich sehe es häufiger wie in folgendem Vergleich : Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor. Dort sammeln sich über den Tag Be-LASTungen wie Schwebeteilchen , die sich dann am Boden zu einer Dreckschicht wiederfinden. Je mehr Stress und Belastungen, desto dunkler und belastender ist es.

Eigentlich sollte da jetzt in der Nacht eine Art Putzroboter abtauchen. Das wäre der Traumschlaf (REM-Schlaf). Wenn der Schlaf zu kurz wird oder aber zu viele Belastungen, dann wird es kritisch. Irgendwann verschlackt das Becken und es treten die von ihnen geschilderten Symptome auf.

Entweder man reduziert den Stress (schwer möglich)
Oder man erhöht die Freizeit bzw. Sport , Entspannungsmöglichkeiten (auch schwer durchführbar)
Dann könnte man den Schlaf verlängern ...
Oder aber ein Stressbewältigungsstraining machen (gibt es jetzt auch über 12 Wochen online)

Ich selber führe mit meinen Klienten eine Art "Aufräumprogramm" über innere Bilder durch, dass den Pool reinigt (ist ein wenig auch wie Defragmentieren einer zugemüllten PC-Festplatte). Schauen sie mal auf www.emoflex.de (und dort auf Innerer Raum).

Letztlich bleibt für sie aber eben nur, dass sie derzeit wenig Druck auf ihn ausüben sollten. Und eher freundlich Angebote für gemeinsame Aktivitäten in der raren Freizeit aussprechen sollten.