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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Ich arbeite als Case Manager in einer gr sseren Firma und schreibe

Kundenfrage

Ich arbeite als Case Manager in einer grösseren Firma und schreibe gerade an einer Arbeit, worin ich abwäge, ob ein Dolmetscher, die Vertrauensbildung zum Klienten/Patienten fördert oder gar verunmöglicht. Was haben Sie diesbezüglich für Erfahrungen gemacht? War es Ihnen eine Hilef oder eher hinderliche?

Besten Dank für Ihre kurze Stellungnahme.

Gruss Dana
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend bzw. schönen Sonntag !

Eigentlich ist die Aufgabe eines Dolmetschers ja die Vermittlung , nicht die Veränderung oder Beeinflussung der Beziehung (hier zwischen Arzt und Patient).

Es ist für einen Arzt die unmittelbare Voraussetzung überhaupt mit dem Klienten zu kommunizieren, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht ist ja auch keine Verständigung möglich. Somit auch keine Vertauensbildung, oder ?

Nun gibt oder gab es in meiner psychiatrischen Tätigkeit schon "Fälle", da ist es schwierig. Ich denke speziell an zurückliegende Asylfälle, in denen sich Klienten auf psychische Gründe, die gegen die Abschiebung sprechen, berufen. Hier ist zwangsläufig das Verhältnis zwischen Arzt und Klient bzw. auch Dolmetscher irgendwie angespannt. Simulation bzw. Dissimulation liegen nahe, dürfen aber nicht von vornherein angenommen werden. Der Dolmetscher ist fast immer ein Landsmann vom Klienten und (somit) auch in einer schwierigen Situation (immerhin hat er Bleiberecht, der Asylbeweber nicht). Das waren immer extrem unangenehme Situationen, die sehr wenig mit dem ärztlichen Beruf bzw. der Berufung zu tun haben, weil das Problem auf einer anderen Ebene angesiedelt war.

Sonst habe ich nur gute Erfahrungen mit Dolmetschern gemacht. Ich könnte mich nicht an einen Fall erinnern, in denen nun der Dolmetscher das Vertrauensverhältnis bzw. die Beziehung erschwert hätte. Insofern also immer Hilfe statt Hindernis
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Besten Dank für Ihre Stellungnahme. Es ist schön, dass Sie fast ausschliesslich positive Erlebnisse mit Dolmetschern hatten. Als CM ist es schwieriger, da nicht nur zu fixen Terminen miteinander gesprochen wird, sondern die Begegnungen sehr dynamisch sind. Dem CM wird es verunmöglicht, kurz per Telefon mal was abzuklären. Für den CM ist das Vertrauen die Basis des Erfolgs. Wenn kein Vertrauen entsteht, kann der ganze Werdegang der Genesung und Wiedereingliederung kaum gelenkt, gesteuert und geführt werden. Der CM degradiert zum Berater. Sie machen mir aber Mut und werde somit versuchen auch Fremdsprachige im CM aufzunehmen. Darf ich Ihre oben stehende Antwort für meine Arbeit benutzen? Darf ich auch Ihr Name nennen?
Besten Dank für Ihre Unterstützung.
Dana

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