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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Ich musste im Januar entscheiden, ob bzw. wenn ja wann mein

Kundenfrage

Ich musste im Januar entscheiden, ob bzw. wenn ja wann mein Vater (69 Jahre alt) (Leukämieerkrankung) auf der Intensivstation vom Beatmungsgerät abgeschaltet wird.
Mein Vater ist schließlich Anfang Januar in Kiel verstorben.
Dabei war ich 800 km von zu Hause von meiner Familie (Mann und drei Töchter im Alter von 17, 12 und 10 Jahren) entfernt; meine ältere Schwester war "emotional"nicht in der Lage diese Situation mit mir durchzustehen.

Zuvor hatte mein Vater mir vertrauensvoll alle Entscheidungen übertragen und eine Vorsorgevollmacht erteilt. Er war bereits im August 2010 erkrankt und so musste ich über eine Dauer von fünf Monaten und über eine Distanz von 800 km die Versorgung meines Vaters mit organisieren.

Gleiches passierte mir fünf Jahr zuvor mit meiner ebenfalls an Bauchspeicheldrüsenkrebs Krebs erkrankten Mutter (65 Jahre alt).

Meine beiden älteren Töchter hatten im vergangenen Jahr ebenfalls bzw. u.a. auch auf Grund der genannten Situation Probeem; die älteste Tochter bekam eine Agoraphobie mit Klinikaufenthalt von vier Monaten und die Mittlere verweigerte die Schule und war ebenfalls für vier Wochen in der Kinder- und Jugendpsychatrie.
Zuvor war alles in Ordnung und unsere Familie eine ganz "Normale".

Ich selbst bin auch berufstätig und konnte in dieser schweren Zeit Überstunden abbauen und mich um alle familiären Probleme kümmern.
Mittlerweile hat sich alles wieder beruhig und normalisiert.
Nur ich finde keinen Weg zurück in den Alltag und werde von Tag zu Tag trauriger und depressiver und ich erkenne mich selbst kaum wieder.
Ich weiß, dass ich etwas für mich tun muss; mein Hausarzt hat mir Psychotherapie empfohlen. aber auch dazu finde ich keinen Zugang. Und ich habe knicht einmal Antrieb, mich um entsprechende Ansprechpartner und Termine zu kümmern.

Meine Familie möchte wieder zum Alltag übergehen und vermisst wohl meine alte "Form".
Dabei fühle ich mich zunehmend unter Druck gesetzt.

Was können Sie mir raten ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bevor ich ausführlicher antworten kann , habe ich 3 Rückfragen :

1. Käme für sie auch eine Medikation als Unterstützung in Frage (bzw. wurde diese schon versucht) ?
2. Wo in etwa wohnen sie ?
3. Wenn sie selber mit einer herkömmlichen Psychotherapie bisher wenig anfangen konnten bzw. sich mit den langen Wartezeiten und Organisation überfordert fühlen, könnten sie sich einen alternativen Weg vorstellen ? Dazu würden Gefühle und Blockaden über innere Bilder ähnlich wie im Traumschlaf (nur im wachen Zustand) be- und verarbeitet). Setzt wenig Zeit , aber ein wenig Kreativität voraus.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo zu 1. Wurde nicht versucht, käme für mich eigentlich nicht in Frage
zu 2. In der Nähe von Karlsruhe
zu 3. Kann ich mir vorstellen
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
O.k..

Die Erklärung bzw. das Modell ist eigentlich ganz "plausibel" , aber doch merkwürdig.
Stellen sie sich dazu ein Schwimmbecken vor. Über den Tag bzw. das Leben sammeln sich dort emotionale Belastungen wie Schwebeteilchen, die zu Boden fallen. Bei dem einen Menschen mehr, beim anderen weniger.
In der Nacht müsste jetzt eine Art "Putzroboter" ausreichend tief und ausreichend lange dort abtauchen und sauber machen können. Sonst verdreckt der Pool bzw verschlackt.

Nun ist das Problem, dass emotionale Last, die unter Alarmbedingungen erlebt wird, vom Putzroboter nicht erfasst werden kann. Das ist wie Sondermüll, der Liegenbleibt.
Ein paar solcher Brocken im Pool sind nicht weiter tragisch, damit kann man umgehen (mit dem ein oder anderen Albtraum oder aber Ausweichstrategien).

Bei ihnen ist nun viel, sehr viel zusammengekommen. Emotionale Erlebnisse, die für sich eine Posttraumatische Belastungsstörung erklären könnten, d.h. eine durch Trauma ausgelöste psychiatrische Störung.

Wie kommt man jetzt wieder in "Form" ? Form ist ja schon ein "Form-Begriff", d.h. die Idee wäre jetzt wie im Traumschlaf ihrem Gefühl eine Form zu geben.

Der Einfachheit halber fangen wir mal mit dem erwünschten Zustand an (wären sie ein Ball, würden sie in einem gesunden Zustand quasi leichtere Prellungen und Dellen wieder wegstecken und in die alte straffe und begliche elastische Form zurück kommen).

Da ich selber gerade im Urlaub bin (ich tippe von einem Pool bei ca 30 Grad) fällt es mir vermutlich leichter als ihnen, sich ein Gefühl "besser als erwartet" vorzustellen. Also ein Zustand, der maximalen Handlungsfreiheit und Gesundheit.
Wenn dieses Gefühl ein Zimmer wäre, welche Farbe hätte dieses Zimmer ?
Welcher Fußbodenbelag wäre darin ?
Wäre es hell oder dunkel ?
warm oder kalt ?
Gehört ein Geräusch oder Geruch dazu ?

Wie würden sie sich fühlen, wenn sie in diesem Raum wären ?
Wäre das Gefühl eher schwer oder leicht ?
Rund oder eckig ?
Hart oder weich ?
Welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form ?

So....Viele Fragen. Können sie sich diese Form in dem Zimmer vorstellen ?
Dann machen sie einmal 10 Augenbewegungen von rechts nach links (oder tippen abwechselnd auf die rechte und linke Schulter). Augen zu und wieder auf.

Damit speichern sie quasi synästhetisch ein Gefühl an dieses Innere Bild und können es durch Vorstellung und wenige Augenbwewegungen wieder aufrufen.

Wie müsste sich die Form verändern, um ihr tatsächliches (Überlastungsgefühl) zu beschreiben ? Welche Farbe, Form etc hätte es dann ?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
O.k..

Die Erklärung bzw. das Modell ist eigentlich ganz "plausibel" , aber doch merkwürdig.
Stellen sie sich dazu ein Schwimmbecken vor. Über den Tag bzw. das Leben sammeln sich dort emotionale Belastungen wie Schwebeteilchen, die zu Boden fallen. Bei dem einen Menschen mehr, beim anderen weniger.
In der Nacht müsste jetzt eine Art "Putzroboter" ausreichend tief und ausreichend lange dort abtauchen und sauber machen können. Sonst verdreckt der Pool bzw verschlackt.

Nun ist das Problem, dass emotionale Last, die unter Alarmbedingungen erlebt wird, vom Putzroboter nicht erfasst werden kann. Das ist wie Sondermüll, der Liegenbleibt.
Ein paar solcher Brocken im Pool sind nicht weiter tragisch, damit kann man umgehen (mit dem ein oder anderen Albtraum oder aber Ausweichstrategien).

Bei ihnen ist nun viel, sehr viel zusammengekommen. Emotionale Erlebnisse, die für sich eine Posttraumatische Belastungsstörung erklären könnten, d.h. eine durch Trauma ausgelöste psychiatrische Störung.

Wie kommt man jetzt wieder in "Form" ? Form ist ja schon ein "Form-Begriff", d.h. die Idee wäre jetzt wie im Traumschlaf ihrem Gefühl eine Form zu geben.

Der Einfachheit halber fangen wir mal mit dem erwünschten Zustand an (wären sie ein Ball, würden sie in einem gesunden Zustand quasi leichtere Prellungen und Dellen wieder wegstecken und in die alte straffe und begliche elastische Form zurück kommen).

Da ich selber gerade im Urlaub bin (ich tippe von einem Pool bei ca 30 Grad) fällt es mir vermutlich leichter als ihnen, sich ein Gefühl "besser als erwartet" vorzustellen. Also ein Zustand, der maximalen Handlungsfreiheit und Gesundheit.
Wenn dieses Gefühl ein Zimmer wäre, welche Farbe hätte dieses Zimmer ?
Welcher Fußbodenbelag wäre darin ?
Wäre es hell oder dunkel ?
warm oder kalt ?
Gehört ein Geräusch oder Geruch dazu ?

Wie würden sie sich fühlen, wenn sie in diesem Raum wären ?
Wäre das Gefühl eher schwer oder leicht ?
Rund oder eckig ?
Hart oder weich ?
Welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form ?

So....Viele Fragen. Können sie sich diese Form in dem Zimmer vorstellen ?
Dann machen sie einmal 10 Augenbewegungen von rechts nach links (oder tippen abwechselnd auf die rechte und linke Schulter). Augen zu und wieder auf.

Damit speichern sie quasi synästhetisch ein Gefühl an dieses Innere Bild und können es durch Vorstellung und wenige Augenbwewegungen wieder aufrufen.

Wie müsste sich die Form verändern, um ihr tatsächliches (Überlastungsgefühl) zu beschreiben ? Welche Farbe, Form etc hätte es dann ?
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Frage wäre nun nur: diese Übung öfter durchführen ? wie lange ?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nee. Erstmal nur einmal. Es ist dann so, dass sich durch die Rechts-Links-Aktivierung bzw. Augenbewegungen eine Art "Bilderkino" bzw. Verarbeitung ergibt. Meinetwegen sowas wie Daumenkino. Bild nach Bild.

Zumindest gilt dies für die "negativen" Gefühle. Erreicht werden soll aber "nur", dass sich die Gefühle verarbeiten lassen, was derzeit durch den Schock- bzw. Alarmzustand, der an die Erlebnisse gekoppelt war, nicht möglich ist.

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