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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, meine Tochter hat Wahrnehmungsst rungen

Kundenfrage

Hallo, meine Tochter hat Wahrnehmungsstörungen und seit einigen Monaten einen sof. "Waschzwang": die Haut an ihren Händen droht aufzubrechen. Sie hat nach einer abgebrochenen Ausbildung im verg. Herbst das Berufskolleg I Soziales begonnen und verbringt somit 1/3 der Ausbildung in der Schule und 2/3 in einem Praktikum. Dies absolviert sie an einer Schule für geistig-und körperbehinderte Kinder (3.Schuljahr). Die Arbeit bereitet ihr Freude und sie erfährt durch die Kinder auch Selbstreflektion. Anna-Lena haben wir im Alter von 6 Wochen in Adoptionspflege genommen. Sie wurde zu dieser Zeit noch künstlich beatmet. Hat sich aber von einem spastischen Baby zu einer intelligenten jungen Frau entwickelt. Momentan ist es aber sehr sehr schwierig mit ihr auszukommen, da sie vereinbarte Regeln nicht einhält,: wie bsp.weise Hausaufgaben für die Schule zu erledigen, für ihre Dinge selbst Verantwortung zu übernehmen (Ordnung in ihrem Zimmer, in Unterlagen wie Versicherungen, Kontoauszüge etc.) Sie wirkt sehr zerrissen und unglücklich. Auch erzählt sie Dinge, von denen ich weiß, dass diese so nicht stimmen. Ich bin mit meiner Energie und Kraft am Ende. Ich weiß nicht mehr, wie ich ihr noch helfen kann. Wissen Sie mir Rat? Sollte ich versuchen sie zu einem Besuch bei einem Psychotherapeuten zu ermutigen? Was halten Sie von Familienaufstellungen? - Ich glaube, dass hier momentan auch viel aus der Situation des "Weggebenen worden seins" kommt. Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße<br/><br/>Ist meine Anfrage in Bearbeitung oder nicht?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Bevor ich ausführlicher antworte : Was genau meinen sie mit "Wahrnehmungsstörungen" ? Sieht oder hört sie Dinge, die nicht da sind (Halluziniationen) oder gibt es andere Formen von Denk- und Wahrnehmungsstörungen, die ihnen neben den Zwangsgedanken und -handlungen Angst machen ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie erzählt Dinge, die nicht stimmen; ist aber selbst absolut überzeugt, dass sie die Wahrheit sagt. Oftmals sind sowohl ihre Ansichten, als auch Aussagen absolut realitätsfremd.
Sofern wir gegenargumentieren, fängt sie an zu schreien.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Insgesamt klingt es für mich danach, dass sie aus welchen Gründen auch immer massiv emotional überfordert ist. Möglicherweise (obwohl sie schreiben, dass sie intelligent ist), aber auch intellektuell. Ich arbeite selber mit jungen Erwachsenen im Bereich ADHS und erlebe häufiger eine ähnliche Dekompensation, wenn sich Klienten eben nicht gegen Gefühle und Spannungen um sich herum abgrenzen können oder in Spannungen dort geraten.

Es ist gut möglich, dass die Arbeit ihre Tochter "triggert", d.h. alte nicht verarbeitete Traumata auftauchen und zu den Verwirrtheitsproblemen führen.

Nicht auszuschliessen ist aber auch, dass die Zwangsgedanken und -handlungen bis zu einer sog. psychotischen Dekompensation geführt haben.

So oder so : Sie sollte unbedingt psychiatrisch vorgestellt und dann kombiniert psychosozial, medikamentös und psychotherapeutisch (Verhaltenstherapie) behandelt werden.

Drigend würde ich zudem darüber nachdenken, ob man im Rahmen von berufsfördernden Maßnahmen in einem Berufsbildungswerk bzw. Berufsförderungwerk nach besseren Berufsfeldern für sie sucht.

Familienaufstellungen in einer derartige Situation sind streng kontraindiziert, d.h. würden zu einer weiteren Destabilisierung beitragen. Psychotherapie kann sinnvoll sein, wird aber eben nicht zeitnah sondern eher in einem Rahmen von 2 bis 5 Jahren eine Stabilisierung bringen. Daher sind jetzt eher Medikamente und Änderung des Bezugsrahmens im Beruf erfolgsversprechend.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke, ich werde sie in Gottes Hand zurück geben und darauf vertrauen, dass er uns
allen hilft, diese Situation zu überstehen und wieder glücklich zu werden.
Den Berufswunsch lässt sie sich nicht ausreden und ich habe auch nicht wirklich eine
Idee, wie ich ihr helfen kann. Seit fast 20 Jahren kämpfe ich für sie und kann einfach nicht mehr.

LG
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Auf Gott vertrauen und beten ist sicher eine hilfreiche Option, die ich aber doch durch eine fachpsychiatrische Meinung unterstützen würde. Gerade weil sie so lange und hart kämpfen und so viel durchgemacht haben. Wenn ihnen allein die Kraft fehlt, könnten sie sich auch durch den Soziapsychiatrischen Dienst am Gesundheitsamt unterstützen und beraten lassen.

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