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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Ich hoffe, hier an dieser Stelle richtig zu sein. Es geht um

Beantwortete Frage:

Ich hoffe, hier an dieser Stelle richtig zu sein. Es geht um meinen 6jährigen Sohn - er ist ein sehr kluges, temperamentvolles, neugieriges und fantasievolles Kind, das sich seit Babyalter an durch einen starken Willen auszeichnet. Nun zu meinem Problem: Seit letztem Jahr konnte ich bei meinem Sohn sowas wie ein sexualisiertes Verhalten feststellen. Zunächst brachte er aus dem KG neue Worterrungenschaften wie: Sex, sexeln, ficken mit. Da ich ja weiß, dass Kinder immer gerne mal die Reaktion der Großen austesten wollen, habe ich versucht, diese Wörter zu ignorieren (was mir manchmal auch gut gelingt). Was ich besorgniserregend finde, ist jedoch sein Verhalten. Sehr häufig, fast täglich, imitiert er Laute beim Geschlechtsakt (Stöhnen), er schiebt dann sein Becken immer vor und zurück (Stoßbewegungen), kaspert dabei rum und nennt dabei diese Worte. Wenn ich meinen Sohn mal umarmen will, versucht er mich mit seiner Zunge abzuschlecken, "will knutschen" und wollte mir desöfteren schon an die Brust greifen, wogegen ich mich immer vehement wehre. Ich schimpfe dann sehr mit ihm und spüre, dass ich sehr aggressiv dabei werde. Wenn ich ihn danach frage, warum er so etwas tut, dann kann er mir oft keine Antwort nennen. Manchmal meinte er, dass ihm sein Kumpel aus dem Kindergarten dieses beibrächte. -
Auch hat er meinem Onkel im Beisein meiner Tante und mir in den Schritt gepackt oder er lässt selbst seine Hosen runter, zeigt seinen Po und Penis und lacht sich dabei krumm. Ich habe deswegen das Gespräch mit den Erzieherinnen im Kindergarten gesucht. Sie sagten mir, dass er sich dort total normal verhält und diese Verhaltensweisen dort nicht zeigen würde. Nur zuhause lässt er "die Sau raus". Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir langsam echte Sorgen mache. Bei uns zuhause hat er sexuelle Handlungen nie mitbekommen. Woher hat er das? Ich habe die Mutter seines Kumpels auch schon darauf angesprochen, sie entgegnete, dass ihr Sohn sowas nicht machen würde....
Ist das nur eine Phase? Wie lange kann sie andauern? Wie soll ich mich meinem Sohn gegenüber verhalten?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Ich bin nicht nur Arzt und Psychotherapeut, sondern auch Papa von 2 Kindern im Alter von jetzt 6 und fast 8. Ich kann ihre Sorge gut nachempfinden.

"Normal" ist das hypersexualisierte Verhalten ihres Sohnes sicher nicht. Allerdings würde ich - wie sie es versucht haben - dem Problem möglichst wenig Aufmerksamkeit schenken ! Leichter gesagt als getan.

Kinder in diesem Alter ahmen gerne nach und gleichzeitig scheint bei den Jungs irgendwie ein Rebellen-Gen aktiviert zu werden. Sie provozieren bzw. testen die Grenzen an einer Stelle, wo die Eltern am meisten drauf anspringen.

Er scheint nun etwas aufgeschnappt zu haben, was "cool" ist und sich hervorragend zur Provokation eignet. Er ist schlau genug, es nicht im KG zu machen. Vielleich aber sogar dort etwas unterfordert und gelangweilt und es wäre Zeit, dass er in die Schule kommt ? Manchmal ist es gerade die Neugier bzw. eben auch Langeweile, die dann zu so einem Verhalten beiträgt.

Differentialdiagostisch würde ich auch an eine Störung mit oppositionellem Trotzverhalten denken (was aber so aus ihrer Schilderung nicht hervorgeht).

Anlass für eine Therapie sehe ich derzeit solange nicht, wie er doch die Grenzen zu anderen Kindern wahrt. Dann ist es (meistens) eine Phase, die auch wieder vorbei geht und durch andere Episoden (bei uns derzeit Star wars) und neue Provokationen (Ballerspielereien) abgelöst wird. Auch nicht soviel besser, aber weniger schambesetzt.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.