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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo. Mein Sohn ist an einer Zwangsst rung erkrankt war vergangenen

Kundenfrage

Hallo.
Mein Sohn ist an einer Zwangsstörung erkrankt war vergangenen August bis September für ca. 6 Wochen stationär in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marburg. Dort wurde eine Verhaltenstherapie mit ihm durchgeführt. Kurz vor der Entlassung stellte sich die Frage, ob ein Psychopharmakum gegeben werden sollte (vorsichtshalber wie mir gesagt wurde), da erfahrungsgemäss zwischen 4 bis 6 Wochen nach dem Aufenthalt eine "Krise" auftauchen könnte. Er bekommt seitdem das Medikament Fluvoxamin mit dem Wirkstoff Fevarin. Die Dosis wurde langsam von 100 mg pro Tag auf mittlerweile 200 mg pro Tag erhöht. Seinen Medikamentenspiegel habe ich vor zwei Wochen von meinem Chef checken lassen. Dieser Wert lag bei 144. Die behandelnden Ärzte in unserer Stadt nannten diesen Pegel "hoffnungslos zu niedrig". Allerdings bemerke ich mit jeder Dosissteigerung eine Veränderung bei meinem Sohn, die mir immer mehr Angst machen.
Letztes Wochenende kam es nach einer verbalen Auseinandersetzung mit ein paar Bekannten von ihm fast zum Supergau. Er kam völlig aufgelöst nach Hause, er hatte Alkohol getrunken, war am Boden zerstört und enttäuscht. Er hatte meinen Lebensgefährten und mich aus dem Schlaf gerissen und ich bat ihn mehrmals, etwas leiser zu sprechen. Er war wie gesagt völlig enthemmt und rannte in unsere Scheune. Er sagte, er hätte auf dieses ganze Leben keinen Bock mehr. Mein Freund und ich hatte allergrösste Mühe, ihn zu beruhigen. Er war völlig enthemmt und ich hatte Angst, dass er sich das Leben nimmt. Irgendwann hatten wir ihn soweit, dass er wieder in die Wohnung kam und haben mit ihm bis morgens um 5 Uhr geredet bis er sich dann schlafen legen konnte. Außerdem leidet er seit Medikamenteneinnahme unter sehr starkem Schwitzen und kann fast keine Nacht vor 3 bis 4 Uhr einschlafen. Der zuständige Arzt riet mir dass er diese Dosis weiter so einnehmen solle bis zu unserem nächsten Termin. Ich habe Angst, weil mein Sohn mir so wesensverändert vorkommt.
Wir wohnen in einem sehr kleinen Dorf auf dem Land. Mein Sohn ist letzte Woche 18 Jahre alt geworden. Ich freue mich, wenn Sie mir antworten.
M. Hohmann
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Die Behandlung einer Zwangsstörung ist medikamentös durchaus leitliniengerecht, wenn man auch oder gerade einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Fluvoxamin einsetzt. Dabei braucht man deutlich höhere Dosierungen als bei Depressionen. Wenn man ein drug monitoring mit Bestimmung des Medikamentenspiegels macht, sollte der Wert so bei 150 bis 300 liegen. Wenn er mit diesem Medikament aber so nicht klar kommt, muss man entweder die Einnahmezeiten oder aber auch das Präparat ggf. wechseln . Die Enthemmtheit würde ich aber weniger auf das Medikament und stärker auf den Alkohol und die Gesamtsituation zurückführen.

Leider ist aber die Medikation eben nur ein Baustein und eher sehr längerfristig HilfeHilfeangelegt. Heute wird man zusätzlich häufiger atypische Neuroleptika wie Seroquel einsetzen, gerade bei Schlafstörungen und Zwängen. Ggf. wäre auch ein Versuch mit dem Schlafhormon Melatonin (z.B. Circadin 2 mg) zu überlegen, damit mache ich gute Erfahrungen.

Gab es in der frühkindlichen und späteren Entwicklung Hinweise auf ADHS oder andere Begleitstörungen ?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
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