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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe vor 7 Jahren das erste Mal Paroxat 20mg

Kundenfrage

Guten Tag,

ich habe vor 7 Jahren das erste Mal Paroxat 20mg eingenommen bei Depression mit Angst- und Panikstörung. Damals vertrug ich das Medikament sehr gut und es half auch wunderbar. Hatte allerdings Gewichtszunahme von 10kg. Setzte es vor 3 Jahren ab und kam gut ohne zurecht und lebte mit gelegentlichen Unruhezuständen und teilweisen Panikattacken.
Ende 2009 hatte ich ein Zervixkarzinom und wurde anschließend hypochondrisch. Bin beruflich auch ständig mit Palliativpatienten beschäftigt, so dass die Hypochondrie dadurch verstärkt wurde. Zunehmend schlichen sich wieder Unruhe und Panik ein. War bis Februar 2010 für 3 Monate in einer psychiatrischen Tagesklinik und dort ging es mir sehr gut. Seit 4 Wochen arbeite ich wieder und habe auch starke partnerschaftliche Probleme - es entwickelten sich starke Panikattacken und bis zur vorletzten Woche auch Unruhezustände. Ich habe daher mit meinem Psychiater besprochen, wieder Paroxat, zunächst 10mg, zu nehmen. Seit 4 Tagen nehme ich es ein - begann morgens - war dann aber stark nervös und völlig unruhig, so dass ich es lieber abends einnahm, um tagsüber gut arbeiten und Auto fahren zu können. Leider habe ich diesmal anscheinend Nebenwirkungen - fühle mich sehr müde, dennoch unruhig, Panik weiterhin vorherrschend, starke Nervosität kurz nach der Einnahme und Schwindel.
Nun meine Fragen: Ist das Medikament tatsächlich noch geeignet für mich oder sollte ich abwarten, bis Wirkung eintritt und die Nebenwirkungen nachlassen?
Wie lange kann es dauern, bis die Nebenwirkungen verschwinden?
Ich möchte nicht mehr zunehmen, mache aber auch viel Sport, damals machte ich noch keinen Sport - kann also Sport der Gewichtszunahme entgegenwirken?
Habe viel über Opipramol mit anscheinend guter Verträglichkeit gelesen - ist das grundsätzlich besser bzw. geeigneter?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort!

C.G.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, auf eine Medikament "zu setzen", mit dem sie gute Erfahrungen gemacht haben.

Die derzeitige Unruhe und Anspannung hat ja auch viel mit dem beruflichen Umfeld zu tun (gerade deshalb nehmen sie ja auch wieder einen medikamentösen Schutz). Ein SSRI wie Paroxat ist da genau richtig und ihre Zieldosis sollte auch wieder bei 20 (bis 40 mg ) liegen.
Nun ist es so, dass bei 10 mg sehr wohl Nebenwirkungen, selten aber ein ausreichender Wirkeffekt zu beobachten ist. Und eben die Abgrenzung von ursprünglicher Beschwerdesymptomatik zu Nebenwirkungen schwer ist. Erfahrungsgemäss dauert es 10-14 Tage in ausreichend hoher Dosis (20 mg) bis man eine Wirkbeurteilung machen kann.
Gewichtszunahme ist eher eine etwas untypische Nebenwirkung. Es kann indirekt dazu kommen, wenn das innere Alarmsystem quasi auf Entspannung gestellt wird und der Appetit quasi ungezügelt wieder kommt. Hier wäre dann ein Ernährungsplan und ausreichend Sport ein Ausgleich bzw. Prophylaxe.

Opipramol ist nicht schlecht gegen Unruhe. Aber in Hinblick auf ihre Angst vor Gewichtszuname eher ungünstiger als ein SSRI. Zudem ist die Wirkung sicher nicht besser als ein SSRI in ausreichender Dosis. Es ist kein schlechtes Medikament, wäre aber eher bei Schlafstörungen und Angst zu empfehlen. Sonst sind sie mit einem SSRI wie Paroxat schon richtig behandelt (wenn auch eine begleitende Psychotherapie dabei ist)

Warten sie noch 1 Woche und sprechen sie ggf. eine Dosiserhöhung an. Dann erst würde ich an eine Wechsel der Medikation denken.

Gute Besserung !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort, welche mich gut aufgeklärt hat.

Ich bitte noch kurz um eine Ergänzung: Zu welcher Gruppe gehört Opipramol, da es ja entgegen meiner Annahme kein SSRI ist und worauf wirkt es?

Herzliche Grüße!

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist eine gute Frage .... Man ordnet Opipramol eher den sog. tricyclischen Antidepressiva. Aber so ganz passt es da auch nicht rein. Es hat sowohl eine Wirkung als Antidepressivum, ein wenig aber auch wie "Tranquilizer". Aber so ganz in eine "Schublade" einordnen kann man diese Substanz nicht einordnen.

Es wirkt allgemein "beruhigend" und angstlösend.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie keine Rückfrage mehr haben, würde ich mich über das Akzeptieren der Antworten freuen. Vielen Dank !

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