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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Abend! Ich bin Lehrerin an einer Grundschule. Eine unserer

Kundenfrage

Guten Abend! Ich bin Lehrerin an einer Grundschule. Eine unserer Schülerinnen (10 Jahre alt) weint seit ca 2 Wochen jeden Morgen lautstark und schluchzend. Sie wird von ihrem Vater gebracht, von dem sie sich aber dann nicht trennen mag. ("Ich will zu meinem Papiiiiiiiii!)
Bislang saßen wir ihre Weinattacken mit ruhigen, freundlichen aber klaren Anweisungen aus(sie kann jederzeit am Unterricht teilnehmen, wenn sie wieder möchte, ansonsten arbeitet sie bei lautstarkem Weinen im Nebenraum). Meistens beruhigte sie sich über den Schulvormittag dann allmählich. Das Mädchen sagt immer wieder, sie habe große Angst, zu sterben. (Ich habe blaue Flecke, meine Hände zittern so, mein Auge tränt- kann ich davon sterben?...)

Wir haben den Eltern dringende professionelle Hilfe angeraten, die jetzt wohl auch eingeleitet wurde.

Dennoch 2 Fragen in diesem Zusammenhang:

1. Kann eine solche starke Fixierung auf den Vater (trotz des scheinbar paradoxen Verhaltens) auch Folge eines Missbrauchserlebnisses sein?

2. Wie schätzen Sie den Vorschlag der Eltern ein, dass der Vater in jeder 1. Unterrichtsstunde in der Klasse morgens mit dabei ist, um dem Kind "Sicherheit" zu vermitteln?

Herzlichen Dank für Ihre Zeit!

Eine besorgte Pädagogin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Zu Ihren Fragen :
1. Nichts ist unmöglich. Aber ich halte es für sehr sehr unwahrscheinlich. Es gibt zwar eine "Identifikation mit dem Aggressor" bzw quasi so Geheimbünde , die zu einer solchen Konstellation führen könnten. Es wäre aber mehr als konstruiert.
Nach ihrer Schilderung liegt eher eine Trennungsangst vor. Also die Sorge, dass der Vater oder die Mutter nicht "wiederkommen" können. Hier sind häufig eher Verlusterlebnisse in der Familie, Krankheit, Trennungen im Umfeld zu suchen. Es ist aber eher eine Veranlagung bei sensiblen Mädchen, die sich häufig auch schon früher einmal gezeigt hat.

2. So schlecht finde ich den Vorschlag gar nicht. Die Frage ist, ob es wirklich wirkt. Schule ist ja kein unsicherer Raum. Bei uns in der Grundschule steht im Treppenhaus ein nettes Schild, dass man die Kinder nur bis zur Treppe begleiten soll. Aber wenn es eine klare Absprache für eine zeitliche Begrenzung (vielleicht 7 bis 14 Tage gibt) , warum nicht. Man könnte dann beobachten, wie sich das Kind verhält.

Das Kind braucht aber kinderpsychiatrische bzw. -psychologische Diagnostik und Behandlung. Die Angst zu Sterben kommt ja von irgendeiner Auslösung. Bei einigen Kindern reichen schon Fernsehberichte (Japan ?), bei anderen sind es aber tiefgreifende Ängste und Verlusterlebnisse.

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