So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Psych1967.

Psych1967
Psych1967, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 125
Erfahrung:  Verhaltenstherapie Psychologie
55160262
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Psych1967 ist jetzt online.

Ein sehr guter Freund leidet unter schweren Depressionen. Wie

Kundenfrage

Ein sehr guter Freund leidet unter schweren Depressionen. Wie kann ich ihm am besten helfen? Er möchte keine Medikamente nehmen und hat als selbständiger Künstler auch keine Möglichkeit für eine klinische Behandlung, da er über keine Rücklagen verfügt.Zum Sport kann er sich teils aus zeitlichen Gründen, teils aus Lustlosigkeit nur schwer aufraffen. Von Antriebslosigkeit über Schlafstörungen, Panikattacken und auch körperlichen Beschwerden (Magen-Darm) ist alles außer Suizidale Gedanken dabei. Durch ständige wirtschaftliche Probleme leidet er auch sehr unter Zukunftsangst. Vielen Dank! Martina
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Psych1967 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag!
Hallo ohne professionelle Hilfe wird es schwer werden.
Trotzdem gibt es auch was was er selbst tuen kann. Ich habe da etwas zusammen gestellt, vielleicht hilft das etwas weiter. Ansonsten kann ich nur empfehlen dringend etwas an der Krankenversicherungs Sache zu tun, das wird sonst ein großes Problem.

Das kann er selbst für sich tun:

Versuchen Sie, die negativen Gedanken, die Sie in sich haben, nicht so ernst zu nehmen. Machen Sie sich klar, daß diese Gedanken nur existieren, weil Sie diese Erkrankung haben.

Versuchen Sie, aktiv zu bleiben. Geben Sie sich nicht den depressiven Stimmungen hin.
Wenn sich Ihr Geist ausschließlich den negativen Gedanken widmet, entsteht eine Spirale, die Sie immer weiter in die Depression treibt. Beschäftigen Sie sich also mit positiven Dingen, versuchen Sie, unter Menschen zu gehen, treffen Sie Freunde.
Eine weitere Möglichkeit ist es, Sport zu treiben oder sich anderen Hobbies zu widmen.

Tun Sie nur so viel, wie Sie auch zu leisten fähig sind. An einer Depression erkrankte Menschen sind, wie alle kranken Menschen, nicht mehr voll leistungsfähig. Setzen Sie sich also keine zu hohen Ziele, denn wenn Sie diese nicht erreichen, bildet sich wieder eine Spirale, die Sie weiter in die Depression zieht. Nehmen Sie sich also nur Sachen vor, die Sie auch wirklich zu leisten fähig sind. Wenn Sie diese Ziele dann erreicht haben, loben Sie sich dafür.

Viele Depressive ziehen sich immer mehr aus der Umwelt zurück. Versuchen Sie unbedingt, das zu vermeiden. Halten Sie Kontakt zu Ihren Freunden und Ihrer Familie.

Lernen Sie, die Anzeichen für einen depressiven Anfall zu erkennen. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie ein Anfall zu überwältigen droht.

Seien Sie geduldig mit sich selbst, geben Sie sich nicht selbst die Schuld, daß es Ihnen schlecht geht. Eine Depression kann unter Umständen mehrere Jahre lang andauern.

Gehen Sie zu einem Arzt ihres Vertrauens. Eine Behandlung unter ärztlicher Aufsicht ist dringend zu empfehlen!

Flüchten Sie sich nicht in die vermeintlichen Problemlöser Alkohol oder andere Drogen. Diese mögen zwar kurzzeitig psychische Erleichterung bringen, aber bereits mittelfristig werden sich Ihre Probleme dadurch nur noch verschlimmern.

Damit können Sie ihm helfen:

Was kann man also tun? Kann ich meine soziale Beziehung zu dem Erkrankten aufrechterhalten? Was mache ich bei Selbstmorddrohungen?

Holen Sie fachlichen Rat ein!
Die Krankheit verändert vollkommen das Wesen des Erkrankten in einer Weise, die ein gesunder Mensch nicht nachvollziehen kann. Eine Depression verändert die Seele, alles wird negativ, aussichtslos. Der Erkrankte gibt sich für alles die Schuld, fühlt sich nicht mehr liebenswert. Sollte der Erkrankte seinen Alltag nicht mehr meistern können oder Schlaf- und Appetitstörungen haben, raten Sie ihm zu einem Arztbesuch. Depressionen lassen sich nicht durch Angehörige allein heilen. Man unterschätzt allzu oft die Krankheit. Wie bei jeder anderen schweren Krankheit ist auch hier der Besuch beim Arzt dringend geboten!

Vermeiden Sie Floskeln
Als Angehöriger unterschätzt man oft die Krankheit. Man macht oft zwar gutgemeinte, aber dennoch für den Erkrankten negative Floskeln wie zum Beispiel:

Jedem geht es mal schlecht
Kopf hoch, das wird schon wieder
Du brauchst nur mal Urlaub
Dir geht es doch eigentlich gut
Reiß dich mal zusammen
Du brauchst nur etwas Abwechslung
Diese Floskeln erreichen einen Erkrankten nicht, eher im Gegenteil. Der Erkrankte glaubt, daß er noch nicht einmal diese einfachen Sachen erreichen kann und das negative Gefühl in seinem Kopf verstärkt sich dadurch noch mehr. Verzichten Sie also auf solche Sätze und bieten Sie dem Depressiven eine wirkliche Hilfe an.

Holen Sie Informationen ein
Durch das Sammeln von Informationen über die Krankheit schützt man sich vor falschen Erwartungen. Sie müssen verstehen, daß Aggressionen und Zurückhaltung nur durch die Krankheit entstehen, nichts mit der fehlenden Liebe oder Zuneigung des Erkrankten zu tun haben. Außerdem müssen Sie wissen, daß diese Krankheit geheilt werden kann und der Depressive nach der Heilung wieder so ist wie vor der Krankheit.

Versuchen Sie, den Erkrankten zu motivieren
Die einzige wirkliche Hilfe, die Sie leisten können, ist, den Erkrankten zu motivieren. Bleiben Sie an seiner Seite und unterstützen Sie ihn in seinem Alltag. Achten Sie darauf, daß er seine Medikamente regelmäßig einnimmt und seine Arzttermine immer einhält. Setzen Sie ihn dabei aber nicht unter Druck, sondern motivieren Sie ihn durch die Aussicht auf eine Heilung.

Bekennen Sie sich zu Ihren Gefühlen
Als Angehöriger eines Depressiven haben natürlich auch Sie unter der Krankheit zu leiden. Es können Gefühle wie Traurigkeit, Wut, Frustration oder Verärgerung entstehen. Sie müssen sich diese Gefühle eingestehen und akzeptieren, daß sie in Ihnen vorhanden sind. Falsch ist es jedoch, der depressiven Person daran die Schuld zu geben. Versuchen Sie, diese Gefühle mit Ihren Freunden aufzuarbeiten oder überlegen Sie, ob Sie eine Angehörigengruppe aufsuchen. Dort finden Sie Verständnis, aber auch praktische Tipps, wie Sie den Alltag mit der Krankheit und dem Erkrankten besser bewältigen können.

Versuchen Sie, Hilfe zu bekommen
Jeder Mensch hat seine Grenzen. Eine Depression stürzt viele Partnerschaften und Familien in eine schwere Krise. Versuchen Sie, Hilfe zu bekommen. Zum Beispiel kann die Oma öfters auf die Kinder aufpassen, Freunde können beim Einkauf helfen und so weiter. Versuchen Sie, sich Freiräume zu schaffen, in denen Sie Abstand von der Krankheit gewinnen können. Versuchen Sie, Ihre Hobbys und all das andere, was Ihnen Spaß macht, weiter zu betreiben. So werden Sie als Angehöriger nicht von der Depression überwältigt.

Überfordern Sie den Depressiven nicht
Natürlich müssen Sie versuchen, den Depressiven zu motivieren, damit er auf andere Gedanken kommt. Verlangen Sie aber nichts von ihm, was er in seinem Zustand nicht leisten kann. Dadurch wird eine Frustration für Sie und für den Erkrankten vermieden. Fordern Sie nicht Ihre Bedürfnisse von dem Kranken ein. Dies gilt besonders für Intimität. Eine Sexualität ist meist nicht mehr vorhanden und stürzt, wenn man sie von dem Erkrankten fordert, beide Seiten in eine Krise.

Klären Sie Ihre Kinder über die Krankheit auf
Sagen Sie Ihren Kindern, daß Ihr Partner krank ist. Sie müssen wissen, daß er sich zur Zeit nicht so um sie kümmern kann, wie sie es sonst gewohnt waren. Sagen Sie ihnen aber auch, daß die Krankheit geheilt werden kann und der Partner dann wieder so ist wie vor der Krankheit. Übernehmen Sie, soweit Sie können, die Pflichten Ihres Partners, etwa bei den Hausaufgaben und beim Spielen. Holen Sie sich, wenn nötig, Hilfe bei Freunden und den Großeltern.

Selbstmorddrohungen sollten ernstgenommen werden
Oftmals reagieren Angehörige unsicher auf Selbstmorddrohungen. Man sollte diese immer ernstnehmen! Man muss wissen, daß diese Drohungen nicht dem wahren Geist des Erkrankten entsprechen, sondern durch die Krankheit verursacht werden. Im Falle solcher Drohungen sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. In einer akuten Phase sollte notfalls auch die Polizei verständigt werden.


Alles Gute und viel Erfolg! Wenn noch weitere Fragen sind schreiben Sie mich ruhig noch mal an!


Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
< Zurück | Weiter >
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • Dr. med. St. Berghem

    Dr. med. St. Berghem

    Arzt

    Zufriedene Kunden:

    159
    15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/UM/Umadrugada/2012-8-4_1601_Berghemvice.64x64.jpg Avatar von Dr. med. St. Berghem

    Dr. med. St. Berghem

    Arzt

    Zufriedene Kunden:

    159
    15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/HO/hoellering/2011-9-6_194433_DSC7402.64x64.JPG Avatar von Dr. Höllering

    Dr. Höllering

    Fachärztin

    Zufriedene Kunden:

    1970
    20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/JO/jostel/2013-11-10_144341_Armenien2010029.64x64.JPG Avatar von J.Stelzer

    J.Stelzer

    Arzt

    Zufriedene Kunden:

    56
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ärztlicher Psychotherapeut
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/WE/webpsychiater/2015-8-15_7533_ildschirmfotoum...64x64.png Avatar von webpsychiater

    webpsychiater

    Sonstiges

    Zufriedene Kunden:

    13
    Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
  • /img/opt/shirt.png Avatar von Dr. G. Gleich

    Dr. G. Gleich

    Arzt

    Zufriedene Kunden:

    144
    Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Hypnose, Paartherapie
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/EX/experte123/2013-2-15_233445_Screenshot2013021109h29m07s.64x64.png Avatar von Dr. Hamann

    Dr. Hamann

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    5785
    Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie