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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

mein bekannter hat diagnostizierte bipolare st rung. w hrend

Kundenfrage

mein bekannter hat diagnostizierte bipolare störung. während eines bolivienaufenthaltes vor ca 12 wochen hat er mit den medikamenten aufgehört - geht zu keiner therapie, eher zu esoterik-sitzungen. er selbst ist hoch spirituell, entwickelt fragliche konzepte und trinkt sehr oft, mehr alkohol. er vergißt seine freunde, lacht sehr viel - alles ist lustig - er braucht dringend eine neue wohnung, muss seine finanzielle situation klären und und und. wie verläuft normalerweise dieser weg weiter? kann man als "freundin" da noch etwas tun, oder ist nur mehr zum abwarten was passiert. er hält sich an keine vereinbarungen...
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Er ist jetzt wieder aus Bolivien zurück ? Wenn er die Medikamente weglässt , die zur Phasenprophylaxe einer Manie bzw. Depression gedacht sind, wird er immer weiter sich von der Realität entfernen. Das wird scheinbar "erklärbar" für ihn. Aber doch das Kriterium des Wahns erfüllt. Also nicht mit guten Worten erreichbar sein.

Wenn er mehr oder weniger obdachlos ist und im Rahmen der offenbar jetzt herrschenden Manie oder submanischen Phase noch mehr Geld verprasst, wird er früher oder später auf Hartz-IV Niveau landen. Wenn er da nicht schon ist. Er bräuchte eigentliche eine Gesetztliche Betreuung, d.h. einen Menschen für den Fall der Fälle einer manischen oder depressiven Episode, der dann für ihn Entscheidungen trifft. Einschliesslich der Klinikeinweisung, Vermögensfürsorge etc.

Sie könnten sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst am Gesundheitsamt wenden und die Situation schildern. Vermutlich wird an dort auch Handlungsbedarf sehen (gerade was die Einrichtung einer Betreuung angeht). Aber man wird kaum ihn in eine Klinik zwingen können, da noch keine akute Eigengefährdung besteht (akut im Sinne von Todesgefahr).

Das ist das Dilemma bei dieser Erkrankung. Die fehlende Krankheitseinsicht führt dazu, dass er Hilfe nicht annehmen wird. Aber zwingen dazu kann man ihn so auch nicht.