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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Meine Tochter, 9Jahre alt, hat ganz extrem schlimmes Heimweh. Angefangen

Kundenfrage

Meine Tochter, 9Jahre alt, hat ganz extrem schlimmes Heimweh.
Angefangen nach einem zweiwöchigen Pfadfinderlager. Ich bin überzeugt, dass das überwindbar ist, aber was kann ich ihr an die Hand geben, dass es ihr gelingt das Heimweh zu überwinden und was kann ich tun, um es ihr leichter zu machen.

Liebe Grüße
Karin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Jedes Kind hat seine eigene Geschwindigkeit in der Entwicklung und damit auch in der Loslösung von zu Haus. Als Psychotherapeut, aber auch als Papa von 2 Kindern im Alter von fast 8 und 6 habe ich beim Lesen ihrer Zeile gedacht : Eigentlich ist doch Heimweh ein tolles Kompliment für Sie. Sie scheinen Etwas richtig zu machen, wenn ihre Tochter zu ihnen möchte.

Und : Muss man mit 9 Jahren schon längere Zeit allein auf ein Pfadfinderlager ? Natürlich gerne, wenn man es möchte. Aber darf man da nicht auch Angst und Trennungsangst haben ?

Wichtig zu klären wäre für mich, ob sie auch früher schon Zeichen von einer Trennungsangst hatte. Dahinter kann die Angst stehen, dass der Mutter etwas zustösst und man dann als Kind allein darsteht. Das ist eine irrationale Angst, ganz klar. Manchmal aber doch durch Trennungen der Eltern oder Krankheiten / Todesfälle in der Familie mitgeprägt.

Was kann man nun gegen Heimweh machen ? Sie könnten ihr ein "Übergangsobjekt" von ihnen mitgeben. Etwas von ihnen persönlich, was sie "erinnert". Etwas was sie zurückbekommen, wenn ihre Tochter wieder zurückkommt.

Ich würde mit meinem Sohn vermutlich mit inneren Bildern arbeiten. Ich würde mir die Angst oder Heimweh spielerisch als Obst oder Gemüse beschreiben lassen. Und dann fragen, wie schwer das Obst ist. Ob es hart oder weich ist (roh oder gekocht?). Und weitere Qualitäten, in denen sie quasi das Heimweh in Bildform übersetzt.

Dann tippen sie ihr mal 10 mal abwechselnd auf die rechte und linke Schulter. Augen zu und wieder auf. Häufig verändert sich dann die Form und damit auch das Gefühl.

Genauso kann man aber auch ein positives Gefühl von "zu Haus" abspeichern. Beispielsweise auch als Zimmer (schauen sie mal auf www.emoflex.de und dort auf die übung Innerer Raum). Mit Kindern kann man das wunderbar machen, weil sie das als Spiel sehen. Eigentlich ist es aber eine sehr schöne Form, Gefühle zu verarbeiten.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es hat vor dem Pfadfinderlager für mich keine offensichtlichen Trennnungsängste gegeben und die psychologischen und sozialpädagogischen Hilfen habe ich auch alle schon probiert, ...ohne Erfolg!
Sollte ich dann doch psychologische Hilfe in Anspruch nehmen?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich befürchte ja, dass sie 1. kaum zeitnah einen Kinderpsychologen finden werden und 2. ein Kinderpsychotherapeut dagegen auch kaum Mittel hat.

Einfach weil es eine Normvariante des kindlichen Erlebens ist. Das von mir vorgeschlagene Bilderverfahren ist vielleicht ungewöhnlich , aber dafür kindgerecht.

Natürlich schadet es nicht, sich an einen Kinderpsychotherapeuten zu wenden. Ganz klar. Aber sie sollten eben auch die ganz individuelle Entwicklungsgeschwindigkeit respektieren. Mit 9 muss sie noch nicht frei von schlimmen Heimweh sein. Mit 19 wäre das natürlich anders...