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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

Meine 15-j hrige Tochter macht nur noch, was sie will Schule

Kundenfrage

Meine 15-jährige Tochter macht nur noch, was sie will: Schule egal, geht schon irgendwie; nach hause kommen zu vereinbarten Zeit: wozu?; Hausaufgaben erledigen: nicht wichtig.
Helfen im Haushalt seit ich 10 Stunden berufstätig bin: dafür habe sie keine Zeit, sie lasse sich nicht von mir einsperren. Großes helles Zimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld.
Sozialer Umgang: Kategorie bedenklich aus unserer Sicht.
Wenn ich sie dann darauf hinweise, dass NUR die Schule ihr Job ist und davon ihr Leben auch ein bißchen abhängt und ich sie bitte den Nachmittag mal für zuhause einzusetzen, schleudert sie mir entgegen ich sei asozial, weil ich ihr die Freiheit rauben würde.
Erschwerend kommt hinzu: entgegen aller Warnungen war sie letztes Jahr schwanger und hat einen Abbruch hinter sich. mit 14!!!!! - Wir sind wie gelähmt. Sind wir mit 58 und 49 vielleicht zu alte Eltern??
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

wenn Sie von den Problemen mit Ihrer Tochter schreiben, klingt dies sehr verständnisvoll - oder täuscht der Eindruck?
Ihre Tochter versucht sich komplett Ihrer Kontrolle zu entziehen, und hat mit Ihrem aufsässigen Verhalten und ihrer rücksichtslosen Art Erfolg, warum?
Daß Sie als Eltern zu alt sind, denke ich nicht. Aber vielleicht sind Sie zu tolerant und liberal?
Ihre Tochter wirft Ihnen vor, ihr nicht ihre Freiheit zu lassen - mein persönlicher Eindruck ist eher, dass sie zu viele Freiheiten genießt. In Ihrer Beschreibung fehlt mir die Erwähnung einer festen Struktur, Konsequenzen für das Verhalten Ihrer Tochter. Wie sind Sie nach dem Schwangerschaftsabbruch mit Ihrer Tochter umgegangen? Waren Sie verständnisvoll oder haben Sie ihr auch zu verstehen gegeben, dass sie selbst dafür verantwortlich war?

Kinder in dem Alter sind vielen Unsicherheiten ausgesetzt - ihr Körper verändert sich, die Interessen verlagern sich, das Verhältnis zu ihrer Umwelt ist einem starken Wandel unterzogen - dies kann eine starke Belastung für die noch unreifen Persönlichkeiten sein - da sage ich Ihnen sicher nichts Neues. Die Frage ist allerdings, wie man als Eltern damit umgehen soll: sicher gibt es verschiedene Meinungen zu dem Thema, letztlich zeigt sich jedoch immer wieder, dass eine feste Struktur, das Übernehmen von Verantwortung für sich und andere und durchaus auch eine gewisse Beschneidung der kindlichen/jugendlichen Freiheiten sehr positive Effekte zeigt. Nicht umsonst ist z.B. auch der Tagesablauf in psychiatrische Jugendeinrichtungen fest strukturiert. Die Kinder nehmen es dankbar an, dass aufgrund der Regelmäßigkeit Ihr Tagesablauf vorhersehbar und planbar ist. Sie fühlen sich sicher und aufgehoben.

Möglicherweise braucht auch Ihre Tochter ein wenig mehr Struktur und Grenzen in ihrem Leben. Mit verständnisvollen Gesprächen haben Sie es lange genug versucht - ohne wirklichen Erfolg.
Vielleicht ist es Zeit für einen Kurswechsel.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Leinung,

Ihre Antwort trifft schon den Kern. Eine Struktur geben ist uns sehr willkommen.

Letztlich frage ich mich aber: wie kann ich die Einhaltung evtl. Vorgaben oder Regeln kontrollieren, wenn ich physisch gar nicht anwesend sein kann? welche Konsequenzen soll das Regelverletzen letztlich haben? z.B. habe ich meiner Tochter am Sonntag gesagt, sie soll am Montag nach der Schule heim kommen, Ordnung machen, das für diese Woche fällige Referat anfangen und danach kann sie immer noch eine Stunde rausgehen. Durchaus normal, finde ich. Sie weiß aber, dass ich nicht da bin und kommt um 18.30 Uhr wortlos nach Hause und verschwindet ohne Gruß an ihren Vater im Zimmer. So geht das seit Monaten - und dann noch diese beleidigenden Worte ich sei asozial oder respektlos ihr gegenüber, weil ich ihr in ihr Leben reinreden wolle.

Bitte, welche Eltern finden es toll, wenn ein KIND schwanger wird und sich überhaupt nicht mehr in die Familie einfügen will?? Grenzen setzen gerne - aber wie kontrollieren und mit welchen Folgen? Und noch eins: die 2 Jahre jüngere Tochter beobachtet sehr genau...und ist in ihrem Verhalten nicht minder aufsässig und "rotzfrech".

Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

Ihre Frustration ist sehr gut nachzuvollziehen!

Umso wichtiger, jetzt die Notbremse zu ziehen - auch im Hinblick auf Ihre jüngere Tochter, der es letztlich nicht vorzuwerfen ist, wenn sie versucht, sich die gleichen Freiheiten und Respektlosigkeiten herauszunehmen wie ihre ältere Schwester - schließlich muß sie ja den Eindruck gewinnen, dieses Verhalten sei normal.

Wenn Sie fragen, welche Sanktionen Sie walten lassen sollen, so muß ich Sie fragen: wie weit würden Sie gehen und wie konsequent können Sie sein? Denn Sanktionen haben nur dann Sinn, wenn sie konsequent umsetzbar sind.
Darüber hinaus zeigt in der Regel ein Bestrafungs-Belohnungssystem die besten Erfolge, d.h. auf die Bestrafung muß ebenso Verlaß sein wie auf die Belohnung.
Damit Sie effektive Sanktionen und Belohnungen finden können, ist es wichtig, Vorlieben und Abneigungen, Interessen und Antipathien Ihrer Tochter zu kennen und zu nutzen.

Erschwerend bei Ihnen ist selbstverständliich die Tatsache, dass Sie nicht immer zuhause sein können.
ABER: Wenn Sie feststellen, dass Ihre Tochter Ihnen an diesen Tagen "ausbricht", kann es auch helfen, jemand anderen zu bitten, zuhause nach dem Rechten zu sehen (die Oma? Freunde? Nachbarn?).

Machen Sie Ihrer Tochter klar, dass es Ihnen ernst ist und Sie nicht länger bereit sind, sich ihrem Diktat zu unterwerfen.
Am Anfang wird sie wahrscheinlich denken, dass Sie das sowieso nicht lange durchhalten und wird Ihnen zunächst weiter auf der Nase herumtanzen.
Mit der Zeit wird sie aber merken, dass ihr Verhalten sehr wohl Konsequenzen hat (mitunter empfindliche - wie gesagt, das hängt davon ab, wie weit Sie gehen wollten) - aber dass gutes Benehmen auch belohnt wird.


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für Ihre Anregungen.

Es ist leider so, dass unsere Tochter - seit sie diesen Jungen kennt, mit dem sie auch letztes Jahr diese einschneidende Erlebnis hatte - keinerlei Interessen mehr hat.

Kein Buch, kein Sport, keine Musik, keine gemeinsamen Ausflüge, nur noch Übernachten bei einer Freundin oder Draußen-Rumhängen mit den Freunden.

Wenn ich ihr das Übernachten untersage, weil das nicht jedes Wochenende sein muss, kommt sie einfach erst um 23.30 Uhr heim, obwohl sie schon viel früher da sein soll. Die Besipielliste lässt sich unendlich fortsetzen. Es ist ihr auch nichts peinlich, sie empfindet vor uns Erwachsenen keinerlei Respekt. - Mein Mann und ich haben eine Firmeninsolvenz hinter uns, die zur Folge hatte, dass wir auch beide privat insolvent sind, dass wir aus Wiesbaden wegziehen mussten vor 7 Jahren ( ich leide unter Heimweh und diesem Verlust bis heute ) und dass beinahe unsere Ehe daran gescheitert wäre. Mein mann ist aber letztlich doch bei mir und den Kindern geblieben.Wir haben in all der Zeit immer nur versucht, den Kindern gegenüber keine Auswirkungen zu zeigen und ihnen trotzdem alles zugänglich zu machen, was gleichaltrige auch haben. Hobbies, kleinere Urlaubsreisen statt im Hotel im mobilhome,usw. Jetzt ist bei uns in der Ehe einigermaßen wieder alles im Lot, da fangen diese zwei Wunschkinder an, uns das leben schwer zu machen.

Mein Mann wollte eigentlich keine Kinder - ich aber sehr. Er liebt die beiden sehr, sonst wäre er vielleicht nicht bei uns geblieben, weil meine Depression ihn genervt hat. Aber es muss doch irgendwie einen Weg aus dem Chaos geben?

Experte:  Guests hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die weiteren Informationen!

Ihren Schilderungen entnehme ich, dass hier eine schwierige Kombination vorliegt: Ihre starken Schuldgefühle und das schlechte Gewissen, kombiniert mit dem Willen, Ihre Probleme von Ihren Kindern fernzuhalten auf der einen, und eine aufsässige Tochter, die Ihre Bemühungen als Schwäche auslegt und sich zunutze macht, auf der anderen Seite.
Sie befinden sich hier in einer vertrackten Situation - ausgelöst durch eigentlich die besten Absichten, nämlich durch den Wunsch, Ihre Kinder möglichst unbelastet aufwachsen zu lassen.

Daher wäre es zunächst wichtig, dass Sie sich von diesen hemmenden Gefühlen freimachen. Dadurch verlieren Sie die Ambivalenz, die in Ihnen tobt, wenn Sie Ihren Kindern etwas verbieten oder sie maßregeln wollen. Durch den Verlust der Ambivalenz werden Sie als Mutter aber mit mehr Autorität ausgestattet und klarer von Ihren Kindern wahrgenommen.

Auch wenn Ihre Tochter keine Hobbies haben mag, so hat sie dennoch Interessen, z.B. Zeit mit ihren Freunden zu verbringen. Wenn sie gegen Ihren Willen handelt, können Sie ihr die Handlungsgrundlage entziehen: z.B. könnten Sie ihr das Geld entziehen, ihre Musik/Mp3 Player, Handy, Kleidung etc einkassieren.
Drastische Handlungen erfordern manchmal strenge Gegenmaßnahmen.

Könnten Sie sich das vorstellen zu tun?

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