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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

hallo, ich nehme gg. meine depressionen seit zwei wochen citalopram

Kundenfrage

hallo, ich nehme gg. meine depressionen seit zwei wochen citalopram 20 mg.
dennoch / oder evtl. dadurch verschärft, hatte ich gestern und heute eine panikatacke
und musste im krh. ambulant behandelt werden. nun nehme ich zusätzlich 1 tavor täglich,
welche haupts. gg. panik aber auch für erriechung von schlaf gedacht sind.
hausarzt und arzt im krh. raten zu kontaktaufnahme eines psychiaters und eine psychotherapie.
ich mache alles mit, rauchen aufgehört vor zwei wochn, therapie (grund bekannt), jedocherscheint es doch sehr schwer überhaupt termine zu bekommen. haben sie einen rat oder tipp? meine grosse sorge ist es, wochenlang zu hause bleiben zu müssen, nicht arbeiten zu können. sofern wir mal von den dramatischen panikatattcken absehen.
vielen dank XXXXX XXXXX
martin, hamburg-ost
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag!

Es wird noch einige Zeit dauern, bis das Citalopram greift. Ggf müsste man die Dosis auch noch anpassen, d.h. erhöhen . Tavor ist ja extrem gut wirksam, aber auch problematisch. Einfach, weil es eine schnelle Toleranzentwicklung und damit auch Suchtgefahr hat.

Leider wird es mehr als schwierig werden, einen Psychiatertermin oder gar eine Psychotherapie zu erhalten. Sie haben ja selber schon versucht, sich an eine PIA zu wenden. Ich haben gute Erfahrung damit gemacht, sich an Ausbildungsinstitute für Psychotherapie zu wenden (z.B. hier http://www.gzstpauli.de/dgvt.htm). Auch eine tagesklinische Behandlung könnte sinnvoll sein. Leider dauert es sonst mehrere Monate bis man allein einen Termin bekommt, geschweige denn dann Erfolge in der Therapie hat.

Eine ganz andere Therapieform in relativer Nähe (Gifhorn) wäre aus meiner Erfahrung kurzfristig wirksam. Dabei würde die Angst in innere Bilder übersetzt und dann mit Augenbewegungen ähnlich wie in der Traumatherapie verarbeitet. Vorteil ist, dass es sehr schnell und gut wirkt. Nachteil : Keine Kasseleistung. Mehr dazu unter www.emoflex.de
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
gegen überschaubare zuzahlungen von einigen hundert euro habe ich nichts einzuwenden.
kann man nicht irgendwo in hamburg einen termin beim psychiater in den nächsten 10 tagen bekommen, oder umland.
noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob es "nur" eine depression ist oder kombiniert mit einem "burn-out",
deshalb interessiert es mich so, ob ich die richtigen medikamente bekomme.
nach den kurzen eindrücken, meinen sie, ich könnte vielleicht bald wieder arbeiten?
arbeite sehr gerne. war bisher kaum krank, nun bereits zwei wochen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ehrlich gesagt : Darauf habe ich überhaupt keinen Einfluss , von der Chance würde ich eher sagen : Schlechte Karten, weil die Wartezeiten lange sind.

"Burnout" ist ja nun eher ein Begriff, der für Laien benutzt wird. Als Psychiater sieht man darunter eher eine Anpassungsstörung an berufliche bzw. private Konflikte, die sonst nicht lösbar sind. Ich finde da das mOdell von Johannes Drischel aus Gifhorn, den ich oben unter emoflex.de empfohlen habe sehr plausibel (obwohl er kein Arzt oder Psychologe ist, kann ich das wirklich empfehlen) :

Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor, in das über den Tag (bzw. eine längere Zeit) emotionaler Ballast des Tages wie Schwebeteilchen zu Boden sinkt. In der Nacht muss nun eigentlich ein Putzroboter (der Traumschlaf) ausreichend tief und ausreichend lange "abtauchen" in die Bewusstlosigkeit des Schlafs. Nun gibt es hier Störungen. Entweder man kann nicht Einschlafen, der Schlaf ist zu kurz oder unregelmässig oder aber die Balastteilchen sind nicht kompatibel für den Roboter. Die Folge ist, dass am Boden Dreck übrig bleibt und man nicht mehr ausgeschlafen aufwacht.

Dieser Müll wird dann aber bei allen möglichen Gelegenheiten wieder aufgewirbelt (was man als "Depressionen" spürt oder aber der Roboter versucht auch noch tagsüber den gleichen Aufräummodus fortzuführen (was sich wie Müdigkeit am Tag anfühlt). Hier versagt herkömmliche Psychotherapie häufig.

Dabei kann man den Roboter eigentlich ganz gut wieder auf Trapp bringen, wenn man dieses Prinzip nachmacht. Meine Patienten haben sehr gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht.

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