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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Hallo! Ich bin etwas verunsichert, aber ich finde keine RUBRIK,

Kundenfrage

Hallo! Ich bin etwas verunsichert, aber ich finde keine RUBRIK, in der schüchterne oder in sich gekehrte Kinder aufgelistet wären. So geht es mir mit meiner Tochter. Sie ist fast 13 Jahre alt und es ist für uns als Eltern äußerst schwer etwas aus ihr heraus zu bekommen. Nach dem Schulwechel zur Oberschule haben auch noch ihre Leistungen extrem nachgelassen. Sie lebt scheinbar in ihrer kleinen Welt. In der Vorschulzeit waren wir mit ihr bereits 1 Jahr lang in psychologischer Behandlung- ohne Erfolg -bzw. uns wurde gesagt, dass das nun mal ihr Natural wäre!!! Ich denke jedoch, dass meine Tochter mit der Siuation ebenfalls nicht glücklich ist.
Für einen Hinweis wäre ich dankbar.
Mfg, M. Martin aus Berlin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Können Sie ein wenig mehr über die frühkindliche Entwicklung ihrer Tochter schreiben ? Gab es sog. Regulationsstörungen oder Besonderheiten in ihrer Entwicklung ? Welche Einschätzung hatte die psychologische Diagnostik ?

Die Frage ist ja, ob es nun eine Schüchternheit ist, quasi als eine Temperamentseigenschaft. Oder aber eine Selbstunsicherheit oder gar Soziale Angst. Daneben gibt es aber auch neuropsychiatrische Störungen wie Asperger oder ein ADS vom unaufmerksamen Subtyp, die so verlaufen könnten.

Wie sieht denn ihre "kleine Welt" aus ? Lebt und fühlt sie eher in Bildern als in Worten ? Welche Wahrnehungskanäle bevorzugt sie, wenn es nicht die Sprache wäre ?

Hilfe ist in der Tat schwierig. Toll finde ich theaterpädagogische Maßnahmen wie beispielsweise Improvisationstheater, ggf. aber auch Artistik. Aber das ist längst nicht überall verfügbar und nicht jeder Teenager mag es. Ein weiteres tolles Verfahren wäre emoflex. Das ist Arbeit mit inneren Bildern (schauen sie ggf. mal auf www.emoflex.de und dort Innerer Raum). Mit diesem Verfahren kann man gut die emotionale Überempfindsamkeit angehen.

Sonst wäre eine Verhaltenstherapie mit Anteilen eines sog. Sozialen Kompetenz-Trainings sinnvoll. Hilfreich wäre es überhaupt, ihre Tochter "bei Erfolgen zu erwischen". Also Situationen herzustellen, bei denen sie positive Erfahrungen in sozialen Situationen machen kann. Sei es im Sport, ggf. Kirchengemeinde oder anderen Gruppensituationen. Wo liegen denn da mögliche Interessen ihrer Tochter ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend!
Vielen Dank erst einmal für diese ausführlichen Hinweise auf evtl. Störungen.
Die frühkindliche Entwicklung erschien mir- bis auf ihre "Schüchternheit" normal. Sie fing früh an zu lesen und war ein zufriedenes Kind. Es fiel mir irgendwann auf, dass sie jede Art von Auseinandersetzung gemieden hat und Erwachsenen gegenüber blockiert war. Selbst in der Familie, außer bei meiner Mutter. Aber bei Onkels, Tanten Oma,Opa väterlicherseits- die sie seit der Trennung nur wenig sieht, benimmt sie sich ganz zum Leidwesen ihres Vater, wie eine Fremde und spricht kaum. Das berichten auch alle Erzieher, Eltern ihrer Freundinnen sowie der Lehrer, die mit ihr zu tun haben. Erst gestern rief mich ihre Französischlehrerin deswegen an. Mündlich ist ihre Leistung nur ungenügend, obwohl sie eigentlich alles versteht und schriftlich relativ gute Noten nach Hause bringt.
Sie vergisst alles und lässt sich von jeder Kleinigkeit gern ablenken. So dauern Hausaufgaben ewig- weil mit Unterbrechungen gemacht- oder sie vergisst sie am Ende im schlimmsten Fall ganz. Bei ihrer verbalen Ausdrucksweise nervt es mich ziemlich, dass sie sich keine Begriffe merken kann und alles umschreibt mit "das Runde, das rote oder Dingsda".
Eigentlich war sie eine gute Schülerin und nun kommt erschwerend noch die Pubertät hinzu. Nun will sie auch noch die Schule wechseln, weil es ihr da nicht mehr gefällt. Ich bin als Mutter mit meinem Latein ehrlich gesagt am Ende. Das Asperger-Syndrom scheint mir gar nicht so abwägig. Hab mich im Internet grob informiert darüber. An wen wendet man sich am Besten, welche Wege kann ich beschreiten?
Für Ihre Antwort danke ich im Voraus!
MfG, Michaela Martin