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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

ch leide seit Jahren an Depressionen und Anstzust nden, gegen

Kundenfrage

<em><strong>Ich leide seit Jahren an Depressionen und Anstzuständen, gegen die ich, wohl leider vergeblich, versuche mit meinem Willen anzukämpfen, weil ich wegen Herzrhythmusstörungen mit Vorhofflimmern keine Antidepressiva nehmen kann. Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung und trotzdem verschlechtert sich mein Zustand. Nach einer Lungenvenenablation im Dezember, habe ich leider immer noch , wenn auch nicht mehr so stark, R.ST und bekomme Rhytmonorm und Metoprolol, sowie Macumar. Mir geht es körperlich wie auch psychisch schlechter als vor dem, wobei sich die behandelnden Ärzte das nicht erklären können und meine Depressionen und Ängste dahinter vermuten. Ich bekomme eine äüßerst geringe Dosis der Medikamente, weil ich so starke Nebenwirkungen verspüre. Ich hatte zwischenzeitlich mal versucht mit hochdosiertem Johanniskraut aus meiner Depression raus zu kommen, da stand ich völlig neben mir, ich beobachtete mein Tun und Handeln, was mir derartige Angst machte, dass ich noch heute unter diesen Folgen zu leiden habe, denn seitdem entwickelte sich eine regelrechte Phobie gegen Medikamente. Ich bin in einer so ausweglosen Situation gelandet  in der ich nicht mehr weiter weiß und zunehmend lebensmüde werde, obwohl ich eigentlich gerne noch leben möchte, und für meinen schlaganfallgeschädigten Mann da sein möchte. Meine Kraft reicht aber nicht mehr. Ich werde zunehmend vergesslich und muss mich sehr konzentrieren auf das was ich mache um meinen Alltag zu bewältigen. Wenn mir etwas misslingt, ich was vergessen habe oder mir etwas nicht einfällt, gerate ich in Panik und vermute eine beginnende Demenz. Was kann ich nur tun? ich habe schon alle Medikamente gegen Depressionen durchstudiert um eines zu finden was meine Herzprobleme nicht verschlimmern kann, habe aber bis auf eins : TRAZODON, nichts finden können. Meine Frage ist nun. Können Sie mir helfen???????? Ich kann einfach nicht mehr, meine Kraft schwindet und vielleicht gibts ja doch noch irgendwo einen Hoffnungsschimmer. Ich bedanke mich für eine baldige Antwort. mit freundlichen Grüßen I. Gottwald</strong></em>
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Zunächst hätte ich ein paar Rückfragen
1. Die "Depressionen" sind die eher Episoden oder ein anhaltender Zustand ?
2. Haben sie abgesehen von Johanniskraut schon Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie Cipralex oder ähnliche Präparate erhalten ?
3. Wurden nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten wie Lichttherapie oder Schlafentzug erwogen ?
4. Wie alt sind Sie ? Sind sie eine Frau oder ein Mann ?

Ich hätte eine etwas ungewöhnliche Idee zur Stabilisierung bzw. zu Erklärung ihrer Beschwerden. Dabei geht es um eine Art bildlicher Vergleich :

Stellen sie sich dazu ein Schwimmbecken vor. Über den Verlauf des Tages (bzw. des Lebens) sammeln sich da wie Schwebeteilchen emotionale Belastungen, die dann zu Boden sacken. In der Nacht wird nun im Traumschlaf eine Art Tauchroboter (der REM-Schlaf) zum Beckenboden gelassen, der da saubermachen soll. Nun kann dieses System überlastet sein bzw. fehlerhaft funktionieren. Gerade unter inneren Alarmsituationen kann dieses System Probleme bekommen. Typisch ist dann, dass ähnliche Situationen quasi allen "Dreck" des Bodens aufwühlen und das Gefühl von emotionaler Überschwemmung und Hilflosigkeit erzeugen (eine klassissche Depression dagegen ist eigentlich durch ein Gefühl der Gefühllosigkeit gekennzeichnet). In diesem Zustand kann man sich aber auch schlechter konzentrieren, weil einfach die Erholungsqualität des Schlafs fehlt. Schliesslich braucht man fast all seine Kraft, um überhaupt noch zu funktionieren.

Hier kann man versuchen über eine etwas ungewöhnliche Methode den Traumschlaf zu "ersetzen". Aber um das zu erklären, wären eben doch noch ein paar Zusatzinfos zu ihnen hilfreich.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin weiblich, 74 jahre alt. Die Depresssion ist anhaltend nach einer 2 jährigen Trauerphase, seit 2007.Medik. Lyrica, alle anderen med. wurden wegen der Rhythmusstörungen verworfen. Außerden einmal monatlich Psychotherapie.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Grunsätzlich kann man schon auch Antidepressiva geben, wenn Herzrhythmusstörungen bestehen. Gerade SSRI -Antidepressiva machen da wenig Probleme.

Aber nochmal zurück zu dem Schwimmbecken bzw. eine etwas andere bildliche Metapher . Einmal angenommen, sie wären ihre Depression schon los. Ihr Leben wäre besser als erwartet und sie hätten maximalen Handlungsspiel-Raum.

Könnten Sie sich an dieses Gefühl (vor der Depression) erinnern? Beschreiben sie es mir einmal als ein Zimmer :
Welche Farbe hätte die Zimmerwand ?
Was für ein Fußboden wäre im Raum ?
Welche Lichtverhältnisse wären im Raum?
Gehört ein Duft oder ein Geräusch dazu ?

Wie würden Sie sich JETZT fühlen, wenn sie diesen Raum aufsuchen könnten?
Beschreiben sie mal dieses Gefühl als Bild-Form. Wäre es schwer oder eher leicht ?
Rund oder eher eckig?
Hart oder eher weich?
Welche Farbe hätte die Form ?
Bewegt sie sich ?