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privatpraxis
privatpraxis, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 3331
Erfahrung:  35 Jahre Privatpraxis; die besondere Beachtung der Bedeutung der Psyche ist Teil meiner tägl.Arbeit
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Wie erkenne ich, ob ich eine symbiotische Beziehung zu meinem

Kundenfrage

Wie erkenne ich, ob ich eine symbiotische Beziehung zu meinem Kind habe? Wenn es so wäre, wie schädlich ist dies für die Entwicklung eines 2,5 jährigen Kindes? Was kann ich dagegen tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  privatpraxis hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Mutter- Kindbeziehung ist anfänglich naturgewollt symbiotisch - denken Sie z.B. ans Stillen. Es ist ganz natürlich, dass sich Mütter, die sich aus gegebenen Gründen nicht dem Wohl ihres noch völlig hilfsbedürftigen Kindes widmen können, sich dabei schlecht fühlen.

Mit dem Laufen Können werden die Spielräume des Kindes größer und die "Symbiose", das heißt die gegenseitige Abhängigkeit schon physisch etwas geringer. Zunächst wird das Kind bei den ersten Schritten noch an der Hand geführt, aber dann gibt es das erste "Loslassen". Von der Mutter wird dann Vertrauen gefordert (an den Schutzengel z.B:).
dass es sich nicht verletzt und es muß auch ein eigener Erfahrungsraum für das Kind respektiert werden. (wie soll es sonst etwas lernen?)
Spätestens, wenn das Kind anfängt "ich" zu sagen, ist es sich seiner Selbst bewußt geworden und braucht dann- auch schmerzhafte- Grenzsetzungen.
Sie erkennen eine krankhafte/übertriebene "Symbiose" daran, dass Sie den Erfahrungsraum des Kindes nicht respektieren und demgemäß auch keine Grenzen setzen können. Man nennt dies dann "overprotecting" (Überbemutterung) -das führt beim Kind zwangsweise zu Entwicklungs/Entfaltungsstörungen.

Wenn Sie völlig Fremden nicht gestatten , Ihr Kind an zu fassen, so ist das nicht zu beanstanden.

Was können Sie tun:
Letztlich haben Sie einen Mangel an Urvertrauen. Das führt dann zu Überängstlichkeit und Überbesorgtheit. Damit wird der Entwicklungsspielraum des Kindes zu stark eingeschränkt
Ich vermute, es ist Ihr erstes und bis jetzt einziges Kind?
Ich kenne viele Mütter, denen es ähnlich wie Ihnen ergangen ist, bis Nachwuchs gekommen ist, da müssen dann die Prioritäten anders gesetzt werden und ohne Urvertrauen und Vertrauen, das, was auch passiert zum Besten des Kindes ist, sind mehrere Kinder nicht gleichzeitig ohne Totalzusammenbruch der Mutter zu bewältigen.

Zur Stärkung des Urvertrauen könnten Sie das Bachmittel Gentian einsetzen (4x4 tr. täglich). Sie könnten sich auch in eine "lösungsorientierte Kurzzeittherapie" begeben und das Thema Vertrauen in wenigen Sitzungen lösen.
Infos und Therapeuten in Ihrer Nähe: www.therapeuten.de/.../loesungsorientierte_kurztherapie.htm -

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude an Ihrem Kleinen.
Alles Gute