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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Guten Abend, wir alle sind sehr besorgt um meine Schw gerin.

Kundenfrage

Guten Abend, wir alle sind sehr besorgt um meine Schwägerin. Wir sind keine Spezialisten aber vermutlich leidet sie an Depressionen,sie lässt sich aber absolut nicht helfen und sagt ihr fehle nichts.Es droht ihre ganze Familie zu zerbrechen,mein Bruder und sie haben 3 Kinder und ein 24Std Taxigeschäft. Was kann man bloss tun,sie will sich nicht helfen lassen,müssen wir loslassen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

Wie lange hält denn diese depressive Phase an ? Wie genau macht sie sich bemerkbar.

Wichtig zu klären wäre, ob Selbstmordgedanken oder Drohungen auftreten und ob es um wahnhafte Denkstörungen geht.

Eigentlich ist eine Depression fast immer episodenhaft, d.h. sie hört auch so wieder auf. Wenn das aber nicht der Fall ist, muss man auch an Persönlichkeitsstörungen denken.

Ich schwanke nach ihrer kurzen Schilderung doch , würde aber eher so einen Konflikt im Zusammenhang mit Persönlichkeitsproblemen und nicht allein Depressionen sehen.

Gerade hier ist Hilfe annehmen schwierig und Argumentieren bringt gar nichts.

Können Sie noch ein wenig mehr darüber schreiben, wie genau sich das depressive Problem zeigt ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
<p>Sie hatte nach dem zweiten Kind eine Ausschabung vor ca 3 Jahren,aber sie behauptet sie wäre wieder gesund.</p><p>Im Dorf in dem sie das Geschäft und das Haus haben,war alles schlecht,sie hat viel geweint und war agressiv gegenüber ihrer Eltern,solange bis der Vater gesagt dann geht,sie haben sich ein Haus gekauft hier unten alles selber gemacht und sind eingezogen. Nach ca einem Monat ging es wieder los,sie sagte es wäre der grösste Fehler ihres Lebens gewesen,sie müsse zurück.Mein Bruder will das nicht und hat alles versucht,aber es wird immer schlimmer,sie geht kaum raus,gibt sich mit niemandem mehr ab,weint,ist agressiv gegenüber uns allen manchal auch den Kindern.</p><p>Sie hört auf niemanden will nur noch raus und setzt die ganze Familie aufs Spiel,obwohl sie imm Sommer noch gesagt hat das würde nie passieren. Zudem lügt sie uns und sich selbst an,und kann manchmal perfekt schauspielern. Geld haben sie genug durchs Geschäft,und manchmal glaube ich das das alles kaputt macht</p>
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Schwierig zu beurteilen. Es kann eine depressive Anpassungsproblematik sein, die irgendwo in die Sackgasse geführt hat. Sie scheint ja in ihrem emotionalen Erleben nicht sehr stabil bzw. möglicherweise auch insgesamt eher launisch.

Vielleicht fällt es ihr mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen in der neuen Umgebung halt schwer Kontakte zu finden. Weil sie andere Menschen abstösst, aber manchmal eben auch, weil es halt ganz schön schwer ist in eine bestehende Gemeinschaft hinein zu kommen. Vielleicht fühlt sie sich schlicht ausgeschlossen. Vielleicht spielen aber auch hormonelle (gynäkologische) Faktoren eine Rolle, etwa eine Prämenstruell dysphorische Störung.

Es klingt halt schon sehr nach einem tiefgreifenden Problem ihrer Persönlichkeit. Typischerweise würde es dafür nun keine schnelle Lösung mit Antidepressiva geben, obwohl SSRI = Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer als Mittel gegen Depression, Impulskontrollstörungen und Aggressivität helfen können. Auch eine Psychotherapie würde halt nicht so schnell greifen, sondern eher eine Begleitung über einige Jahre darstellen.

Entlasten könnte ggf. eine Moderation bzw. Kommunikationstraining als eine Art "Vermittlungsangebot", wenn sie derzeit keine Therapie aufnehmen möchte oder auch nicht zum Hausarzt gehen will. Druck wird wenig bringen. Leider.
Aber sie könnten ihr gemeinsam klar machen, dass sie sich Sorgen machen. Und eigentlich sie gerne bei sich in der Familie als Gemeinschaft hätten.