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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Guten Tag, mein Sohn 8 Jahre,seit 4.2.11 in einer Psy.Tagesklinik

Kundenfrage

Guten Tag, mein Sohn 8 Jahre,seit 4.2.11 in einer Psy.Tagesklinik soll mit Fluoxetin behandelt werden. Nach deren Meinung leidet er an einer mittelgradigen Depression.Die Einschätzung Von einem Schulpsychologen   war das Eiko sich nicht an Normen und Regeln hält,zu Wutausbrüchen neigt,verbal und körperlich aggressiv ist. Eiko geht in eine temporäre Lerngruppe mit 7 Schülern. Leider tritt sein Verhalten meist nur in der Schule oder wie jetzt in der Klinik auf. wie wirkt dieses Medikament und ist dies der einzige Weg? Eine 2-jährige Verhaltenstherapie haben wir schon hinter uns,wohl oder leider ohne Erfolg. Danke XXXXX XXXXX Eiko ist ein sogen. Trennungskind, ich trennte mich vom Vater bevor er das Licht der Welt erblickte. Habe dann einen neuen Partner(Eiko war 6 Monate) kennengelernt,der wie ein Papa für ihn war.Mit ca. 21/2 Jahren stellte der Erzeuger plötzlich Ansprüche und wollt Umgang mit seinen Kindern (es gibt noch eine Schwester 10 Jahre,ohne Verhaltensauffälligkeiten).Per Gericht wurde der Umgang festgelegt, weil u.a. Eiko befragt wurde ob er gerne zu seinem Papa möchte,was dieser gerne wollte. Nur meinte Eiko ja nicht den Erzeuger(den kannte er ja nicht),sondern meinen neuen Lebenspartner.Der Erzeuger war dann auch wie die Axt im Wald"ich bin dein Papa, der andere ist dein Onkel und hat dir garnichts zu sagen. Eigentlich gingen da die Probleme los, plötzliche Trennungsängste, Wutausbrüche ect.Mehrere Verhandlungen beim Familiengericht und Gespräche beim Jugendamt später... Eiko muss noch immer zum Erzeuger,ich habe darauf einzuwirken,dass er will... Stelle ich mich quwer muss das Sorgerecht neu entschieden werden,evtl.handle ich nicht zum Wohl des Kindes.Ich möchte meinem Kind so gerne helfen,er verbaut sich mit seinen Aktionen ja alles. Er weis oftmals den Auslöser auch nicht,für seine Hdl. Wie kann ich ihm helfen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen !

So ganz "zufrieden" bin ich mit der diagnostischen Zuordnung nicht, um offen zu sein. Hier würde ich doch genauer mit den behandelnden Therapeuten Rücksprache halten

Mich würde beispielsweise interessieren, ob die bisherigen frühkindliche Entwicklung "normal" war, ob der "Erzeuger" ähnliche Symptome in seiner Kindheit hatte (die ggf auch in Richtung Störung mit oppositionellem Trotzverhalten, Hyperaktivität / ADHS oder aber tiefgreifende Entwicklungsstörungen gehen könnten).

Vermutlich spielt tatsächlich aber die Trennungsproblematik und etwas was die Therapeuten "Bindungsstörung" nennen eine grosse Rolle.

Fluoxetin ist zumindest nach meiner Kenntnis in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eher ungewöhnlich. Nicht, weil es gefährlich wäre (egal, was da im Internet steht). Es ist ein sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, also ein Mittel gegen Depressionen. Man geht davon aus, dass Serotonin eine Art Stressbotenstoff ist, aber auch bei Wut oder Impulskontrollproblemen eine Rolle spielt. Insofern könnte man ja auf die Idee kommen, es einzusetzen.

Allerdings macht sich eine Depression - auch bei Kindern - eigentlich anders bemerkbar. Ich denke, die Therapeuten empfehlen es eher als so eine Art "medikamentösen Schutz" gegen Stress und Belastungen bei ihrem Sohn.

Eigentlich benötigt ihr Sohn ein stabiles Umfeld und wahrscheinlich auch Unterstützung durch die Jugendhilfe. Er braucht Bezugsrahmen, die ihm quasi Nachhilfe in Regeln, Strukturen aber auch ein wenig "Reibung" erlauben. Das könnte eine Jugendgruppe sein, aber eben auch spezielle Förderung von Regeln, Strukturen etc. wie es wohl in der Verhaltenstherapie erfolgte.

Im Sport wären es beispielsweise Kampfsportarten mit hohen Ritualanteil (Judo), ggf. Rudern oder aber freiwillige Feuerwehr etc.

Ganz wichtig ist, dass sein Umfeld um ihn herum frei von Spannungen ist.

Das Medikament ist sicher nicht der einzige Weg. Vielmehr führen mehrere Wege zum Ziel. Aber genau daraum müsste man mit dem Jugendamt bzw. Schule, Erziehern, Therapeuten, Ärzten sich an einen Tisch setzen und in einem Hilfeplangespräch die Ziele und Zwischenziele bzw. Wege abstecken. Sonst wird es konfus.