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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Meine Frage Ich bin 62 Jahre alt, k rperlich gesund,leide

Kundenfrage

Meine Frage: Ich bin 62 Jahre alt, körperlich gesund,leide aber seit meinem 23.Lebensjahr an Angstzuständen und Depressionen. Diese psychischen "Leiden" haben mein Leben (beruflich und privat) ganz entscheidend beeinträchtigt. Seit 5-6 Jahren leide ich an Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen) - sehr stark . Ich habe inzwischen irgendwie resigniert, weil ich mir keinen Rat mehr weiß. Meine Beruf (Lehrerin) stützt mich noch ein bisschen. Doch die Zukunft ist für mich wie ein Alptraum. Ich warf mit Tabletten-einnahme immer sehr vorsichtig. Doch mttlerweile möchte ich nur den Tag irgendwie überstehen und schlafen.Zur Zeit nehme ich ein homöopathisches Mittel (Natrium chloratum/Tropfen),2Lexotanil und Hoggar Night am Abend. Mein Gefühl ist dabei kein gutes.Was soll ich tun? Grüße von Gisela Schneider
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wie lange nehmen Sie denn die Lexotanil ? Ihnen ist schon klar, dass es sich dabei um ein Benzodiazepin mit starker Abhängigkeitsgefahr und - weit schlimmer in ihrem Zusammenhang - Zerstörung der normalen Schlafarchitektur handelt ?

Ich versuche mal eine Art "Modell" für ihre Beschwerden aufzuzeigen. Ich kenne Sie ja nicht und möglicherweise liege ich völlig falsch , aber vielen meiner Klienten mit Angst und Depression hilft es sehr (weil es anders als herkömmliche Modelle ist)

Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor. In dieses Schwimmbecken lagern sich die emotionalen Erlebnisse des Tages wie Schwebeteilchen ab. Es gibt Menschen, die nehmen nehr auf bzw. haben auch mehr Stress (wie Lehrer, Ärzte etc...).
Normalerweise würde nun in der Nacht eine Art "Putzroboter" (der REM-Schlaf = Traumschlafphase) ausreichend tief und ausreichend lange abtauchen, um aufzuräumen.

Dieses System ist bei Ihnen - wahrscheinlich lange - gestört. Die Folge ist, dass sich Angst und Depressionen einstellen. Die Schutzteilchen werden immer wieder bei neuen ähnlichen Situationen aufgewühlt. Im Gegensatz zu klassischen Depressione, die episodisch ablaufen, ist hier eher ein dauerndes Gefühl vorhanden.

Leider verschlimmbessern die Medikamente ihr Problem , weil sie den Schlaf noch weiter kaputt machen (aber die Einschlaflatenz etwas verkürzen).

Bevor ich zum "WAS TUN" komme, können Sie mir da in meinen Gedanken folgen ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich habe soeben Ihre Antwort gelesen und kann dem Bild des "Schwimmbeckens" sehr gut folgen. Doch wie gehr es weiter, das heißt "Was tun"? Ich nehme die Lexotanil jetzt seit ca.20 Jahren., also schon recht lange. Sie haben mir insofern geholfen, dass ich sie als Stütze für den Alltag empfunden habe. Besonders wollte ich in meinem Beruf "funktionieren". Ich habe nie mehr als zwei Tabletten täglich eingenommen und dies erst seit ich nicht mehr schlafen kann. Nun habe ich das Gefühl, dass mir mein Schlaf abhanden gekommen ist und sich auch nicht mehr einstellt. Dies ist sehr belastend und ich bin soweit, dass ich nicht mehr weiter weiß. Was tun?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin mir nicht sicher, ob Sie meine Antwort erhalten haben. Hier nochmals meine Antwort: Ich kann mir dieses Bild vom "Schwimmbecken" sehr gut vorstellen.Doch wie geht es weiter, das heißt"Was tun"? Ich nehme die Lexotanil jetzt seit ca.20 Jahren. Sie haben mir insofern geholfen,dass ich sie als Stütze für den Alltag empfunden habe. Besonders wollte ich in meinem Beruf gut funktionieren. Ich habe nie mehr als zwei Tabletten täglich eingenommen und dies erst seit ich nicht mehr schlafen kann. nun habe ich das Gefühl, dass mir mein Schlaf abhanden gekommen ist und sich auch nicht mehr einstellt. Dies macht mir Angst und ist für mich sehr belastend, so dass ich im Moment nicht mehr weiter weiß. Was tun?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Was die Einnahme der Lexotanil betrifft , habe ich mir schon sehr viele Gedanken gemacht. Die Zeit zurückdrehen geht nicht Es ist wie es ist. Ich möchte halt nur einen Weg finden, der mir aus dieser "Abhängigkeit" heraushilft. Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät. So deutlich hat
bisher noch kein Arzt von einer Langzeitabhängigkeit gesprochen. Doch ich habe oft daran gedacht, dass die lange Tabletteneinnahme meine Ängste und Depressionen verstärkt. Sie hängen an mir wie schwere Gewichte, die ich nicht ablegen kann. Über den Rat von Ihnen habe ich heute nachgedacht. So von heute auf morgen kann ich mich nicht entscheiden. Das Bild von dem verunreinigten Schwimmbecken gefällt mir gut
und hier sehe ich für mich noch eine Möglichkeit. Ich habe mir die Seite mit dem "Inneren Raum" angesehen.
Neue Medikamente nehmen? Ich muss darüber nachdenken.
Vielen Dank. Grüsse G.Schneider
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
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Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das wird auch nicht so schnell und leicht gehen und sollte natürlich auch nicht durch ein Internetposting von mir "über Nacht" ausgelöst werden. Dazu kann ich ihre persönliche Situation ja gar nicht genug kennen oder einschätzen. Ich wollte nur eine Sichtweise geben, die gerade dadurch interessant ist, weil sie "anders" ist. Sie wird auch anders sein, als die anderer Ärzte oder Psychologen.

Ihre Aufgabe wird daher insofern schwierig, weil sie verschiedene Meinungen zu einer eigenen Meinung "integrieren" müssen.

Wenn aber meine Antwort überhaupt dazu beiträgt den Start zu diesem Umdenken zu geben, fände ich es sehr schön. Es gefällt mir gut, wie sie das Abwägen. Insofern sind sie auf einem guten Weg, egal wie sie ihn gehen.

Fragen sie gerne nach (auch später)

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