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Dr. med. St. Berghem
Dr. med. St. Berghem, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 159
Erfahrung:  15 Jahre Erfahrung in stationärer psychosomatischer Rehabilitation Erwachsene und Kinder
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Dr. med. St. Berghem ist jetzt online.

Guten tag. ich m chte gerne wissen,wie lange ich zum ausschleichen

Kundenfrage

Guten tag. ich möchte gerne wissen,wie lange ich zum ausschleichen des medikaments paroxat bräuchte? ich nehme seit 2001 fast durchgängig 20mg (1 tablette zu mir). ich fühl mich gut,und denke das die zeit gekommen ist,ohne dieses medikament leben zu können. ich war 2001 in psychatrischer behandlung. stationär 8 wochen und tagesklinik auch nochmal 8 wochen. mein arzt sagte mir damals ich hätte eine verspätete pubertät,aufgrund eines posttraumatischen erlebnisses. dieses führte zu angstzuständen und immer schlimmer werdenden zwangsgedanken. mit 15 habe ich eine scheune auf dem elterlichen hof angezüdet,aus jugendlichen leichtsinn. es kam damals zur gerichtsverhandlung und ich bekam 1 jahr auf bewährung. die zwangsgedanken fingen damals damit an,das ich glaubte schwul zu sein,obwohl mich mädchen sexuell interessierten. ich konnte aber keine so emotionale bindung aufbauen,wie es normal wäre. erst seit meinem klinik aufenthalt fühlte ich mich dazu in der lage. seit 5 jahren lebe ich auch nun schon in einer harmonischen glücklichen beziehung. wie gesagt mir geht es echt super. ich habe auch schon selbst probiert sia abzusetzen. aber schwindel und stromschläge im kopf waren immer sehr unangenehm.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Andre,

grundsätzlich sollte sowohl die Einnahme als auch das Absetzen eines Medikaments IMMER nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Wenn aber auch dieser mit dem Ausschleichen einverstanden ist, können Sie folgendermaßen vorgehen:

Sie können die Dosis wöchentlich in 10 mg Schritten reduzieren.
Schauen Sie, wie es Ihnen damit geht. Sollte sich Ihr Befinden merklich verschlechtern, schleichen Sie das Medikament nicht weiter aus, sondern nehmen es stattdessen wieder in der Ausgangsdosierung ein.

Auf keinen Fall sollten Sie das Medikament einfach abrupt absetzen (auch wenn 20 mg keine hohe Dosierung darstellt), da es dann zu Problemen kommen kann (Unruhe, Stimmungsschwankungen, vereinzelt wurde eine erhöhte Suizidalität beobachtet).

Viel Erfolg und für Rüßckfragen können Sie mich gern kontaktieren.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen dank für die schnelle antwort. ich sollte noch erwähnen,das ich gar keinen behandelnen arzt habe. das mit den reduzieren hab ich schon probiert,aber der schwindel und die stromschläge waren doch unangenehm. innere unruhe und suizid gedanken hatte ich keine. was meine frau aber bemerkte,ist das ich nicht mehr ganz so gut drauf bin wie sonst.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

ob der Schwindel und die unangenehmen Empfindungen vom Absetzen des Medikaments herrühren, kann man aus der Ferne nicht mit Sicherheit beurteilen. Stimmungsschwankungen bzw. eine leichte Verschlechterung der Laune wäre beim bzw. nach dem Ausschleichen nicht ungewöhnlich.

Da Sie sagen, dass Sie keinen behandelnden Arzt haben: jemand muß Ihnen doch das Medikament verschrieben haben? Dieser Arzt wäre in dem Fall der eigentliche Behandler, alternativ Ihr Hausarzt.

Sollte es Ihnen merklich schlechter ohne das Medikament gehen, ist das Weiterführen der Therapie oder der Wechsel auf ein anderes Präparat zu empfehlen (dies sollten Sie wie gesagt mit Ihrem Hausarzt besprechen).
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
die medikation wurde damals in der psychatrie veranlaßt. da war die dosis 70 mg. diese wurde dann nach und nach zurückgenommen,so daß ich nach der tagesklinik nur noch eine tablette am tag eingenommen habe. bis vor 2 wochen,wo ich sie abstzen wollte.
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

wenn Sie jetzt mit 20 mg gut auskommen, kann man durchaus den Versuch starten, weiter zu reduzieren.

Sie kennen sich am besten. Wenn Sie merken, dass Sie erneut Beschwerden bekommen, wäre das Absetzen des Medikaments kritisch zu überdenken.
Hilfreich ist jedoch, dass Sie in Ihrer Partnerin einen starken, stabilisierenden Faktor haben. Sie kann Sie unterstützen und Ihnen durch die "Entwöhnungszeit" hindurchhelfen.

Ggf. kann man überlegen, ob Sie sich einen ambulanten Therapeuten suchen, falls Sie im Verlauf das Gefühl bekommen sollten, sich von objektiver, professioneller Seite unterstützen zu lassen.

Alles Gute und viel Erfolg!

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