So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
53212237
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Welche medikament se Behandlung schl gt bei neurotischen Depressionen

Kundenfrage

Welche medikamentöse Behandlung schlägt bei neurotischen Depressionen (Fokus auf Spannungs- und Belastungsstörungen) am besten an?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Können Sie noch ein wenig mehr über sich schreiben ? Wie alt sind sie ? Frau oder Mann ?
Gab es einen akuten Auslöser für den Beginn der Depressionen ? Liegen Schlafstörungen vor ?

Effexor (=Venlafaxin) ist im Prinzip ein gutes Antidepressivum, aber eher "antriebssteigernd".

Möglicherweise profitieren sie eher von Medikamenten, die einen schlafanstossenden bzw. auch beruhigenderen Effekt haben. Ein Beispiel wäre der Wirkstoff Mirtazapin (z.B. in Remergil) oder auch Opipramol.

Gerne setze ich persönlich auch Cymbalta bei derartigen Problemen ein.

Man sollte aber wissen, dass bei einer antidepressiven Behandlung eine anfängliche Zunahme der Beschwerden möglich ist. Einfach weil in der Depression die depressive Symptomatik eher ein Gefühl der Gefühllosigkeit ist. Die Medikamente lüften diese "Branddecke" über den Gefühlen, so dass darunter Angst , Anspannung, Unruhe und Traurigkeit kurzzeitig erst spürbar sein können. Hier kann es ggf. erforderlich sein, mit einem zusätzlichen Medikament gegen Unruhe und Angst vorrübergehend zu arbeiten, bis die volle Wirkung der Antidepressiva mit Stimmungsstabiliserung eingetreten ist.

Gute Besserung !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich bin männlich, 34 Jahre alt und nehme das Effexor nun seit 2 Monaten. Einen genauen Auslöser kann ich nicht ausmachen, ich hatte aber leichte depressive Verstimmungen schon im jungenen Erwachsenenalter, vor allem nach Enttäuschungen im Liebesleben, die eigentlich nicht so dramatisch waren, bei mir aber immer zu überdurchschnittlichen Reaktionen führte. Ich hatte auch schon immer ein starkes Morgentief. Schlafstörungen nur in akuten Phasen. Vermutlich zur Selbsttherapie habe ich dann auch diverse Suchtmittel konsumiert. Etwa 3 Jahre lang konsumierte ich regelmässig GHB/GBL was bei mir eine extrem positive Wirkung zeigte. Als ich dann aus rechtlichen Gründen kein GBL mehr konsumieren konnte, begann eine anhaltende Angespanntheit und Unzufriedenheit, die sich jetzt über ein halbes Jahr hinzieht. Da ich suchtgefährdet bin, werden mir auch keine Benzodiazepine verschrieben.

 

Vielen Dank für die erste Antwort

Emanuel

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gab es in ihrer Kindheit Hinweise auf ADHS / Hyperaktivität etc ?

Bei ihrer Art von Problemen hätte ich vermutlich zunächst Valdoxan ausprobiert. Das ist ein Antidepressivum, das auf das Schlafhormon Melatonin wirkt und den Schlafwach-Rhythmus wirkt. Oder eben Cymbalta.

Daneben habe ich noch ein etwas ungewöhnliches und auch nicht so ohne weiteres "schulmedizinisches" Erklärungsmodell für ihre Art "Depressionen" :
Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor. Dort lagern sich wie Schwebeteilchen emotionale Erlebnisse des Tages ab und schweben zu Boden. In der Nacht (Traumschlaf bzw. REM-Schlaf) müsste da ein Putzroboter runtertauchen und saubermachen.

Soweit so gut. Wenn der Schlaf gestört ist oder aber die Schwebeteilchen "unverdaulich" oder zu viel sind, gelingt das nicht. Dann wird es im Becken dunkel = Depressionen.

Das blöde an dieser Art Depressionen ist, dass bei jeder ähnlichen Situation ALLE Schwebeteilchen aufgewirbelt werden. Herkömmliche Antidepressiva helfen da nur wenig. Im schlimmsten Fall machen sie das nur sichtbarer, nicht besser.

Ich wende daher ein Verfahren zum "Aufräumen" dieses Mülls an (siehe www.emoflex.de). Leider wird das aber eben nicht allgemein gemacht. Ist eher eine Aussenseitermeinung, die aber bei meinen Klienten (und überraschen häufig bei den "Kunden" von Justanswer") anschlägt.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ja, es gibt schon einige Anzeichen für ADHS, aber offenbar zu wenig, dass man mal eine Abklärung gemacht hat. Von meinem Kollegen, der ein diagnostiziertes ADHS hat, habe ich auch schon Ritalin ausprobiert. Auf die Konzentration wirkt es sehr gut und macht mich fokussierter, auf die Stimmung hat es aber einen negativen Einfluss gehabt.

 

Das Bild vom Schwimmbecken stimmt genau, das ist wirklich unangenehm. Ich werde jedenfalls ihr Webtipp mal anschauen und mit meiner Psychiaterin über die vorgeschlagenen Antidepressivas diskutieren.

 

Vielen Dank für Ihre Antwort

Emanuel

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich gelte zwar als "ADHS-Experte" in Deutschland, so ganz genau kann ich aber ADHS auch nicht von diesem Schwimmbeckenproblem unterscheiden :-)

ADHS wäre es, wenn es deutliche Hinweise seit der frühesten Kindheit gibt. Ritalin wirkt häufig ent-täuschend.

Es verbessert die Konzentration. Aber es zeigt auch, wie dreckig der Schwimmbeckenboden ist. Das ist dann doppelt frustrierend, weil man immer noch nicht richtig in die Gänge kommt.

Aber emoflex kann ich wirklich sehr empfehlen. Danach wirkt dann auch Ritalin (wenn man es denn noch brauchen sollte). ADHS-Experten findet man sonst auch unter www.ads-bei-erwachsenen.de
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich habe die Seite von emoflex angeschaut und das Basis-Werkzeug Experiment gemacht. Wirklich sehr interessant. Ob ich ADHSler bin, kann ich nicht genau sagen, vermutlich ist auch hier eine Diagnose nicht ein schwarz/weiss gültiges Resultat sondern der Versuch, ein Bündel von Eigenschaften und Ausprägungen zu klassifizieren. Mein langjähriger, bester Freund ist schwerer ADHSler und wir pflegen eine richtige Hassliebe. Der Neurotiker und der ADHSler. Ich bin beispielsweise noch nie in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Aber von meinem besten Freund habe ich schon einige körperliche Blessuren davon getragen, und auch diverse Gegenstände in der Wohnung gingen in Brüche. Trotzdem liebe ich ihn. Ich bin schwul, er nicht. Das belastet die Beziehung zusätzlich. Aber er ist der einzige Mensch, mit dem ich auf gleicher Augenhöhe diskutieren kann und es wirklich gut tut. Er studiert Pharmakologie und Chemie, ich bin Softwareentwickler und IT Projektleiter.

Leider wohnen wir in der Schweiz und nicht in Zürich. Sonst könnten wir vielleicht mal ein einem emoflex Workshop teilnehmen.

 

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bin ja auch nicht (mehr) in der Schweiz. Aber es könnte sein, dass es einen emoflex-Workshop dann in Lenzburg (beim Psychologen und ADHS-Experten Piero Rossi) geben könnte...

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich werde ab und zu die Seite konsultieren, vielleicht klappts ja mal:-) Eine letzte Frage: Was kann ich verhaltenstechnisch tun, damit ich mutiger und konsequenter Unangenehmes in Angriff nehmen kann? Ich bin ein Verdrängungskünstler und schiebe alles Unangenehme so lange vor mich hin, bis das Schwimmbecken mehr Schmutz als Wasser in sich hat...
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da hilft eigentlich nur Coaching. Sich selber aus dem Sumpf ziehen, ist schwierig.

Das Buch "Suche Dir Menschen, die dir gut tun" von Christine Beerwerth ist gut.
Oder die Getting Things Done (GTD) - Methode . Aber allein klappt das alles nicht wirklich gut. Man fängt zwar gut an, lässt dann aber umso schneller auch damit wieder nach...
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für die Quellentipps! Ich werde ab ersten März eine Therapie mit einer wirklich guten Psychiaterin anfangen. So kann ich vorgängig das Buch lesen, mich mit der Methode bekanntmachen, und sie wird mich unterstützen.

 

Vielen Dank, XXXXX XXXXX ich mich wieder mal.

Gruss, E.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich drück die Daumen !

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie