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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Wie nennt man eine Person die folgende Dinge von sich gibt

Kundenfrage

Wie nennt man eine Person die folgende Dinge von sich gibt?
Im Radio kommen keine Nachrichten mehr.
Bei Lidl gibt es nichts mehr, was es früher gab.
Die Fußpflegerin kann nichts, sie hat nichts gelernt.
Die Frisörin kann meine Haare nichtmachen, das kann ich selber besser.
Die wollen alle blos viel Geld und nichts Schaffen.
In der Wirtschaft kochen sie alles nur mit Wasser, die können nicht kochen.
Du machst immer schnell schnell, obwohl ich 3 - 4 Stunden täglich vor Ort bin.
Die alten Leute haben keinen Wert mehr.
Wo hast Du das und das hingelegt?
Du wirfst mir alles weg.
Mir tut mein Fuß weh, mir sitzt ein Furz quer, ich kann schon eine Woche nicht auf die
Toiltte - es sind aber nur 2 Tage vergangen, mir ist kalt, ich seh heute so schlecht, meine Haare sind furchtbar, mir geht es heute gar nicht gut, die Nachbarn schlafen den ganzen Tag und arbeiten nichts, du hast nur für deine Freunde Zeit, obwohl ich mich täglich um meine Mutter kümmere- und das mehrere Stunden. Ihr geht immer essen, du hast nur für den Sport Zeit, Ihr geht immer in die Wirtschaft essen etc. etc. Das alles sind haltlose Vorwürfe über Vorwürfe. Ich kann es nicht mehr hören.
Wir bekommen täglich den größten Krach. Wie kann ich mich verhalten, dass ich mich nicht aufrege und es nicht immer eskaliert? Es handelt sich um meineMutter, 88 Jahre alt, lt. ärztl. Bericht in guten Allgemeinzustand und eigentlich ganz und gar Herr ihrer Sinne, wenn sie will.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Eine solche Person nennt man.......

seine Mutter

... oder alt bzw. altersstarrsinnig.

Ich befürchte sehr viele Töchter und Söhne, die in einem engeren (Pflege-)Verhältnis zu älteren Angehörigen stehen, kennen derartige Aussagen nur zu gut . Sie tun weh, weil man seine Mutter ja liebt und sich um sie kümmern möchte. Es aber dennoch nicht Recht machen kann.

Aus psychiatrischer Sicht kann man natürlich überlegen, ob hier auch zusätzlich eine depressive Störung, ggf. ein Hirnabbau im Sinne einer (mehr oder weniger altersgemässen) dementiellen Entwicklung oder sogar eine Zuspitzung von paranoiden und querulatorischen Merkmalen der Persönlichkeit eine Rolle spielt.

Leider ist es aber so, dass man nun medizinisch kaum etwas machen kann. Weil die Vorwürfe aber ja immer und immer wieder kommen, stellt sich dann irgendwann die Frage, ob ein Seniorenheim vielleicht die bessere Lösung ist.

Ich habe noch eine etwas ungewöhnliche Möglichkeit der "Selbsthilfe" gegen den emotionalen Anteil dieser "Dauervorwürfe". Könnten sie sich in ihre Mutter hineinversetzen und das Lebensgefühl der alten Frau mir in Bild-Form beschreiben ?

Wäre es eher schwer oder leicht, wenn es ein Gewicht hätte ?
Rund oder eher eckig ?
Warm oder kalt ?
hart oder weich ? Massiv oder hohl ?
Welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form, wenn sie sich die Form vor ihrem geistigen Auge vorstellen ?
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die Fragen, würden unterschiedlich beantwortet werden.

 

Warm oder kalt = kalt

rund oder eckig - da muss es schon richtig eckig sein, keine schrägen Kanten

hart oder weich = hart

Bei der Frage nach der Farbe würde sie sicher eine richtige Antwort geben

Bewegt sich die Form .... diese Frage würde sie gar nicht erst verstehen.

schwer oder leicht = schwer

Meistens ist eben alles negativ belegt.

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Nochmals zu Ihrer Antwort

Seniorenheim würde ich befürworten. Leider würde sie da nicht mitspielen. Pflegestufe würde mit Sicherheit abgelehnt. Ohne ihr Einverständnis geht das auch nicht.

 

Ich brauche eine Lösung für mich. Wie gehe ich mit diesem Problem am Besten um? In unserer Familie ist sie nicht die erste, die so alt und schwierig ist. Um ihren Bruder (85)und ihre Schwester (90), beide kinderlos, habe ich mich auch viel gekümmert, weil meine Mutter mit ihrem Helfersyndrom es so forciert hat, sie allerdings nicht in der Lage war, selbst zu helfen. Sie sind vor Weihnachten beide gestorben, äußerst schwierige Personen, meine Schwiegermutter hatte ich über 10 Jahre mit Alsheimer im Haus. Das war eine harte Zeit. Sie lebt seit 5 Jahren im Heim.

Und jetzt, ich dachte, endlich aufatmen, fängt meine Mutter massiv an Probleme zu machen. Das belastet mich doch wirklich sehr.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Grundsätzlich würde ich versuchen die Sandwich-Technik anzuwenden :

Also zunächst immer erst positive Dinge ansprechen bzw. Themen die unverfänglich sind.

Dann Dinge besprechen, die relevant sind. Dabei im Hier und Jetzt bleiben. Wiederholen sie jeweils mit eigenen Worten, was ihre Mutter gesagt hat. Versuchen sie , dass auch ihre Mutter diese Technik (Persevation) mehr oder weniger übernimmt. Vorteil ist, dass sie so ihnen wenigstens einmal "zustimmen muss".

Sonst freundlich bleiben (ich weiss, das geht kaum).

Die Idee oben mit den Bildern ist ein Versuch über ein Immaginationsverfahren eine Entlastung zu erreichen. Schauen sie dazu mal auf www.emoflex.de, da wird es etwas mehr erklärt. Gedanklicher Hintergrund ist, dass sich emotionale Verletzungen eher wie "und täglich grüsst das Murmeltier" immer und immer wiederholen (bzw. auch durch die Erfahrungen mit der Schwiegermutter geprät sind). Über innere Bilder könnte man versuchen, diese alten Muster zu löschen.

Ganz wichtig erscheint mir aber, dass sie sich sonst Freiräume schaffen. Hobbies bzw. Zeiten für sich allein. Ggf. auch eine Gesprächspsychotherapie mit Entspannungsverfahren.