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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Was kann man als Angh riger (Mutter) tun, wenn der Sohn (27),

Kundenfrage

Was kann man als Anghöriger (Mutter) tun, wenn der Sohn (27), massive Konzentrationsprobleme hat und nicht´s "auf die Reihe" bekommt, der aber nicht einsieht, dass auch psysische Probleme dahinterstecken könnten und seine Probleme mit Alkohol betäubt? Der Sohn wohnt noch zu Hause und war auch schon bei einem Neurologen/<br />Psychater, hat aber Behandlung abgebrochen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Es könnte sein, dass Ihnen meine Antwort nicht so gefällt. Ich versuche es dennoch !

Grundsätzlich ist es so, dass man einen Erwachsenen praktisch nicht gegen seinen Willen in eine ärztliche bzw. psychiatrische Behandlung bringen kann. Einzige Ausnahmen wären eine ganz akute Eigen- oder Fremdgefährdung.

Sie beschreiben nun ein Problem, das natürlich unbedingt angegangen werden müsste. Diagnostisch würde mich beispielsweise interessieren, ob ihr Sohn in seiner frühkindlichen und kindlichen Entwicklung bereits Auffällig war. Ggf. im Sinne von Hyperaktivität / ADHS. Das hätte therapeutische Relevanz auch in Hinblick auf die Alkoholproblematik

Wovon lebt ihr Sohn ? Von Ihnen ? Hartz-IV ? hat er eine Ausbildung ?
Wie ausgeprägt ist das Suchtproblem ?

Leider wird man zu einer Veränderung nur dann kommen, wenn SIE ihr Verhalten ihrem Sohn gegenüber überdenken. Hart ausgedrückt : Erst wenn er Anlass zu einer Veränderung bzw Aktivität hat, wird er aktiv werden müssen oder können. Solange ist es im Hotel Mama viel bequemer.

Er hätte mehrere mögliche Anlaufstellen. Bei stärker ausgeprägter Suchtproblematik wäre dies zunächst eine Suchtberatungsstelle bzw. falls erforderlich eine Entgiftung mit anschliessender Entwöhnungsbehandlung.

Sonst wäre es lokale Angebote des sog. psychosozialen Netzes. Hier gibt es sehr unterschiedliche Angebote wie eine Tagesklinik, Tagesstätte, ambulante Betreuung, Betreutes Wohnen, ggf. eine stationäre Rehabiliation für Psychisch Kranke (RPK) mit Training der Selbstständigkeit bzw auch Berufsfindung.

Natürlich muss er da auch mitmachen bzw. hingehen.

Wenn er das nicht tut, würde ich Ihn rausschmeissen (das ist jetzt der Teil, der ihnen das Herz als Mutter brechen muss und den sie wohl nicht verantworten könnten).

Aber wenn er weiter auf ihre Kosten NICHTS TUT, wird sein Problem nur chronifiziert.

Sie könnten sich ggf. durch einen Hausarzt oder aber den sog. Sozialpsychiatrischen Dienst am Gesundheitsamt ihrer Stadt weiter beraten lassen.

Auf Vernunft zu setzen oder längeres Abwarten wird keine Änderung bringen. Ihr Sohn muss quasi über das Setzen von Grenzen zum Handeln gebracht werden.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort. Ich habe schon geahnt, dass ich ihn rausschmeissen
muss, zu seinem eigenen Vorteil. Ist aber sehr schwer und wird mich viel Kraft
kosten. Zu Ihrer Frage, ob bei ihm ADHS festgestellt worden ist - ja, aber erst
im Erwachsenenalter vor ca. 4 Jahren. Er bekam Ritalin, später ein anderes
Amphitamin, das er aber wieder gegen den ärztlichen Rat abgesetzt hat.
Mein Sohn lebt weitgehenst von uns und eine abgeschlossene Ausbildung
hat er nicht (alles abgebrochen), nun ist er zum 3. Mal durch eine Zwischen-
prüfung gefallen. Das Suchtproblem ist nun auch stärker geworden und ich
kann auch agressive Züge an ihm feststellen, die mir Angst machen.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie mögen biete ich ihrem Sohn in Bad Bevensen in einer Fachklinik für ADHS im Erwachsenenalter ein Vorgespräch an.

Dann würde er zumindest in fachlich gute Hände kommen (ich bin in dem Bereich zwar derzeit nicht mehr, aber lange gewesen). Voraussetzung wäre, seine aktive Bereitschaft (und eine Kostenzusage für eine stationäre Rehabiilitationsmaßnahme).

Hier in der Klinik gibt es mehrere Patienten aus seinem "Holz". Alles Dickschädel, aber nett. Eigentlich kann ich sie meist ganz gut überzeugen...
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für den Vorschlag, ich werde mit meinem Sohn darüber sprechen und mich
ggfs. noch mal melden.
Jedenfalls ist mir nun auch etwas wohler, da es doch einige Alternativen gibt,
die man aufgreifen könnte.

Vielen Dank für die nette Beratung.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
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