So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an dr.gabriel.
dr.gabriel
dr.gabriel,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 338
36668105
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
dr.gabriel ist jetzt online.

Ich habe seit ca. 1 Jahr erhebl. Untergewicht (42kg/1.70m). Mu

Kundenfrage

Ich habe seit ca. 1 Jahr erhebl. Untergewicht (42kg/1.70m).
Muß ich Angst haben, dass mein Gehirn Schäden davon trägt ?
Wie wichtig ist es den BMI einzuhalten ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  dr.gabriel hat geantwortet vor 6 Jahren.
Liebe Fragende! Ein solch extremes Untergewicht kann nur Ausdruck einer sehr schweren Erkrankung wie Krebs oder Aids sein, oder, wie es bei Ihnen wahrscheinlich der Fall sein wird, auf Grund einer Mangelernährung. Eine solche Mangelernährung, wie sie durch das Leben in Hungerregionen und durch Magersucht hervorgerufen wird, führt auf jeden Fall zu Schädigungen der Hirnsubstanz. Nervenzellen brauchen für Ihren Stoffwechsel nicht nur regelmäßige Glucose (Zucker) zufuhr sondern auch viele Vitamine und Spurenelemente, die bei Mangelernährung nicht resorbiert werden können, selbst wenn Sie Vitamintabletten nehmen würden. Es fehlen die Nahrungsfette.

Offensichtlich haben Sie Krankheitseinsicht und bemerkt, dass Ihr Essverhalten Ihnen nicht gut tut. Dies ist der 1. Schritt in Richtung Heilung. Leider sind die nächsten Schritte ziemlich schwierig. Sie müssen mit einem Arzt, am Besten einer guten geduldigen und einfühlsamen Hausärztin (oder Frauenärztin) darüber reden. Sie kann dann Schritte einleiten, die für die weitere Heilung wichtig sind. Verhaltenstherapie entweder ambulant oder sogar stationär im Rahmen einer Kur (das was die Amerikaner Rehab nennen). Alleine ist es oft nicht möglich, wieder ein normales Essverhalten zu erlangen. Übrigens leiden nicht nur Ihre Nervenzellen an der Mangelernährung, sondern auch Ihre Knochen, Muskeln, Nieren, das Herz. Mangelernährung führt zu einer signifikanten Lebenszeitverkürzung und zu einem erhöhten Krebsrisiko.

Also nehmen Sie die Krankheit an auch und sprechen Sie mit einer Psychologin und/oder Ärztin! Übrigens kann ich Ihnen aus Erfahrung sagen, dass sehr viele Ärzte mit dem Krankheitsbild überfordert sind. Weil es häufig so schwer ist, an die Patientinnen heranzukommen, und auf ernst gemeinte Fragen, nach der Ursache vom Untergewicht fast immer nur Lügen und Abwehr kommt, haben es viele aufgegeben, sich die Mühe zu machen. Sagen Sie also offen, dass Sie Hilfe brauchen.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung!