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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Doktor/ Herr Doktor, bin leider in einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Doktor/ Herr Doktor,
bin leider in einer Zwickmühle: möchte gerne Psychoanalyse oder Psychotherapie bei einm wirklich gutem Therapeuten, Therapeutin machen u. a. wegen Phobie.
Habe aber auch extreme Angst vorm Autofahren,

das ist leider schwer zu ändern, ebenfalls der Wohnort, in einm 30- Seelen Nest bei Wietze
Winsen an der Aller.
MfG Nolte
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !

3 Fragen zunächst :

1. Müden an der Aller müsste doch in der Nachbarschaft sein , oder ? Wäre Gifhorn noch erreichbar ?
2. ich würde ihnen eigentlich einen Nicht-Arzt / Nicht-Psychologen empfehlen wollen. Ist das grundsätzlich auch eine Option, auch wenn es zunächst ungewöhnlich klingt ?
3. Sind sie sicher, dass es um eine "Phobie" und nicht um traumatische Erlebnisse / Ursprünge geht ? Wie ist ihr Schlaf ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, danke für die mail,
Müden ist zu weit weg,
ad 2, geht auch
ad 3 , ja hatte traumatischen Auffahrunfall
ad 4 Fahrschule zum Einparkenüben wär auch mal gut, denke ich, denn das ist echt nicht so mei8ne Stärke, daher auch der unfall vor 2 Jahren, mit dem fing es alles an.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend !
Ich bezweifele, dass man in ihrem Ort einen auch nur annähernd geeigneten Therapeuten findet. Meine Empfehlung wäre Johannes Drischel in Gifhorn (siehe www.emoflex.de). Möglicherweise schaffe ich es ansatzweise auch online sie "fahrtüchtig" zu machen....

Zunächst die Grundidee dahinter : Stellen sie sich ein Schwimmbecken vor. In dieses Schwimmbecken lagern sich über den Tag die emotionalen Erlebnisse des Tages ab. Aufgabe des REM-Traumschlafes wäre die Verarbeitung dieser Erlebnisse. Stellen wir uns dafür einen Putzroboter vor, der in den verschiedenen Schlafphasen abtaucht. Nun gibt es aber Erlebnisse, bei denen diese Verarbeitung nicht gelingt, weil im Mandelkern eine zusätzliche Markierung im Sinne von "ALARM" bzw. Trauma gesetzt wird. Dies wurde bei ihnen durch den Autounfall aktiviert (möglicherweise aber auch nur re-aktiviert, wenn sie zuvor schon Stress / Alarmbedingungen hatten.

Wenn das passiert, werden zukünftige Erlebnisse mit Ähnlichkeitscharakter auch alle als "nicht löschbar" abgespeichert und landen in dem Pool als nicht verarbeitbare Erlebnisse.

Irgendwann schwappt das nun auch in das Bewusstsein und macht sich hier als Traumastörung bzw Angststörung bemerkbar.

Die Therapie ist eigentlich leicht. Anhand der Submodalitäten der Wahrnehmung versuchen wir einfach einen Zipfel ihrer Angst zu erwischen. Dazu nutzen wir anhand der Sinnesqualitäten die Möglichkeiten des Gehirns selber aus, eine Verarbeitung zu erreiche. Dazu wird ihre Angst (bzw Traumastörung) in ein (sinnloses, weil abstraktes) Bild übersetzt und dann (ähnlich wie bei EMDR) über Augenbewegungen verarbeitet.

Wenn sie jetzt an Autofahren denken und das dazu gehörige Gefühl mir in Bildform beschreiben sollten :

Wäre das Gefühl eher schwer oder eher leicht ?
Rund oder eher eckig ?
Hart oder eher weich ?
Rauh oder eher glatt ?
Welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form, wenn sie sich vorstellen ?


Einmal angenommen sie wären angstfrei und es würde ihnen besser als erwartet gehen. Alles im grünen Bereich. Sie hätten maximalen Handlungsspielraum. Könnten sie mir dieses positive Gefühl als ein Zimmer beschreiben ?
Welche Farbe hätte eine Zimmerwand mit diesem Gefühl ?
Was für ein Fußboden wär in diesem sicheren Raum ?
Welche Lichtverhältnisse wären darin ?
Wäre es eher warm oder eher kühl ?
Gehört ein Geruch oder Geräusch dazu ?

Wie würden Sie sich jetzt fühlen, wenn sie in diesem Raum wären ?
Könnten sie dieses Gefühl in Bildform beschreiben ?
Wäre es eher rund oder eckig ?
Welche Farbe passt dazu ?
Bewegt sich die Form ?