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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Hallo, ich habe mehrfach in meinem Leben k rperliche, f r

Kundenfrage

Hallo,
ich habe mehrfach in meinem Leben körperliche, für mich gefühlte lebensbedrohliche Erlebnisse gehabt und frage mich jetzt, ob ich da nicht ein Drama immer wiederhole.
Gerne würde ich eine Traumaambulanz aufsuchen, habe aber Angst davor, mich meinen Schmerzen zu stellen. Ich merke schon, dass ich mich von Tag zu Tag, von Erlebnis zu Erlebnis mogle, weil die Angst inzwischen ein ständiger Begleiter geworden ist.
Nun ist es jedoch so, dass ich mich auf meinen Traumjob beworben habe, gute Aussichten habe, diesen auch zu erhalten und will natürlich einsatzbereit sein, weil ich mich darüber freue für diese Firma arbeiten zu dürfen.
Hat eine Therapie einen totalen Zusammenbruch zur Folge, so dass man nicht mehr arbeiten kann, oder ist es eine wohldosierte Angelegenheit, die einen den Alltag mit Kind und Arbeit weiterleben lässt?
Freue mich über Antwort.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Es gibt verschiedene Wege in der Traumatherapie. In aller Regel wird es zunächst darum gehen, sie zu "stabilisieren" und eben gerade einen totalen "Einbruch" zu verhindern.

Bei vielen Traumapatienten spielen ja Bilder oder "Videos" im Kopf als sog. Flash-Backs eine grosse Rolle, die durch eine Vielzahl von äußeren Reizen (Triggern) auslösbar sind. Allein das "Ausweichen" von diesen möglichen Situationen kostet unglaublich viel Kraft.

Eine Grundtechnik der Stabilisierung wären nun sog. Imaginationsverfahren, bei denen man mit Inneren Bildern eine Hilfe bekommt. So soll man sich einen Sicheren Ort oder einen Tresor für diese schmerzhaften Gefühle vorstellen und gezielt aufsuchen.

In einer nächsten Phase geht es dann um die Be- und Verarbeitung des oder der Trauma selber. Eine Methode wäre hier das sog. EMDR-Therapieverfahren, eine Verarbeitung über Augenbewegungen.

Üblicherweise werden sie also Familie und Arbeit weiter schaffen können. Um ehrlich zu bleiben : Bei einigen Klientinnen mit komplexen und lang anhaltenden Traumatisierungen ist das manchmal schwierig, weil der Kraftaufwand gross ist. Hier empfiehlt man dann auch mal stationäre Behandlungsabschnitte. Aber das kann man eben auch vorher gut planen und absprechen.

Viel Erfolg !
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

danke für die schnelle Antwort, sie ist für mich aufschlussreich und gibt mir den Mut, mich jetzt bei der Traumaambulanz anzumelden. Durch Ihre Hinweise weiß ich jetzt, dass ich mich nicht auf einen ganzen Zusammenbruch einstellen muss, sondern das Ganze wirklich verdaulicherweise angehen kann.

Gerade stelle ich fest, dass ich gute Ressourcen habe, da ich auch meinen Alltag bisher gut im Griff habe, auch wenn ich noch diese diffuse Ängste habe. Diese werde ich jetzt angehen, dann sind sie wahrscheinlich auch noch kleiner als sie mir jetzt erscheinen.

In mir kommt gerade Freude auf, darüber, dass ich mich getraut habe, die Frage zu stellen, und dass mir Ihre Antwort Mut gibt, das Problem anzugehen, weil es jetzt doch kleiner erscheint als ich gedacht habe. Es fühlt sich jetzt als lösbar an.

Vielen Dank

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist wirklich schön ! Und die richtige Grundeinstellung.

Ich arbeite sehr viel mit Traumapatienten, wobei ich aber ein sehr ungewöhnliches Verfahren anwende, das sogar nicht direkt mit den Bildern des Traumas sondern mit abstrakten Übersetzungen des Gefühls in ein Bild arbetete. Wenn Sie mögen können sie mal auf www.emoflex.de dazu ein wenig nachlesen.

Auf jeden Fall habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Traumata sehr gut und auch "schmerzfrei" behandeln kann und damit die Lebensqualität der Betroffenen so unglaublich gut verbessern kann.

Viel Erfolg auf diesem Weg !





Über das Akzeptieren der Antworten würde ich mich natürlich auch freuen, da nur über as Drücken von Akzeptieren die Anzahlung zu einem Honorar wird !
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

 

vielen Dank für die Auskünfte. Habe jetzt nachgelesen und nachdem ich gleich eine Sache ausprobiert habe, sie funktioniert hat, werde ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Therapeuten machen. Sie sind wahrscheinlich zu weit weg.

 

Danke für die Hilfestellung und Ihnen alles Gute !

 

 

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Auch wenn es weit weg sein sollte : ich kann Johannes Drischel in Gifhorn sehr empfehlen, der emoflex "erfunden" hat. Sonst wäre eine klassische Traumatherapie sinnvoll, da es sonst leider wirklich zu wenig gute Emoflex-Experten gibt.

Gute Traumatherapeuten finden sie sonst über EMDRIA.de