So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an webpsychiater.
webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
53212237
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
webpsychiater ist jetzt online.

Ich habe eine Tochter 50 Jahre alt, sie ist Borderline, seit

Kundenfrage

Ich habe eine Tochter 50 Jahre alt, sie ist Borderline, seit Jahren in Behandlung, aber eine wirckliche Besserung ist bis jetzt nicht eingetreten. Ich frage mich ob ein Arzt wechsel etwas positives sein könnte, wir alle leiden natürlich mit und ich möchte ihr wirklich helfen. Was kann ich noch tun.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag !

Wie gut sind Sie über das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeit (emotional-instabile Persönlichkeitsstörung) informiert ? Leider wird es fast immer so sein, dass dises Persönlichkeitsstörung gerade für Angehörige ganz ganz schrecklich zu erleben und auszuhalten sein wird. In der ärztlichen Behandlung stehen meistens Kriseninterventionen im Vordergrund. Also akute Selbstverletzungen, Exzesse mit Alkohol oder Drogen, ggf. aber auch Selbstmordgedanken oder akute Krisen mit Stimmungseinbrüchen oder Ängsten.

Medikamentös ist es dabei sehr schwer eine gute Hilfe anzubieten (Antidepressiva, ggf. sog. atypische Neuroleptika).

Wie sie vermutlich wissen, ist der Aufbau von Vertrauen bzw. überhaupt einer therapeutischen "Beziehung" bei Borderlinerinnen sehr schwierig. Ob da ein Arztwechsel gelingt, sei dahin gestellt.

Sinnvoll in der Therapie wäre aus meiner persönlichen Sicht eine störungsspezifische psychotherapeutische Behandlung. Aus verhaltenstherapeutischer Sicht wäre dies eine Kombination von ambulanter und stationärer Therapie der sog. Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT nach Linehan)
. Auch im Rahmen dieser Therapie ist von einer langen Therapiedauer von Jahren auszugehen bzw. wiederholte Krisen. Eine sehr gute Klinik wäre beispielsweise die Medizinisch-Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt mit einer speziellen Borderline-Station. War ihre Tochter denn mal zu einer störungsspezifischen Behandlung über mehrere Wochen oder waren es bisher eher Krisenbehandlungen ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bisher nur Krisenbehandlung,ich bin informiert über diese Krankheit. Habe natürlich auch Schuldgefühle, ich liebe meine Tochter und möchte ihr helfen,glücklich zu sein.Ich bin immer auch mit Ihren gefühlen involviert und leide auch.Was kann ich noch tun. Ich weiss auch dass eine Behandlung sehr schwierig ist, sie ist irgendwie gar nicht bereit oder sie ist sich dessen nicht bewusst dass etwas nicht normal oder dass sie anders ist
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 6 Jahren.
Schuldgefühle müssen sie nicht haben (ich weiss, leichter gesagt als getan). Aus meiner Sicht kann es hilfreich sein, sich an eine Angehörigengruppe von Menschen mit psychischen Problemen zu wenden). Gerade Borderline ist ja schon heftig (ich habe selber 4,5 Jahre in Bad Bramstedt auf der Borderline-Station gearbeitet).

Eigentlich ist es für die Betroffenen besser, wenn die Angehörigen "emotional neutral" eben nicht auf die ganzen Auf und Abs reagieren. Aber es kann so verletzend sein.

Ich selber wende bei meinen Patienten gerne eine sehr ungewöhnliche Methode an, mit dieser Art von emotionalen Turbulenzen umzugehen. Dabei wird derartiger Stress in innere Bilder übersetzt und dann mit Augenbewegungen verarbeitet (www.emoflex.de). Das hilft sehr gut, um sich besser abzugrenzen und nicht überall und ständig mitleiden zu müssen.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychiatrie